Das Upper One wächst in die Höhe. Es soll letztendlich 131,5 m hoch werden

An der Kreuzung der Grzybowska-Straße und der Aleja Jana Pawła II in Warschau entsteht derzeit ein neuer Wolkenkratzer. Der fast 132 Meter hohe „Upper One“ entsteht an der Stelle des ehemaligen Bürogebäudes „Atrium International“ aus den 90er Jahren. Für den Entwurf des verglasten Turms ist das Architekturbüro medusa group verantwortlich, Bauherr ist STRABAG Real Estate, das das Jahr 2027 als Fertigstellungstermin angibt. Wie laufen die Arbeiten?

Das Atrium International musste weichen

Dem Bauprojekt ging der Abriss des bestehenden Bürogebäudes aus dem Jahr 1995 voraus, das vom Architekturbüro Kazimierski i Ryba entworfen worden war. Die Abrissarbeiten wurden 2023 abgeschlossen, wodurch das Gelände für die Neubebauung freigemacht wurde. Die Warschauer mochten das alte Gebäude, weshalb sein Verschwinden in der Hauptstadt auf recht negative Resonanz stieß. Der Investor blieb jedoch unbeeindruckt und begann bald mit dem Bau des mehrstöckigen, unterirdischen Teils des Hochhauses. Anschließend wurde mit der Errichtung der oberirdischen Stockwerke begonnen. Das Tempo der Arbeiten war beeindruckend hoch, was dazu führte, dass das Gebäude in relativ kurzer Zeit emporwuchs.

Upper One und seine Architektur

Das Projekt Upper One präsentiert sich als markanter Baukörper mit asymmetrischer Form und einer Fassade in Form eines Glasvorhangs mit vertikalen, leicht geschwungenen Fensterflächen. Diese Anordnung erzeugt den Eindruck einer geriffelten Fassade, die die Reflexionen der Umgebung bricht und zusätzlich die Schlankheit der gesamten Konstruktion unterstreicht. Bemerkenswert sind auch die fünf Panoramaaufzüge, die von der Südseite des Hochhauses aus sichtbar sind. Nach Fertigstellung erhält die Kreuzung der Grzybowska-Straße und der Aleja Jana Pawła II neben dem Q22 und dem Westin-Hotel ein weiteres Wahrzeichen.

upper one warszawa
Die drei Bauphasen des Grundstücks an der Kreuzung der Grzybowska-Straße und der Jana-Pawła-II-Allee. Foto: Google Maps, whitemad.pl und medusa group

Entwurf: medusa group, Bauherr: Strabag

Der Hochhauskomplex wird einen Bürobereich sowie die dazugehörige Infrastruktur umfassen. Den Nutzern stehen acht Doppeldeck-Aufzüge zur Verfügung, die zwei Etagen gleichzeitig bedienen. Auf den obersten Etagen entstehen Aussichtsplattformen, die den Mietern zur Verfügung stehen. Unterirdisch wurden fünf Etagen als Parkhaus für über 200 Fahrzeuge errichtet, einschließlich Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Die Anordnung der Gebäude von Upper One ermöglicht den Durchgang durch das Areal, ohne den Verkehr zwischen den umliegenden Straßen zu beeinträchtigen.

Upper One – Baufortschritt

Derzeit wächst der Wolkenkratzer weiter in die Höhe. Es sieht so aus, als würde die Konstruktion bald ihre endgültige Höhe erreichen, auch wenn die Visualisierung die Proportionen etwas verzerrt und die tatsächlichen Abmessungen nicht wiedergibt. Auf der Baustelle laufen die Arbeiten an einem Teil der Fassade, wo bereits zahlreiche Fenster eingebaut wurden. Die unteren Bereiche des Gebäudes bleiben hingegen von Gerüsten verdeckt. Über dem Ganzen thronen Kräne, die davon zeugen, dass die Arbeiten auf Hochtouren laufen. Wenn alles nach den Plänen des Investors verläuft, wird Warschau um diese Zeit im nächsten Jahr einen neuen Wolkenkratzer in seiner Skyline vorweisen können.

Entwurf: Medusa Group

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