wiz. STUDIOS Architecture Paris & Selldorf Architects

Der Louvre wird umgebaut. Unter anderem wird es neue Grünflächen geben.

Der Louvre wird umgebaut. Das französische Kulturministerium hat die Ergebnisse des internationalen Architekturwettbewerbs im Rahmen des Programms „Louvre Nouvelle Renaissance“ bekannt gegeben. Für die Neugestaltung des berühmtesten Pariser Museums werden die Büros STUDIOS Architecture Paris und Selldorf Architects aus New York verantwortlich sein. Das Projekt stellt die größte Modernisierung der Institution seit dem Bau der Glaspyramide von Ieoh Ming Pei vor fast 40 Jahren dar.

Der Louvre wird umgebaut

Das Programm „Louvre Nouvelle Renaissance“ wurde Anfang 2025 auf Initiative des französischen Präsidenten ins Leben gerufen. Der Anstoß war einfach: Das Museum benötigt eine grundlegende Modernisierung, neue Räume für Besucher und eine bessere Besucherführung. Im Mittelpunkt der Veränderungen steht die Grande Colonnade, die berühmte Fassade mit einer Reihe von Säulen, die zwischen 1667 und 1674 nach einem Entwurf von Claude Perrault erbaut wurde. Die beeindruckende Fassade des Museums gilt heute als Juwel des französischen Klassizismus. Genau dort wird der neue Haupteingang der Institution entstehen, der den überfüllten Bereich der Pei-Pyramide entlasten und den Besucherstrom von Millionen von Besuchern pro Jahr optimieren soll.

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Der Louvre heute und in Zukunft. Foto: Google Earth und STUDIOS Architecture Paris & Selldorf Architects

Die Rückkehr der historischen Achse von Paris

Das Projekt der Büros STUDIOS Architecture Paris und Selldorf Architects konzentriert sich auf die historische Ost-West-Achse, die vom Cour Carrée über die Pyramide bis zum Triumphbogen und zum Geschäftsviertel La Défense verläuft. Die Architekten wollen die Lesbarkeit dieser Perspektive wiederherstellen und die Kolonnade der Fassade hervorheben. In den das Museum umgebenden Gräben entstehen Grünflächen sowie neue Wege und Gehwege, die über sanfte Rampen führen, die in der Dicke der Steinmauern verborgen sind. Auf der Ebene der Gräben werden Restaurants, Buchhandlungen und Ruhezonen zugänglich sein. Die Projektverantwortlichen betonen nachdrücklich die Beziehung zwischen Stein und Vegetation, die den thermischen Komfort der Besucher während der Pariser Hitzewellen verbessern soll.

Der Louvre wird umgebaut: neuer Raum für die Mona Lisa

Ein weiterer wichtiger Teil des gesamten Projekts sind zwei neue unterirdische Eingänge, die sich auf beiden Seiten des Grabens befinden, von der Seine und der Rue de Rivoli aus. Neue Verkehrswege führen die Besucher direkt zu den Ausstellungsbereichen und zu dem Raum, der dem berühmtesten Schatz des Louvre gewidmet ist, nämlich der Mona Lisa. Das Museum erhält zudem einen modularen Saal für Wechselausstellungen mit hohem technischem Standard. Die Leitung des Louvre kündigt eine Verbesserung der Besichtigungsbedingungen, eine bessere Übersichtlichkeit der Rundgänge und eine intuitivere Gestaltung des gesamten Komplexes an.

Der Louvre heute und in Zukunft. Foto: Google Earth und STUDIOS Architecture Paris & Selldorf Architects

Der Beginn einer langjährigen Modernisierung

Nach der Auswahl des Siegerentwurfs kündigte Museumsdirektorin Catherine Pégard eine Konsultationsphase an, die mit den Mitarbeitern des Louvre, den Pariser Behörden, staatlichen Stellen und den Einwohnern geführt wird. Der Umbau soll die Funktionsweise der Institution verändern, die seit Jahrzehnten mit einer überlasteten Infrastruktur zu kämpfen hat. Diesmal geht es jedoch um mehr als nur ein neues architektonisches Wahrzeichen. Im Vordergrund stehen nun die täglichen Erfahrungen der Besucher, bessere Arbeitsbedingungen für das Personal und die Rückgewinnung des bisher ungenutzten Raums rund um die historische Grande Colonnade.

Entwurf: STUDIOS Architecture Paris & Selldorf Architects

Quelle: Französisches Kulturministerium

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