Royal Garden Wilanów

Architektur im Rhythmus der Natur. Eine grüne Oase im Herzen von Wilanów

Das Morgenlicht fällt durch große Fensterflächen herein, reflektiert sich im Glas und im Grün des privaten Parks und schafft ein Gefühl von Ruhe und Weite. Royal Garden Wilanów ist mehr als nur eine Investition – es ist eine Einladung zu einem Leben in Harmonie. Die gemütlichen Apartments und Villen bilden ein harmonisches Ganzes, in dem Ruhe, Eleganz und Natur auf moderne Form treffen.

Über die Idee des Projekts, die Beziehung zur Natur und die Rolle des Lichts in der Architektur spricht Piotr Chojra vom Architekturbüro MODO Architektura, der Autor des Konzepts Royal Garden Wilanów, das im Herzen von Wilanów von Green House Development realisiert wird.

Was ist die größte Stärke des Projekts Royal Garden Wilanów?

Vor allem seine Form und Lage. Der Mehrfamilienhausteil ist ein freistehendes Gebäude auf einem außergewöhnlich großen Grundstück, was in diesem Teil Warschaus eine Seltenheit ist. Dadurch konnten viele Eckwohnungen mit Ausrichtung zu drei oder sogar vier Himmelsrichtungen geschaffen werden. Die Wohnungen im obersten Stockwerk verfügen über geräumige Terrassen mit einem beeindruckenden Panorama – im Süden auf die Ursynów-Steilwand und im Norden auf die Grünflächen von Wilanów und den privaten Park der Investition. Was an diesem Projekt wirklich begeistert, ist das Licht und die Offenheit – von jeder Wohnung aus sieht man etwas anderes, und gleichzeitig fügt sich alles ganz natürlich zusammen.

Wilanów ist ein Stadtteil mit einer recht einheitlichen Bebauung. Wie ist es gelungen, sich in diesen Kontext einzufügen und sich gleichzeitig abzuheben?

Tatsächlich hat die Stadt Wilanów eine sehr charakteristische Struktur – große, geschlossene Quartiere und Innenhöfe. Wir haben uns entschieden, das Gegenteil zu tun. Statt Geschlossenheit – Offenheit. Anstelle eines massiven Baukörpers ein intimes Gebäude, das atmet. Wir haben den Baukörper bewusst „untertrennt”, um zusätzliche Ecken und eine bessere Belichtung der Innenräume zu erzielen. Das Ergebnis ist ein Gebäude mit einer leichten, modernen Form, das sich in die Umgebung einfügt, aber gleichzeitig einen ganz anderen Eindruck von Raum vermittelt.

Im Namen „Royal Garden” spielt das Wort „Garten” eine wichtige Rolle. Die Begrünung scheint hier eine vorrangige Rolle zu spielen.

Grün ist das Herzstück dieses Projekts. Alle Entwurfsentscheidungen – von der Farbgebung bis zu den Materialien – haben wir nach Gesprächen mit dem Investor der Idee der Harmonie mit der Natur untergeordnet. Es war uns wichtig, dass die Architektur die Landschaft nicht dominiert, sondern sich in sie einfügt. Wir haben Glas verwendet, das den Himmel und die Vegetation reflektiert, sowie natürliche Putze, Holz und Stein. Warme Farben, weiche Texturen und ruhige Fassadenlinien vermitteln einen Eindruck von Leichtigkeit. Wir wollten, dass das Gebäude einen Rahmen für die Natur bildet und nicht umgekehrt.

Gleichzeitig erfordert die Verwendung von Glas die Wahrung der Privatsphäre. Wie haben Sie das gelöst?

Das war einer der wichtigsten Punkte. Auf der Südseite, die an die Straße grenzt, haben wir Balustraden aus Streckmetall verwendet. Diese Lösung vermittelt ein Gefühl von Privatsphäre, ohne Licht zu nehmen. Auf der Nordseite – zum Park hin – haben wir Glas verwendet, das den Raum öffnet und einen ungestörten Blick ermöglicht. Dadurch haben die Bewohner das Gefühl, mitten im Grünen zu sein, aber mit allem Komfort.

Der Eingang zum Gebäude ist sehr beeindruckend – eine verglaste Halle, die zum Garten hin offen ist. Woher kam die Idee für diese Lösung?

Wir beginnen ein Projekt immer mit einer Idee. Hier war der Ausgangspunkt ein privater Park auf der Nordseite des Grundstücks mit einer Fläche von 8.000 m². Wir wollten, dass man schon an der Türschwelle die Verbindung zur Natur spürt, deshalb hat die Lobby die volle Höhe des Gebäudes und öffnet sich zum Park hin. Wenn man eintritt, sieht man Licht, Grün und Raum – es ist ein bisschen wie eine Atempause in der Stadt. Wir haben natürliche Materialien verwendet – Holz, Stein, Beige- und Brauntöne –, um Wärme und Ruhe zu betonen. In diesem Raum ist nichts zufällig.

Royal Garden Wilanów

Auf einer der Visualisierungen ist eine große grafische Karte von Warschau zu sehen. Das ist ein ungewöhnliches Detail.

Ja, das ist ein Detail, das mir besonders am Herzen liegt. Wir suchten nach einem Akzent, der dem Innenraum Charakter verleiht, ohne ihn zu überwältigen. Nach vielen Konzepten kamen wir zu dem Schluss, dass eine Karte von Warschau – in Form eines grafischen Reliefs – den Geist des Ortes am besten widerspiegelt. Es ist ein subtiles Element, das das Gebäude mit seinem Kontext verbindet und gleichzeitig die Blicke auf sich zieht.

Das Projekt zeugt von einem Streben nach Einfachheit. Ist das eine bewusste Entscheidung?

Auf jeden Fall. In der Architektur schätzen wir Ruhe und Ausgewogenheit immer mehr. Die Abkehr von überflüssigen Formen und Details ist kein Minimalismus um des Minimalismus willen, sondern eine Möglichkeit, einen Raum zu schaffen, der zum Atmen einlädt. Jedes Detail hat seine Bedeutung, aber nichts ist „nur zur Show”. Elemente wie zarte Gesimse, vertikale Unterteilungen oder Balustraden wurden so gestaltet, dass das Gebäude Charakter hat, ohne aufdringlich zu wirken.

Royal Garden Wilanów verbindet Mehrfamilien- und Einfamilienhäuser. Wie harmonieren diese beiden Welten miteinander?

Beide Teile basieren auf derselben Idee – der Nähe zur Natur. Die Einfamilienhäuser wurden so entworfen, dass sie buchstäblich „in Grün getaucht” sind – mit einer Beschränkung des Autoverkehrs, den wir unterirdisch versteckt haben. Das Mehrfamilienhaus ist auf drei Seiten von dem bereits erwähnten privaten Park umgeben. Dadurch hat man trotz der städtischen Lage das Gefühl, mit der Natur in Kontakt zu sein. Das ist kein Zufall – gemeinsam mit dem Investor haben wir uns ganz bewusst gegen eine intensivere Bebauung zugunsten der Raumqualität entschieden.

Ist es selten, dass ein Investor so sehr auf die Vision eines Architekten vertraut?

Auf jeden Fall, und ich weiß das sehr zu schätzen. Heutzutage passt sich ein Projekt oft an die Wirtschaftlichkeit des Grundstücks an und nicht an die Idee. Hier war es umgekehrt – wir waren uns von Anfang an einig, dass es sich lohnt, etwas Besonderes zu schaffen. Dass es gelungen ist, so viel Grünfläche zu erhalten, ist zum großen Teil dem Investor zu verdanken. Durch solche Entscheidungen gewinnt ein Projekt eine Seele.

Grün ist das Leitmotiv des Projekts, aber auch eine Art, über Raum nachzudenken. Wie verstehen Sie das?

Für mich bedeutet „grünes Bauen” nicht nur Pflanzen rundherum. Es ist eine Art des Entwerfens, die den Menschen Raum gibt, in Harmonie zu leben – mit der Natur, aber auch miteinander. Der Innenpark ist nicht nur Dekoration, sondern ein Ort für tägliche Begegnungen, Spaziergänge und Erholung. Wichtig ist, dass er nicht bestimmten Wohnungen zugeordnet ist. Er ist gemeinschaftlich. Wir wollten, dass dieses Grün die Menschen verbindet und nicht trennt.

Also Architektur, die Gemeinschaft schafft?

Ja, genau. Ich glaube, dass gute Architektur nicht an den Wänden eines Gebäudes endet. Sie schafft den Hintergrund für das Leben – für Begegnungen, Gespräche, gemeinsame Zeit. Im Royal Garden Wilanów können die Bewohner ihr Zuhause verlassen, zusammen sein und sich einfach wohlfühlen. Es ist ein Raum, der gleichzeitig Ruhe und Energie vermittelt. Und das ist wohl das größte Kompliment für einen Architekten – wenn die Menschen den Ort, an dem sie leben, wirklich mögen.

Mehr über das Projekt Royal Garden Wilanów erfahren Sie auf der Website royalgardenwilanow.pl

Quelle: Green House Development

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