Das Ferienhaus nach einem Entwurf von Aleksandra Wieczorek. So hat sie es eingerichtet!

Das Ferienhaus, dessen Innenausstattung von Aleksandra Wieczorek entworfen wurde, ist ein Raum, in dem Farbe, Form und Struktur miteinander harmonieren. Das Projekt basiert auf gewagten Kombinationen, doch nichts ist hier dem Zufall überlassen. Elemente, die auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen mögen, wurden mit viel Fingerspitzengefühl miteinander verbunden und schaffen so ein Interieur voller Energie, das gleichzeitig ruhig und stimmig wirkt. Es ist ein Raum, der von Licht, Material und subtilen Bezügen zur Küstenlandschaft lebt.

Ausgangspunkt war ein sandfarbener Travertinboden, der in einem klassischen römischen Muster verlegt wurde. Dieser Stein zieht sich durch das gesamte Haus – auch durch das Schlafzimmer – und verleiht ihm einen mediterranen Charakter. Mit dem Travertin begann der Dialog zwischen polnischem Handwerk und italienischer Eleganz. Das Ergebnis ist ein Raum, in dem natürliche Materialien auf die Liebe zur Form treffen und lokale Akzente mit südländischer Leichtigkeit harmonieren.

Im Wohnbereich zieht das Wellenmotiv die Blicke auf sich, das sich auf dem Spiegel wiederfindet und sanft auf das nahegelegene Meer verweist. Die organischen Linien der Sessel erinnern an vom Wasser geglättete Steine, und die weichen Rundungen durchbrechen die Geometrie des Steinbodens. Farbe wurde hier mit Fingerspitzengefühl eingesetzt: Sie ist präsent, dominiert aber nicht und schafft eine Atmosphäre der Freude und Freiheit. Modernes Design wird hier mit Elementen kombiniert, die an den englischen Stil anknüpfen, doch moderne Technologien wurden nicht vergessen. Interessant präsentiert sich im Wohnbereich der Serif-Fernseher auf seinen charakteristischen Standfüßen.

Die Küche wurde so gestaltet, dass sie den Raum nicht dominiert. Die Einbauküche nimmt die Form einer eleganten Kommode an und erinnert dadurch eher an ein Möbelstück als an eine klassische Küche. In das Wohnzimmer eingebettet, wird sie zu dessen natürlicher Erweiterung. Diese Lösung unterstreicht den ungezwungenen, urlaubsartigen Charakter des Hauses, in dem die Grenzen zwischen den Funktionen zugunsten des Komforts verschwimmen.

Eine wichtige Rolle spielen die Details – jene, die man erst im täglichen Gebrauch entdeckt. Elektrische Armaturen aus Porzellan, skulpturale Türgriffe, sorgfältig ausgewählte Griffe und Oberflächen. Ein besonderes Element ist die Treppe, die in das Obergeschoss führt. Die Marmorstufen sind der einzige Teil, der aus der Zeit vor der Renovierung erhalten geblieben ist, während das Geländer speziell angefertigt wurde. Es ist aus Metall, gebogen, von der Art-déco-Ästhetik inspiriert und mit patinierten Details in Form kleiner Kreise versehen, wodurch eine eindrucksvolle Komposition entsteht. Begleitet wird es von einem großformatigen Gemälde von Giza Kwiecień, das dem Raum Ausdruckskraft verleiht.

Im Obergeschoss erhält das Haus einen intimeren Charakter. Das Schlafzimmer ist in warmen Orange- und Grüntönen gehalten und schafft eine Atmosphäre, die der Erholung förderlich ist. Grün wird zum Leitmotiv dieser Etage – es taucht auch im Arbeitszimmer auf, wo ein Meeresblau die Möbel dominiert, sowie im Badezimmer, das mit dreidimensionalen Fliesen mit markanter Struktur ausgestattet ist.

Der letzte Raum ist ein kleines Gästezimmer – gemustert, leicht boudoirartig und voller Humor. Trotz seiner kompakten Größe bietet es Platz für einen funktionalen Kleiderschrank, ein Schlafsofa und eine Konsole, die als Schreibtisch dient. Dekorative Motive mit Palmen, Blumen und Federn verleihen ihm Leichtigkeit und einen exotischen Charakter und schaffen einen einladenden Raum für Besucher.

Der überraschendste Akzent des Hauses ist der sogenannte Powder Room, also ein kleines Gästebad. Man betritt es, vorbei an verspielten Äffchen, die sich in den dekorativen Details verstecken. Der Innenraum ist von tiefen Meeresblautönen erfüllt, die einen intensiven, repräsentativen Effekt erzeugen. Es ist ein Raum, der mit einem Augenzwinkern gestaltet wurde und gleichzeitig das gesamte Projekt zusammenfasst: mutig, fröhlich, voller Charakter und bewusst komponiert.

Entwurf: Aleksandra Wieczorek

Fotos: Hanna Połczyńska – Kroniki

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