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Auf dem Grünen Markt in Łódź stehen Veränderungen an: eine neue Markthalle, Parkplätze und Grünflächen

Der „Zielony Rynek“ in Łódź steht vor einer umfassenden Neugestaltung, die diesen Marktplatz – einen der ältesten der Stadt – grundlegend verändern soll. Im Rahmen der Arbeiten erhält die Halle „MAŁA 2“ ein völlig neues Erscheinungsbild, hinter ihr entsteht ein mehrstöckiges Parkhaus, und es wird mehr Grünflächen und Raum für die Einwohner geben. Die Stadt möchte die Marktatmosphäre dieses Ortes bewahren und gleichzeitig den Komfort für den Handel und den täglichen Einkauf verbessern. Das Projekt wird im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft umgesetzt, wobei der Marktbetrieb lückenlos aufrechterhalten wird.

Der Grüne Markt: über 150 Jahre Geschichte

Die Geschichte des „Zielony Rynek“, auch bekannt als „Rynek Barlickiego“, reicht bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Der Marktplatz wurde im aufstrebenden Stadtteil Wiązowa als „Rynek Wiązowy“ angelegt und war Teil des regelmäßigen städtebaulichen Rasters im westlichen Teil von Łódź. Im Jahr 1873 erhielt der Platz den Namen „Grüner Markt“, höchstwahrscheinlich in Anlehnung an die nahegelegene Zielona-Straße oder den dortigen Handel mit frischen Produkten. Während der deutschen Besatzungszeit war der Name „Grüner Ring“ gebräuchlich, 1934 wurde der Platz nach Ignacy Boerner benannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Platz nach dem sozialistischen Aktivisten Robert Barlicki benannt. Trotz dieser Änderungen verwenden die Einwohner von Łódź bis heute meist die Bezeichnungen „Zielony Rynek“ oder „Rynek Barlicki“.

Zielony Rynek w Łodzi
Der Ignacy-Boerner-Platz in den 1930er Jahren. Quelle: Staatsarchiv in Łódź

Die Holzhalle als Symbol des Marktplatzes

Der Markt erfüllt seit rund 150 Jahren ununterbrochen seine Handelsfunktion. Anfangs trafen sich die Händler zweimal pro Woche, später täglich. An den Ständen dominierten Gemüse, Obst, Milchprodukte, Fleisch sowie Erzeugnisse der umliegenden Landwirte; im Laufe der Jahre erweiterte sich das Angebot um Kleidung, Schuhe, Haushaltswaren und Handwerksprodukte. Während des größten Teils des 20. Jahrhunderts blieb der Platz ein offener Marktplatz mit Holz- und Metallständen; auf dem Gelände befanden sich zudem ein Springbrunnen und eine Bushaltestelle. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts entstanden überdachte Hallen und neue Pavillons. Im Rahmen der bevorstehenden Modernisierung wird das eindrucksvolle Holzgewölbe der Haupthalle erhalten bleiben; darunter entstehen neue Stände, breite Gänge, Ruhebereiche und mehr Grünflächen.

Die Markthallen im Jahr 2012. Foto: Darekm135, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der „Zielony Rynek“ in Łódź steht vor Veränderungen

Der Umbau wird das Erscheinungsbild des gesamten Komplexes verändern. Zur Straßenseite hin entsteht eine durchbrochene Fassade, und die Erdgeschosse werden geöffnet und für Einzelhandels- und Dienstleistungsgeschäfte vorgesehen. Ein wichtiger Bestandteil des gesamten Projekts wird ein mehrstöckiges Parkhaus mit Platz für mindestens 120 Autos sein. Dadurch erhalten Besucher einen bequemeren Zugang zum Marktplatz, und der Autoverkehr auf den umliegenden Straßen dürfte sich verringern. Das Ganze soll einen funktionaleren Raum für Händler, Anwohner und Kunden schaffen, die den „Zielony Rynek“ täglich besuchen.

Bildquelle: Stadtverwaltung Łódź

Die Stadt bleibt Eigentümerin des Marktplatzes

Die Arbeiten werden unter ständiger Einbeziehung der Händler vorbereitet. Die Stadtverwaltung führt Gespräche mit Verbänden und nicht organisierten Verkäufern, um gemeinsam die Art und Weise der Durchführung des Projekts und die zukünftige Gestaltung des Marktplatzes festzulegen. Der Umbau wird den Handelsbetrieb nicht unterbrechen – die Händler werden ihre Stände schrittweise in die jeweils fertiggestellten Teile des Komplexes verlegen, ohne ihren Betrieb einstellen zu müssen. Das Projekt wird im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft realisiert. Der ausgewählte Partner wird die Unterlagen erstellen, das Projekt finanzieren, die Bauarbeiten durchführen und für einen bestimmten Zeitraum für die Instandhaltung der Anlage verantwortlich sein. Die Stadt behält das Eigentum am Marktplatz und wird weiterhin als dessen Organisator fungieren, um die traditionelle Funktion des „Grünen Marktes“ zu bewahren.

Quelle: Stadtverwaltung Łódź

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Der „Zielony Rynek“ heute und nach dem Umbau. Foto: Google Maps und Stadtverwaltung Łódź