Danzig: TBS Motława wird weitere Mietshäuser renovieren

In der Unterstadt von Danzig steht eine weitere große Sanierung bevor. TBS Motława bereitet die Unterlagen für das Projekt an der Wróbleja- und der Szczygla-Straße vor, wo die gesamte Fassadenreihe der Mietshäuser restauriert wird, darunter das Eckhaus aus dem Jahr 1894. An dessen Giebel sind bis heute die Initialen „AL“ zu sehen, die dem ersten Eigentümer des Gebäudes gehören. Das Projekt soll neue Mietwohnungen zu moderaten Mieten schaffen, die für Menschen mit mittlerem Einkommen bestimmt sind, die zu viel verdienen, um eine Sozialwohnung zu erhalten, aber zu wenig, um einen Kredit für den Kauf einer eigenen Wohnung zu bekommen.

Die Geschichte dieses Teils von Danzig reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Damals entwickelte sich die Unterstadt zu einem dicht bebauten Viertel für Arbeiter, Handwerker und Menschen, die mit dem Hafen zu tun hatten. Entlang der Straßen Wróbleja, Szczygla und Kurza entstanden Mietshäuser, die kompakte Quartiere bildeten. Die Entwicklung des Viertels wurde durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen. Im Jahr 1945 hörte ein Großteil der Unterstadt auf zu existieren, und die erhaltenen Gebäude wurden später stiefmütterlich behandelt, weshalb sie heute Ruinen sind. Besonders schwierig war die Lage in dem von den Straßen Wróblą, Szczygła, Kieturakisa und Reduta Wyskok begrenzten Viertel, wo sich noch vor wenigen Jahren 12 historische, extrem vernachlässigte Gebäude und ein Nebengebäude befanden.

Die Veränderungen in diesem vergessenen Viertel begannen mit dem von TBS Motława durchgeführten Revitalisierungsprogramm. Anstelle der Nachkriegslücken entstanden neue Gebäude, deren Maßstab an die historische Bebauung angepasst war. Ein wichtiger Meilenstein war das Ende 2020 fertiggestellte Projekt in der Wróbleja-Straße 23. Dort entstanden 39 Wohnungen, eine Tiefgarage sowie eine neue Infrastruktur. Dank dieses Bauvorhabens kehrte das Leben in die Straße zurück. Doch damit gab man sich nicht zufrieden, sondern setzte die Maßnahmen zur Wiederherstellung der früheren Fassaden und zum Wiederaufbau des städtischen Gefüges fort.

TBS Motława

Eine weitaus größere Herausforderung stellte das Mietshaus in der Szczygla-Straße 3/4 dar. Gutachten ergaben einen sehr schlechten technischen Zustand des Gebäudes, was eine Rettung der gesamten historischen Konstruktion unmöglich machte. Der Denkmalschutzbeauftragte der Woiwodschaft ordnete jedoch an, die historische Fassade zur Straßenseite hin zu erhalten. So wurde die ursprüngliche Fassade bewahrt, renoviert und dahinter ein neues Gebäude errichtet. Das Projekt wurde 2023 abgeschlossen. Das Gebäude umfasst 21 Wohnungen, eine Tiefgarage, einen Aufzug sowie Abstellräume. Bei dieser Gelegenheit wurde ein Abschnitt der Szczygla-Straße samt der unterirdischen Infrastruktur umgebaut.

Die Arbeiten in der Unterstadt gehen unvermindert weiter. Im Juli 2025 begann der Bau an der Szczygla-Straße 2, der das neue Viertel zwischen den Straßen Wróblą, Szczygla, Kieturakisa und Reduta Wyskok abschließen wird. Dort entstehen insgesamt 23 Wohnungen sowie eine Tiefgarage für 22 Autos. Die Fertigstellung des Projekts ist für die zweite Hälfte dieses Jahres geplant. TBS Motława bereitet zudem die Unterlagen für die nächste Phase der Revitalisierung dieses Stadtteils vor. Die Arbeiten sollen die gesamte Straßenfront mit dem Eckhaus aus dem Jahr 1894 umfassen. Der Investor möchte den Gebäuden ihr ursprüngliches Aussehen zurückgeben und neue Mietwohnungen im TBS-Konzept schaffen. Das Unternehmen plant weitere Sanierungen und Neubauten, unter anderem an den historischen Mietshäusern in der Kurza-Straße. Durch diese Initiativen gewinnt die Unterstadt nach und nach das Flair und den Charme zurück, den sie vor 1945 hatte.

Quelle: tbsmotlawa.pl

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