Muzeum Powstania Wielkopolskiego

Auf der Baustelle des Museums des Großpolnischen Aufstands wurde die Spießspitze angebracht

Der Bau des neuen Sitzes des Museums des Großpolnischen Aufstands 1918–1919 in Posen hat eine wichtige Etappe erreicht. Am 26. Juni wurde auf der Baustelle die Spitzenspitze gesetzt, was traditionell den Abschluss der Bauarbeiten bedeutet. Die vier Gebäude, aus denen sich der Museumskomplex zusammensetzt, haben bereits ihre endgültige Höhe erreicht – zum ersten Mal lässt sich nun die gesamte Anlage auf dem St.-Adalbert-Hügel überblicken.

Das Museum des Großpolnischen Aufstands – auf der Idee der Gemeinschaft basierend

Der Entwurf des Warschauer Architekturbüros WXCA ging als Sieger aus dem 2018 anlässlich des hundertsten Jahrestags des Ausbruchs des Großpolnischen Aufstands ausgeschriebenen Wettbewerbs hervor. Aus 56 Einsendungen wurde ein Konzept ausgewählt, das von der Form eines einzelnen Gebäudes abweicht. An dessen Stelle entstand ein Ensemble aus vier intimen Baukörpern, die sich um einen öffentlich zugänglichen Platz gruppieren. Diese Anordnung erinnert an die ersten Burgen und Siedlungen und verweist zugleich auf die Kraft des Zusammenhalts der Einwohner von Großpolen, dank derer der erfolgreiche Aufstand der Jahre 1918–1919 zum Erfolg führte. Der öffentliche Platz soll das ganze Jahr über als Raum für Veranstaltungen, Begegnungen und die alltäglichen Aktivitäten der Bewohner dienen.

Muzeum Powstania Wielkopolskiego

Stein, Licht und Respekt vor der historischen Landschaft

Das neue Museum entsteht in der Nähe der St.-Adalbert-Kirche, weshalb die Architekten bewusst auf eine dominierende Form verzichtet haben. Ein Teil des Gebäudes wurde in den Hang des Hügels eingebettet, wodurch das historische Panorama nicht gestört wird. Den Charakter dieser Architektur bestimmen Naturstein, dessen Struktur sich mit der Höhe der Fassade verändert, großzügige Verglasungen sowie schräge Dächer, die als integraler Bestandteil der gesamten Komposition betrachtet werden. Wie Marta Sękulska-Wrońska vom Architekturbüro WXCA betont, lassen sich die Beziehungen zwischen der Architektur und der sie umgebenden Landschaft erst nach Abschluss der Bauphase in vollem Umfang erkennen. An der Feier zur Aufstellung der Richtkrone nahmen auch die Architekten Krzysztof Moskała, Adam Mierzwa und Małgorzata Dembowska teil.

Museum des Großpolnischen Aufstands in Posen

Das neue Museum des Großpolnischen Aufstands 1918–1919 wird die Geschichte des einzigen erfolgreichen polnischen Unabhängigkeitsaufstands präsentieren. In den Ausstellungsräumen werden die am 27. Dezember 1918 beginnenden Ereignisse, die Aktivitäten der Unabhängigkeitsorganisationen, der Verlauf der Kämpfe sowie die Porträts der Beteiligten dargestellt. Die Besucher erfahren zudem, welche Bedeutung der Sieg – zunächst unter dem Kommando von Major Stanisław Taczak und anschließend unter dem von General Józef Dowbor-Muśnicki – für den Wiederaufbau des polnischen Staates nach 123 Jahren der Teilung hatte. Das Gebäude wird zudem Räume für Wechselausstellungen, ein Auditorium, Bildungsbereiche, Museumswerkstätten und Sammlungsdepots beherbergen. Der Bau begann im Jahr 2024, das Investitionsvolumen beträgt über 370 Millionen Złoty, und der Direktor des Wielkopolskie-Museums der Unabhängigkeit, Przemysław Terlecki, kündigt die Eröffnung der Einrichtung zum 110. Jahrestag des Ausbruchs des Wielkopolskie-Aufstands an.

Quelle: WXCA

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