Risse, Ausbrüche und kleine Beschädigungen der Straßenoberfläche blieben normalerweise unbemerkt. In Bielsko-Biała wurden sie jedoch zum Ausgangspunkt für die Schaffung von Mosaikkompositionen, die Kunst dorthin brachten, wo niemand sie erwartet hätte. Das französische Kollektiv EMEMEM besuchte Polen zum ersten Mal und realisierte eine Reihe von Interventionen im städtischen Raum unter Verwendung von DUNIN-Mosaiken.
Der Besuch der Künstler war Teil des Programms der Galeria Bielska BWA, das im Rahmen der Street-Art-Akademie sowie der offiziellen Aktivitäten von Bielsko-Biała als Polnische Kulturhauptstadt 2026 organisiert wurde. Das Ergebnis der mehrtägigen Arbeit waren Kompositionen, die nicht nur Lücken in den Gehwegen füllten, sondern auch die Sichtweise auf den öffentlichen Raum neu definierten. Es ist eine Kunst, die keine Aufmerksamkeit einforderte – sie tauchte dort auf, wo zuvor nur Spuren von Abnutzung zu sehen waren.
Die Interventionen veränderten die Stadt
EMEMEM ist ein anonymes französisches Kollektiv, das für seine eigene „Flacking“-Technik bekannt ist. Die Künstler suchen nach Rissen und Lücken im Straßenbelag und füllen diese anschließend mit mosaikartigen Kompositionen. Der Name der Methode leitet sich vom französischen Wort „flaque“ ab, was „Pfütze“ bedeutet – ein kleiner, oft übersehener Teil des Raums. Solche Orte werden für das Kollektiv zum kreativen Material und ermöglichen die Schaffung von Werken, die Ästhetik mit einer Reflexion über den städtischen Alltag verbinden.

Die Aktivitäten von EMEMEM werden oft als „Heilung der Gehwege“ oder „Straßenpoesie“ bezeichnet. Das Kollektiv führte in Bielsko-Biała Mikrointerventionen durch, die den Raum nicht dominieren, sondern die Aufmerksamkeit auf die Ästhetik der Unvollkommenheit lenken. Jedes der Werke ist klein, doch zusammen bildeten sie eine Karte von Orten, an denen Kunst in den Alltag eindrang.
Zweiwöchiger Künstleraufenthalt
Während des zweiwöchigen Aufenthalts in Bielsko-Biała schuf das Kollektiv eine Reihe ortsspezifischer Arbeiten. Die Interventionen von EMEMEM wurden Teil des alltäglichen Stadtbildes, brachten Farbe und Überraschung in die den Einwohnern vertrauten Räume und zeigten, dass selbst kleinste Lücken Anlass für eine kreative Interpretation sein können.
Schiebe den Regler:
Das Projekt wurde im Rahmen des Programms „Akademia Street Artu“ realisiert und war Teil des offiziellen Programms der Feierlichkeiten zu Bielsko-Biała als Polnische Kulturhauptstadt 2026. Dadurch fügten sich die Aktivitäten des französischen Kollektivs in einen breiteren Kontext städtischer Initiativen ein, die die Rolle der Kunst bei der Gestaltung der lokalen Identität hervorhoben.
Spuren
Die während des Besuchs des französischen Kollektivs entstandenen Werke blieben in Bielsko-Biała als fester Bestandteil des Stadtbildes erhalten. Heute kann man diese farbenfrohen Elemente bei alltäglichen Spaziergängen entdecken – mal zufällig, mal bei einer bewussten Suche. Diese kleinen Eingriffe bilden zusammen ein Netzwerk von Punkten, die die Wahrnehmung des städtischen Raums auf subtile Weise verändern.
Quelle: Pressematerialien
Lesen Sie auch: Stadt | Bielsko-Biała | Kunst | Kultur | Empfehlungen | whiteMAD auf Instagram






