Die Renovierungsarbeiten an dem modernistischen Stellwerk, das allgemein als „Grzybek“ bekannt ist, sind am Warschauer Westbahnhof abgeschlossen. Die Renovierung erfolgte auf der Grundlage von Beschlüssen des masowischen Woiwodschaftsdenkmalpflegers vom April 2024 und April 2025. Ziel der Restaurierung des Gebäudes war es, sein ursprüngliches Aussehen wiederherzustellen und seinen technischen Zustand zu verbessern.
Umfang der durchgeführten Arbeiten
Während der Renovierung wurden das Gebäude getrocknet, die abgehängten Decken restauriert und die Fenster- und Türrahmen ausgetauscht. Darüber hinaus wurden die Sanitär- und Heizungsanlagen modernisiert und die ursprüngliche Raumaufteilung wiederhergestellt. Nach der Renovierung hat das Gebäude sein charakteristisches Aussehen aus den 1960er Jahren wiedererlangt, ohne seine moderne Funktionalität einzubüßen.
„Grzybek“ – Geschichte des Gebäudes
Das Stellwerk in der Tunelowa-Straße 8 wurde 1965 nach einem Entwurf des Büros für Eisenbahnplanung gebaut. Das Gebäude ersetzte ein früheres Stellwerk aus den 1930er Jahren. Das Gebäude wurde 2023 in die Denkmalliste eingetragen, da es das einzige erhaltene Element des nicht realisierten Konzepts für den Ausbau des Warschauer Westbahnhofs aus den 1960er und 1970er Jahren ist. Der Standort des „Grzybek“ zwischen den Bahnsteigen 8 und 9 sollte die künftige Erweiterung des Bahnhofs erleichtern, die damals jedoch nicht zustande kam.

Architektur und Bedeutung
Das Gebäude besteht aus einem Hauptraum in Form eines abgeflachten Zylinders, der etwa 10 Meter in die Höhe ragt. Daran schließt sich ein etwa 15 m hohes Treppenhaus an. Große verglaste Flächen ermöglichen einen freien Blick auf die Gleise, was für die Planer von Anfang an eine Priorität war. Das Gebäude ist ein Beispiel für modernistische Eisenbahnarchitektur, die Funktionalität mit hohem ästhetischen Wert verbindet.
der „Pilz“ als Symbol für die Modernisierung des Bahnhofs
der „Grzybek“ ist zu einem festen Bestandteil der Landschaft des Bahnhofs Warszawa Zachodnia geworden. Er ist ein Zeugnis für die Pläne zur Modernisierung des Eisenbahnknotens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und ein Beispiel für die gelungene Verbindung von funktionalen und künstlerischen Aspekten. Die Erhaltung und Restaurierung dieses Gebäudes ermöglicht es, das Erbe der wertvollen Eisenbahnarchitektur zu bewahren, die das Bild der polnischen Bahnhöfe über die Jahre hinweg geprägt hat.
quelle: Woiwodschaft Masowien, Beauftragter für Denkmalschutz
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Der Rangierbahnhof vor und nach der Renovierung. Foto: WUOZ in Warschau





