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Das Wassertankhaus „Gruba Kaśka“ wird derzeit renoviert. Es handelt sich um ein wertvolles historisches Bauwerk

Das Warschauer Wasserturm „Gruba Kaśka“ zählt zu den interessantesten Relikten der klassizistischen Architektur der Hauptstadt. Das Denkmal aus dem späten 18. Jahrhundert wird seit dem Sommer letzten Jahres einer umfassenden Restaurierung unterzogen, da es unter fortschreitendem Verfall der Baustoffe, durch Fahrzeuge verursachten Schäden und den Folgen von Vandalismus litt.

„Gruba Kaśka” – eine Rotunde aus dem 18. Jahrhundert

„Gruba Kaśka“ entstand zwischen 1783 und 1787 als Überbauung eines städtischen Brunnens und war ein wichtiger Bestandteil des ehemaligen Placyk Tłomackie. Der runde Pavillon wurde schnell zu einem der Wahrzeichen dieses Teils von Warschau. Der von den Einwohnern der Hauptstadt vergebene Spitzname bezog sich höchstwahrscheinlich auf den kompakten, zylindrischen Baukörper. Der Brunnen überstand den Zweiten Weltkrieg mit mäßigen Schäden, die weitaus geringer waren als bei den umliegenden Gebäuden. Das Bauwerk wurde 1947 wieder aufgebaut, und einige Jahre später wurde seine Umgebung vollständig modernisiert. Bei der Trassierung der neuen W-Z-Straße geriet der historische Brunnen zwischen die Fahrbahnen der stark befahrenen Verkehrsader.

Auswirkungen des Straßenverkehrs und des Zeitablaufs

Die letzte umfassende Renovierung erfolgte im Jahr 2004. Seitdem war das Bauwerk ständig starken Erschütterungen durch den Straßenbahn- und Autoverkehr ausgesetzt. Auch Abgase, Feuchtigkeit und Verschmutzungen, die sich an der Fassade ablagerten, wirkten sich negativ aus. An den Wänden traten Risse, Putzabplatzungen und Spuren von Vandalismus auf. Der Sandsteinsockel und die Gesimse wiesen Spuren früherer Reparaturen auf, und ein Teil der Steinfragmente begann an den Kontaktstellen mit der Kupferdachdeckung zu bröckeln. Das Blech selbst hatte sich verformt und war undicht geworden. Am alarmierendsten war jedoch der Zustand der Holzbalken, die die Brunnenöffnung sichern. Die Elemente waren morsch und verfault und mussten daher dringend ausgetauscht werden.

Die Umgebung des Wassereinzugsgebiets früher und heute. Foto: B. Kirshenblatt-Gimblett, A. Polonsky Polin. „1000 Jahre Geschichte der polnischen Juden“, Museum der Geschichte der polnischen Juden, Warschau 2014 und Mateusz Markowski/Whitemad.pl

Die Konservierung erfolgt in Etappen

Verantwortlich für die Durchführung der Arbeiten ist die Stadtverwaltung für Straßenbau, die im vergangenen Jahr einen Auftragnehmer ausgewählt hat. Der historische Wasserturm wurde mit Gerüsten ummantelt, und die Arbeiten werden aufgrund der Besonderheiten der Konservierung sowie der schwierigen Arbeitsbedingungen mitten auf einer stark befahrenen Straße schrittweise durchgeführt. Bisher wurden unter anderem ausgewählte Elemente demontiert und notwendige Abbrucharbeiten durchgeführt. Außerdem wurden Gerüste aufgestellt, die den Beginn der Arbeiten am Dach und im Inneren der Rotunde ermöglichten. Die Restauratoren reinigen die hölzernen Teile des Dachstuhls, entfernen Korrosionsspuren, führen Desinfektionsmaßnahmen durch und beheben Materialschäden.

„Gruba Kaśka“ – Rettung für eines der Wahrzeichen Warschaus

Darüber hinaus werden Arbeiten durchgeführt, um das Dach vor Undichtigkeiten zu schützen. Fachleute dichten die Dachdeckung ab und verstärken die Elemente, die am stärksten der Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Von nicht geringer Bedeutung ist auch die Wiederherstellung von Details und die Instandsetzung der Fassade, die Spuren langjähriger Zerstörung aufweist. Die Renovierung soll dem Bauwerk sein früheres Aussehen zurückgeben und es für die Zukunft sichern. Dies ist lohnenswert, da „Gruba Kaśka“ zu den wenigen Relikten des Warschaus des 18. Jahrhunderts gehört, die die Kriegskatastrophe und die späteren Umgestaltungen der Stadt überstanden haben.

Quelle:ZDM Warschau

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