Iga Węglinska, Frisson, fot Mila Lapko

Ausstellung „Hüllen und Panzer“. Eine neue Ausstellung in Kielce

Das experimentelle Projekt „Hüllen und Panzer“, das im Institut für Design in Kielce präsentiert wird, zeigt Prototypen von Kostüm-Prothesen, die die menschlichen Sinne erweitern. Die Künstlerinnen und Künstler, die an der Schnittstelle von Kunst, Design, Botanik, Narratologie und Bioingenieurwesen arbeiten, testen Membranen, die auf Vibrationen, Temperaturänderungen und Geruchsreize reagieren. Die von Marta Lisok in Zusammenarbeit mit Jakub Święcicki kuratierte Ausstellung wird am 27. März 2026 um 18:00 Uhr in der Hauptgalerie des Instituts für Design in Kielce eröffnet.

Die im Rahmen des Projekts „Hüllen und Panzer“durchgeführten Arbeiten entspringen dem Bedürfnis, ein Kostüm-Prothese zu schaffen, das die Sinneswahrnehmung des Trägers erweitert. Die im Rahmen des Projekts zusammenarbeitenden Forscher aus den Bereichen Kunst, Design, Botanik, Narratologie undBioingenieurwesen streben danach, die Grenzen der menschlichen Wahrnehmungzu überschreiten. Dabei lassen sie sich nicht nur von den Kommunikationsweisen der Insekten inspirieren, sondern auch von der thermischen Dynamik der Reptilien oder den Regenerationsmechanismen von Algen und Pilzen.

Ziel ihrer Tests ist die Entwicklung einer Hülle – einer Membran, dieauf nicht-visuelle Signale reagiert: Vibrationen, Temperaturänderungen oder Geruchsreize. In der Prototypenphase entstehen Schutzanzüge, Anzüge zum Kompostieren, zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit, zusätzliche Speicher für Erinnerungen, externe Archive für Emotionen, Anzüge für Sammlerinnen und Nomadinnen, Anzüge als Gebärmutter und Anzüge als Grab.

Iza Koczanowska, Ugly Beach, Foto: Silvia Arenas

Experimente mit Hüllen, die es ermöglichen, in fremde Körper zu schlüpfen und nach den Prinzipien einer anderen Wahrnehmung zu empfinden, werfen Fragen nach der Rolle von Sinnen auf, die wir als Menschen noch nicht entwickelt haben. Diese Spekulation über zukünftige Formen der interspezifischen Zusammenarbeit in feindlichen Umgebungen wird von einer Sammlung von Objekten begleitet, die sich mit dem Körper zu einer Art Panzer verbinden. Ihre Nutzung führt zu einer Vertiefung sozialer Fähigkeiten, unter anderem durch die Ermöglichung einer schnelleren, nonverbalen Kommunikation. Sie löst ein breites Spektrum an Reaktionenaus : vom Bedürfnis nach Fürsorge, Flucht oder Hyperwachsamkeit bis hin zum Folgen von Spuren, zum Angriff oder zum Einberufen einer Versammlung.

Kuratorin: Marta Lisok

Kuratorische Mitarbeit: Jakub Święcicki

Hüllen und Panzer
Designinstitut in Kielce (Hauptgalerie)

Vernissage: 27.03.2026 um 18:00 Uhr

Ausstellungsdauer: 28.03.–30.08.2026

Teilnehmer: Tomasz Armada, Daniela Bergschneider, Aleksandra Bystry, Ľudmila Bubánová, Jessica Ciupa, Aleksandra Dłutowska, Eliška Gogolová und Bára Tetaurová, Iza Koczanowska, Olga Konik, Barbara Kubska und Anna Pohl, Małgorzata Markiewicz, Justyna Mędrala, Paweł Szeibel, Jakub Święcicki, Zuzanna Tokarska, Iga Węglińska, Joanna Zdzienicka-Obałek

Das Magazin whiteMAD ist Medienpartner der Veranstaltung.

Quelle: Pressematerialien

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