Warszawska Wytwórnia Energii, fot. Jan Zoll

Das Architekturbüro Foroom beim Architekturpreis des Warschauer Bürgermeisters

Das Warschauer Architekturbüro Foroom wurde für den Architekturpreis des Warschauer Bürgermeisters in der Kategorie „Öffentliche Architektur“ nominiert. Das nominierte Projekt, die Warschauer Energieerzeugungsanlage, die nach den Standards der „Best Available Technology“ (BAT) betrieben wird, zeichnet sich nicht nur durch seine Größe aus, sondern auch durch einen ganzheitlichen Ansatz in den Bereichen Umweltschutz, Energieeffizienz und gesellschaftliche Bildung.

Die Warschauer Energieerzeugungsanlage, eine der technologisch und architektonisch fortschrittlichsten Infrastruktureinrichtungen in Europa, gehört zu den nominierten Projekten im Wettbewerb um den Architekturpreis des Warschauer Bürgermeisters. Verfasser des architektonischen Entwurfs dieses einzigartigen Bauvorhabens, das für das Städtische Abwasserentsorgungsunternehmen der Hauptstadt Warschau realisiert wird, ist das Architekturbüro Foroom.

Die Warschauer Energieerzeugungsanlage befindet sich in der Zabraniecka-Straße 2 im Stadtteil Targówek und ist ein Schlüsselelement der Transformation der städtischen Abfallwirtschaft. Es handelt sich um eine der größten und modernsten Anlagen zur thermischen Verwertung von Siedlungsabfällen in Europa, die nach den Standards der „Best Available Technology“ (BAT) betrieben wird. Jährlich wird die Anlage zwischen 260.000 und 300.000 Tonnen Siedlungsabfälle verarbeiten und diese in Strom und Wärme umwandeln, die in einer hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung für Zehntausende Haushalte in Warschau erzeugt werden.

Warschauer Energieerzeugungsanlage, Foto: Jan Zoll

„Das Warschauer Energieerzeugungswerk ist eines der wichtigsten und anspruchsvollsten Projekte in der Geschichte unseres Architekturbüros. Es handelt sich um ein Projekt, bei dem die Architektur höchsten technologischen und ökologischen Standards gerecht werden und gleichzeitig ein für die Einwohner offenes und in das Stadtgefüge eingebettetes Gebäude schaffen musste. Es ist uns gelungen, fortschrittliche ingenieurtechnische Lösungen mit einer hohen Qualität des öffentlichen Raums zu verbinden und damit zu zeigen, dass moderne Infrastruktur nicht nur effizient, sondern auch architektonisch attraktiv sein kann. „Für FOROOM ist dies ein Projekt, das die Richtung für unser Denken über die Zukunft der Gestaltung von Industrie- und städtischen Objekten vorgibt“, sagte Bartłomiej Grotte, Architekt, Vorstandsvorsitzender von Foroom und einer der Autoren des Projekts.

Ein integraler Bestandteil des Komplexes ist zudem eine moderne Sortieranlage für getrennt gesammelte Abfälle mit einer Kapazität von 30.000 Tonnen pro Jahr, die die Entwicklung der Kreislaufwirtschaft sowie die Umsetzung der Recyclingziele der Stadt unterstützt.

Das Projekt zeichnet sich nicht nur durch seine Größe und seinen technologischen Fortschritt aus, sondern auch durch die Qualität der architektonischen Lösungen. Das Projektteam, bestehend aus Foroom, Sweco Consulting und der Sweco GmbH, hat es sich zum Ziel gesetzt, ein Objekt zu schaffen, das über das Schema einer typischen Industrieinfrastruktur hinausgeht und zu einem integralen Bestandteil der Stadt wird.

Im Gebäude wurde ein Lehrpfad eingerichtet, der den Prozess der Energiegewinnung aus Abfall veranschaulicht, sowie ein Aussichtspunkt auf dem Schornstein, von dem aus man das Panorama von Warschau bewundern kann. Auf den Dächern des Gebäudes wurden Grünflächen mit einer Gesamtfläche von rund 20.000 m² angelegt, die mit einheimischer Vegetation aus Masowien bepflanzt sind. Dort entstanden außerdem eine Mini-Imkerei und ein Amphitheater. Die charakteristischen Baukörper der Anlage, die mit einer Fassadenverkleidung aus Gitterwerk versehen sind, werden nach Einbruch der Dunkelheit durch eine eindrucksvolle Beleuchtung hervorgehoben.

Foto: Łukasz Bartyzel, Foroom-Team

Besonderes Augenmerk wurde auf Umweltmaßnahmen gelegt. Dank fortschrittlicher Abgasreinigungssysteme, einer kontinuierlichen Emissionsüberwachung sowie Technologien zur Reduzierung von Lärm und Geruchsbelästigungen gehört das Warschauer Kraftwerk zu den modernsten und umweltfreundlichsten Anlagen dieser Art in Polen. Die Anlage ist ein Beispiel für eine verantwortungsvolle Gestaltung der städtischen Infrastruktur, die hohe technologische Anforderungen mit der Sorge um die Qualität des öffentlichen Raums und den Komfort der Bewohner verbindet.

Foroom ist ein seit 2005 tätiges Warschauer Architekturbüro, das sich auf Wohn-, Büro-, öffentliche, industrielle und Energieprojekte spezialisiert hat. Das Büro erbringt umfassende Planungsleistungen – von Investitionsanalysen und architektonischen Konzepten bis hin zur fachübergreifenden Dokumentation und Bauaufsicht. Das Team von FOROOM besteht aus etwa 20 Planern, die mit erfahrenen Ingenieurbüros zusammenarbeiten. Das Büro nutzt fortschrittliche BIM-Technologien (Building Information Modelling), die eine effiziente Steuerung des Planungsprozesses und die Optimierung von Lösungen in jeder Phase des Bauvorhabens ermöglichen. Zu seinem Portfolio gehören sowohl große Gewerbe- und Wohnbauprojekte als auch strategische Infrastruktur- und Energieinvestitionen.

Architekturentwurf: Bartłomiej Grotte, Konrad Waligóra, Rafał Jedliński, Maciej Pędzich

Weitere Informationen: www.foroom.com.pl

Quelle: Pressematerialien

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