Postępy w budowie. Fot. K. Greń, Z. Komorowska

Die Arctowski-Antarktisstation in Polen – es gibt Neuigkeiten vom Bau!

Die polnische Antarktisstation „Henryk Arctowski“ hat auf ihrem Facebook-Profil einige Neuigkeiten vom Bau veröffentlicht. Das Projekt wird vom Institut für Biochemie und Biophysik der Polnischen Akademie der Wissenschaften durchgeführt und zählt zu den anspruchsvollsten Vorhaben, die von nationalen wissenschaftlichen Einrichtungen außerhalb Europas realisiert werden. Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf die Fertigstellung des Gebäudekörpers und die Installation der technischen Anlagen im Inneren.

Polnische Antarktisstation – Baufortschritte

Das neue Gebäude entsteht auf King-George-Island im Südlichen Shetland-Archipel vor der Küste der Antarktischen Halbinsel. Dieses Gebiet gehört zu den am besten zugänglichen Teilen der Antarktis, ist aber gleichzeitig starken Einflüssen des Meeresklimas ausgesetzt. Trotz dieser widrigen Bedingungen ist der Bau bereits weit fortgeschritten, unter anderem was die Außenverkleidung betrifft. Der Großteil der Paneele wurde montiert, und die Teams schließen die Montage der letzten Rahmen des Holzskeletts ab. Außerdem werden Dacharbeiten durchgeführt, deren Priorität darin besteht, das Gebäude vollständig abzudichten. Mit jeder Woche nähert sich das Objekt der Fertigstellung, was in einem so rauen Klima von entscheidender Bedeutung für die weiteren Arbeiten im Zusammenhang mit der Innenausstattung ist.

Bauen in der Antarktis ist nicht einfach

Auch im Inneren des Gebäudes ist viel los. Derzeit werden Trennwände und Türen eingebaut. In vielen Räumen sind die wesentlichen Bauarbeiten bereits abgeschlossen, und einige davon verfügen sogar schon über eine Beleuchtung. Wie die Mitarbeiter berichten, sind die Arbeiten an der Lüftungsanlage am weitesten fortgeschritten; diese ist zu etwa 80 Prozent fertiggestellt. Dies ist besonders wichtig für die Personen, die sich auf der Station aufhalten, da das System aus Kanälen und Lüftungszentralen bereits teilweise in Betrieb genommen wurde und die Beheizung des Gebäudes ermöglicht. Auch die Arbeiten an den Wasser- und Abwasserinstallationen laufen, einschließlich der ersten Anschlüsse an die Sanitäranlagen.

Polska Stacja Antarktyczna
Baufortschritte. Foto: K. Greń, Z. Komorowska

Energie an der Arctowski-Station

Die polnische Antarktisstation baut auch die Energieinfrastruktur aus. Vor kurzem wurde ein Energiespeicher in Betrieb genommen, mit dem die Stromversorgung des neuen Gebäudes getestet wird. Die Arbeiter setzen zudem die Montage von Photovoltaikmodulen an den bestehenden technischen Gebäuden fort. Die Anlagen sind bereits in der Generatorhalle installiert, und weitere Arbeiten werden in der Garagenhalle durchgeführt. Der Ausbau des Systems zur Energiegewinnung aus Sonnenstrahlung ist von außerordentlicher Bedeutung für die Reduzierung des Verbrauchs konventioneller Brennstoffe und die Steigerung der Selbstversorgung der Station.

Polnische Antarktisstation „Henryk Arctowski“

Das Projekt wird seit 2018 in den kurzen Bausaisons während des antarktischen Sommers durchgeführt. Der Zeitplan hat sich aufgrund der Pandemie und geopolitischer Spannungen, die sich auf die Logistik der Lieferungen ausgewirkt haben, geändert. Der Transport der Materialien erfordert einen mehrstufigen Vorgang, der eine Seestrecke von über 14.000 km sowie eine vorherige Probemontage im Inland umfasst. Eine zusätzliche Erschwernis stellen die extremen Bedingungen dar, darunter starke Winde, niedrige Temperaturen und die eingeschränkte Zugänglichkeit des Geländes. Die neue Station wird die veralteten Gebäude aus den 1970er Jahren ersetzen, die den heutigen Sicherheits- und Forschungsstandards nicht mehr genügen. Die Umsetzung dieses Projekts ist von grundlegender Bedeutung für die Aufrechterhaltung der ganzjährigen Präsenz Polens in der Antarktis sowie für die Durchführung fortgeschrittener Forschungen zur polaren Umwelt.

Quelle: Polnische Antarktisstation namens Henryk Arctowski

Fotos: K. Greń, Z. Komorowska

Investor: Institut für Biochemie und Biophysik der Polnischen Akademie der Wissenschaften
Generalplaner, architektonisches Konzept:Kuryłowicz & Associates
Multidisziplinäres Konzept:Kuryłowicz & AssociatesundBuro Happold
Bauaufsicht: Project Management
Gesamtplanung: DEMIURG und Home of Houses
Bauausführung: Dekpol Budownictwo

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