In der ehemaligen Mennonitenkirche in der Mennonitenstraße 2A in Gdańsk haben die Bauarbeiten begonnen. Das Gebäude wird derzeit von der Cappella Gedanensis genutzt und unter der Aufsicht der Danziger Sozialen Infrastruktur umfassend modernisiert. Der Umfang der Investition umfasst die Anpassung des historischen Gebäudes für kulturelle Aktivitäten, wobei seine ursprüngliche architektonische Form erhalten bleibt. Die Arbeiten werden auf der Grundlage eines genehmigten Restaurierungsprogramms durchgeführt. Nach seiner Fertigstellung wird das Gebäude als Musikzentrum dienen.
Geschichte des Tempels in der 2A Mennonitenkirche in Gdańsk
Die Mennonitenkirche wurde 1819 erbaut. Ihre Architektur resultierte aus den Grundsätzen der mennonitischen Gemeinschaft, die Schlichtheit und die Unterordnung des Raums unter die sakrale Funktion betonten. Die Bauweise war sparsam im Ausdruck und verzichtete auf aufwendige Verzierungen. Die Fachwerkfassaden wurden zunächst ohne Putz belassen, der erst in den 1880er Jahren aufkam.
Veränderungen nach dem Zweiten Weltkrieg
Der Tempel überlebte den Zweiten Weltkrieg, und nach dem Ende des Krieges und dem Abzug der mennonitischen Gemeinde und der Deutschen aus Danzig erfüllte das Gebäude nicht mehr seine sakrale Funktion. In den folgenden Jahrzehnten wurde es für verschiedene Zwecke genutzt, bis es schließlich kulturellen und musikalischen Zwecken gewidmet wurde.

2A Mennonitenkirche – Umfang der Arbeiten
Die derzeitige Investition umfasst eine umfangreiche Rekonstruktion und Innenanpassung. Geplant ist die Modernisierung des Konzertsaals, einschließlich der Erneuerung der Böden, der Bühne und der Balkone. Das Projekt sieht den Wiederaufbau und die Vergrößerung des Westportals und den Wiederaufbau des Nordportals in seiner historischen Form unter Verwendung einer Holzkonstruktion vor. Ein wichtiger Teil der Investition sind die Restaurierungsarbeiten im Zusammenhang mit der Rekonstruktion der ehemaligen Ausstattung, einschließlich Empore und Kanzel. Der Umfang der Arbeiten umfasst auch den Austausch von Fenstern und Türen sowie den Einbau neuer Einrichtungen. Das Gebäude wird vollständig an die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen angepasst und mit modernen Beschallungs-, Beleuchtungs- und Veranstaltungsunterstützungssystemen ausgestattet.
Finanzierung und Zeitplan der Investition
Das Projekt wird mit Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Programms „Europäische Fonds für Pommern“ für die Jahre 2021 bis 2027 durchgeführt. Der Wert des gesamten Projekts beläuft sich auf 18.685.803,78 PLN und die Höhe der EU-Finanzierung auf 12.912.953,80 PLN. Der Abschluss der Arbeiten ist für Ende 2027 geplant.
Quelle: Pressematerialien
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