Das Innere eines Hauses in Gdańsk. Der Raum ist 140 Quadratmeter groß

Es ist ein vielseitiger Raum, in dem jedes Mitglied des Haushalts seinen eigenen Platz hat. Die Inneneinrichtung des Hauses in Gdańsk wurde von Marta Kozakiewicz und Paulina Rubinkowska entworfen. Das Haus hat eine Fläche von 140 Quadratmetern und wurde für eine vierköpfige Familie gebaut, die Minimalismus und bunte Accessoires schätzt. So entstand das Playwood House – ein Projekt, das rohe Einfachheit mit der Wärme natürlicher Materialien verbindet.

Das Äußere des Gebäudes verkörpert das Prinzip „weniger ist mehr“. Ein schlichter Kubus mit leicht geneigtem Dach (mit furnierten Holzschindeln gedeckt) steht auf einem niedrigen Sockel aus rohem Beton, der Leichtigkeit und Abgehobenheit ausstrahlt. Die Fassade ist mit Birkenfurnierplatten verkleidet, deren warmer Farbton mit der Kühle der Stahleinbauten und der vom Boden bis zum Dach reichenden Verglasung kontrastiert. Versteckte Dachrinnen und monolithische Fensterrahmen unterstreichen die geometrische Reinheit des Entwurfs.

Das Innere von Playwood House ist ein einziger, zusammenhängender Lebensraum, der nur durch dezente Verglasungen und Möbel in Wohn-, Ess- und Küchenbereich unterteilt ist. Natürliches Licht strömt durch große Fenster ein, die den Blick auf das Grün des Waldes freigeben. Die Wände sind hell und glatt geblieben, was die Textur des Holzes auf dem Boden und die einfachen Möbelstücke – maßgefertigt aus massiver Eiche und furnierten Platten – hervorhebt. Die minimalistische Küche mit einer Insel aus rohem Beton folgt der Idee der Funktionalität: Jedes Element hat eine streng definierte Aufgabe, und überflüssige Verzierungen sind sorgfältig gestalteten Ablageflächen und Schiebefronten gewichen.

Die Schlaf- und Privaträume befinden sich in separaten „Flügeln“ des Hauses, wobei die Intimität dank verschiebbarer Trennwände erhalten bleibt. In jedem von ihnen fällt die dezent integrierte LED-Beleuchtung auf, die die klaren Linien der Möbel und das warme Holz unterstreicht. Die Bäder sind in Grau- und Weißtönen gehalten, wo minimalistische Armaturen mit Betonarbeitsplatten und begehbaren Glaskabinen kombiniert werden und eine raue Spa-Atmosphäre schaffen.

Im Playwood House geht es nicht nur um eine schlanke Form, sondern auch um einen bewussten Dialog mit der Natur. Die Terrassen rund um das Gebäude gehen nahtlos in den Innenraum über und laden zum Leben im Freien“ ein, ohne dass der Wohnbereich verlassen werden muss. Hölzerne Podeste führen zum moosbewachsenen Wald, während die Panoramaverglasung die Grenze zwischen Innen und Außen fast aufhebt.

Die Investoren und Architekten betonen übereinstimmend, dass der Schlüssel zum Erfolg dieses Projekts der Verzicht auf unnötige Details und die Konzentration auf die Qualität der Materialien war. Das Ergebnis: Das Playwood House sieht nicht nur leicht und modern aus, sondern verspricht auch zeitlose Beständigkeit und Benutzerfreundlichkeit. In einem Zeitalter überbordender Formen und Reize wird dieses Haus zu einem Refugium der Einfachheit, in dem es um Entspannung, Kontakt mit der Natur und auf die Bedürfnisse des Alltags zugeschnittene Funktionalität geht.

entwurf: Marta Kozakiewicz und Paulina Rubinkowska – Zusammenarbeit im Kreatura Design Studio

fotos: fotomohito

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