Chwarzno-Wiczlino ist eines der neueren Stadtviertel von Gdynia. Die ehemaligen Stadtränder haben sich in relativ kurzer Zeit zu einem weitläufigen Gebiet mit Wohnblocks und Häusern gewandelt, das an den Dreistädte-Landschaftspark grenzt. In Kürze wird dieser Ort ein neues Zentrum für Begegnungen und das Leben der Bewohner erhalten. In einem von der Hossa-Gruppe organisierten Architekturwettbewerb wurde ein Konzept für ein Gastronomie- und Dienstleistungszentrum ausgewählt, das von der Kaschubei und der früheren Bebauung der Gutshöfe inspiriert ist.
Chwarzno-Wiczlino sucht sein eigenes Zentrum
Chwarzno-Wiczlino ist derzeit der größte Stadtteil von Gdynia und zeichnet sich vor allem durch eine große Anzahl an Wäldern, Wiesen und Parks aus. Die Hossa-Gruppe ist hier seit Beginn der intensiven Entwicklung der Gegend tätig und organisierte bereits 2012 Charrette-Workshops unter Beteiligung von Anwohnern, Stadtplanern und Kommunalpolitikern, die der Zukunft des Stadtteils gewidmet waren. Nach der Fertigstellung von Wohnsiedlungen wie Wiczlino-Ogród, Fort Forest oder Sokółka Zielenisz beschloss der Investor, einen Raum zu schaffen, der das tägliche Leben der Anwohner integriert.
Wettbewerb der Hossa-Gruppe
Das neue Gebäude für Gastronomie und Dienstleistungen wird am Park und am Teich in einer Spazier- und Erholungsgegend entstehen. Der Investor erwartete von den Teilnehmern des Wettbewerbs einen Entwurf, der sich gut in die grüne Umgebung und die bestehende Bebauung einfügt und gleichzeitig die Bewohner dazu anregt, dort Zeit zu verbringen. Drei Architekturbüros wurden zur Teilnahme eingeladen. OVO Grąbczewscy erarbeiteten mehrere Varianten, die auf leichten Formen und einer weitläufigen Öffnung zum Teich basieren. Zu den Vorschlägen gehörten Holzpavillons mit wellenförmigen Dächern sowie geometrische Baukörper mit begrünten Terrassen. SIM Architekci hingegen präsentierten das Konzept „Q.R.K.A“, das von Waldpilzen inspiriert ist. Ihr Entwurf basiert auf drei Stahlbetontrichtern, die das Dach tragen, unter dem neun organisch geformte Räumlichkeiten angeordnet sind.
Entwurf des Teams um den Architekten Marcin Woyciechowski
Die größte Anerkennung der Jury erhielt jedoch der Entwurf des Teams unter der Leitung des Architekten Marcin Woyciechowski, der sich auf den Charakter einer typischen kaschubischen Siedlung bezieht. Die Komposition des siegreichen Entwurfs besteht aus drei Baukörpern, die von den historischen Höfen der Dörfer Chwarzna und Wiczlina inspiriert sind. Der nördliche Teil knüpft an die Fachwerkbauweise an, der südliche an die Backsteinarchitektur mit Keramikziegeln, während der mittlere Teil eine vereinfachte, helle Form mit deutlich zeitgenössischem Ausdruck erhielt. Auffällig ist auch das mit Stroh gedeckte Dach, das als bewusste Anspielung auf die traditionelle kaschubische Bauweise verstanden wird.

Flexible Innenräume und Platz für die Bewohner
Die Designer des Teams unter der Leitung von Architekt Marcin Woyciechowski setzten auf große Gestaltungsfreiheit bei der Innenraumgestaltung sowie auf die Möglichkeit, das Objekt in neun unabhängige Gastronomie- oder Dienstleistungslokale aufzuteilen. Die drei Hauptgebäude können separat genutzt werden, und die gesamte Nutzfläche wird fast 1240 m² betragen. Unterschiedliche Raumhöhen und große, zum Teich hin ausgerichtete Fensterfronten sollen eine offenere Beziehung zur Umgebung schaffen und die Bewohner dazu animieren, das neue Gebäude zu besuchen.
Chwarzno-Wiczlino mit neuem Zentrum
Dies ist jedoch nur ein Teil eines größeren Investitionsvorhabens. Auf der anderen Seite des Teiches entsteht ein zweistöckiges Gebäude für die Bewohner des Stadtteils. Im Obergeschoss werden Räume für Sport-, Bildungs- und Kunstaktivitäten untergebracht sein, während im Erdgeschoss Dienstleistungsräume, Geschäfte und kleine Gastronomiebetriebe entstehen. Der Investor betont, dass die neuen Einrichtungen den täglichen Begegnungen der Bewohner und lokalen Initiativen förderlich sein sollen und einen freundlichen Raum zum Verweilen schaffen.
„Chwarzno-Wiczlino ist ein Stadtteil, in dessen Entwicklung wir uns seit vielen Jahren stark engagieren, weshalb wir auch wirklich zahlreiche Basisinitiativen der lokalen Gemeinschaft wahrnehmen. Unsere Beobachtungen zeigen, dass viele interessante Projekte sich großer Beliebtheit erfreuen, jedoch stehen oft räumliche Schwierigkeiten im Weg. Ich denke, dass das neue Objekt die Rolle eines Zentrums übernehmen kann, das verschiedene Formen der Aktivitäten der Bewohner bündelt“, sagt Andrzej Mierzejewski, Projektleiter des Centrum Chwarzno-Wiczlino.
Quelle: Hossa-Gruppe
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Architekturbüro unter der Leitung von Arch. Marcin Woyciechowski
OVO Grąbczewscy
SIM Architekci



