Wiata typu "Ł" warszawa
Odnowiona wiata przy dawnej Cepelii. Fot. PAP/Szymon Pulcyn

Der „Ł“-Typ-Carport ist ins Zentrum von Warschau zurückgekehrt. Ein echter Klassiker!

Die Bushaltestelle vom Typ „Ł“ steht den Fahrgästen im Zentrum von Warschau wieder zur Verfügung. Das restaurierte Exemplar wurde neben der ehemaligen Cepelia aufgestellt und erinnert an die Zeiten, als silberne Bushaltestellenüberdachungen ein alltäglicher Anblick auf den Straßen der Hauptstadt waren. Dieser Klassiker aus einer Zeit vor über einem halben Jahrhundert hat nach wie vor einiges zu bieten!

Die „Ł“-Haltestelle wieder an der Marszałkowska

Die feierliche Enthüllung fand am 21. September 2026 statt. Die restaurierte „Ł“-Haltestelle wurde an der Haltestelle „Centrum 01“ an der Marszałkowska aufgestellt. Die Nachbarschaft des ehemaligen Cepelia-Pavillons, der Kaufhäuser „Centrum“ und des Hotels „Forum“ (heute Novotel) passt gut zu ihrer modernistischen Ästhetik. Anlässlich der Rückkehr wurden eine kostenlose Fahrt mit einem Jelcz-Berliet mit einer Reiseleiterin, Erinnerungsfahrkarten sowie süße Leckereien angeboten. Nach der Feier kehrte die Bushaltestelle zu ihrer ursprünglichen Aufgabe zurück, nämlich den auf den Bus wartenden Menschen Schutz zu bieten.

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Wartehäuschen vor dem ehemaligen Parteihaus, 1980er Jahre. Quelle: NAC

Die Anfänge im Jahr 1974

Das Modell kam erstmals beim Bau der Łazienkowska-Straße zum Einsatz, von der es seinen Namen hat. Die ersten Entwürfe wurden im Februar 1974 im Gleisbauwerk des MZK an der Obozowa-Straße vorgestellt. Bereits im Mai wurden die ersten Exemplare an der Haltestelle „Pomnik Lotnika“ aufgestellt, noch bevor die Trasse eröffnet wurde. Ende des Jahres waren es bereits 70, darunter auch auf der Wisłostrada. Bis 1984 stieg die Zahl der „Ł“-Haltestellen auf über 1.200, und im Jahr 2005 waren noch über 900 davon vorhanden. Im Laufe der Zeit wurden die silbernen Überdachungen zu einem festen Bestandteil des Straßenbildes der Hauptstadt.

Wartehäuschen vom Typ „Ł“: Schlichtheit, Glas und silberfarbenes Dach

Um diese spezielle Bushaltestelle zu erkennen, braucht man keine Kenntnisse der Verkehrsgeschichte. Es genügen ein breites, deutlich hervorstehendes Dach, Metallpfosten, große Verglasungen und Holzbänke. Die Aluminiumelemente unterstrichen die schlichte, geometrische Form, und die transparenten Wände ermöglichten den Blick auf die Straße. Der Entwurf wird oft Ryszard Bojar zugeschrieben, doch gibt es keine hundertprozentige Gewissheit über die Urheberschaft. Was die Konstruktion betrifft, so befanden sich unter den Aluminiumelementen korrosionsanfällige Stahlteile. Der langjährige Betrieb verschlechterte deren Zustand nach und nach und beschleunigte den Austausch der Wartehäuschen gegen andere, neuere Modelle.

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Eine renovierte Warte vom Typ „Ł“. Foto: Stadtverwaltung Warschau

Die Überdachung hat die Herzen der Reisenden erobert

Die Beliebtheit der Überdachungen vom Typ „Ł“ bei den Fahrgästen hat einen sehr praktischen Grund. Das breite, undurchsichtige Dach schützt vor Regen und spendet bei Hitze Schatten. Die verglasten Wände dämpfen Windböen, und die Holzelemente laden zum Ausruhen im Sitzen oder Stehen ein. Bereits in Studien vor mehr als einem Dutzend Jahren wurden Stimmen von Fahrgästen verzeichnet, die die „Ł“-Überdachungen gerade wegen ihres wirksamen Wetterschutzes verteidigten. Ihre Vorteile lassen sich bei längerem Warten auf den Bus leicht schätzen. Die schlichte Form ergab sich aus den alltäglichen Bedürfnissen der Nutzer, und die vollständige Überdachung ist nach wie vor ein starkes Argument für sie.

Eine Bushaltestelle vom Typ „Ł“, die aus den erhaltenen Teilen wiederhergestellt wurde

Die Rückkehr der Kult-Bushaltestelle ins Zentrum der Hauptstadt erforderte eine sorgfältige Restaurierung. Für die Sanierung wurden die am besten erhaltenen Teile der beiden letzten Exemplare in Warschau verwendet, die zuvor an der Grzybowska-Straße und an der Aleja Gen. Stanisława Maczka standen. Die Arbeiten wurden von der Firma Tejbrant durchgeführt. Da keine vollständige technische Dokumentation vorlag, musste auf Archivfotos zurückgegriffen werden, und ein Teil der Aluminiumelemente wurde neu angefertigt. Besonders aufwendig war die Rekonstruktion des Daches, das ursprünglich auch Holzteile enthielt. Das Ganze endete jedoch mit einem großen Erfolg! Ein Stück des Alltagslebens in Warschau aus vergangenen Jahrzehnten steht nun wieder allen Fahrgästen offen. Man muss sich nur hinsetzen und auf den Bus warten.

Quelle: Stadtverwaltung Warschau, pap.pl, transinfo.pl, dzieje.pl

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