Die 48 Quadratmeter große Wohnung im Warschauer Stadtzentrum entstand an der Schnittstelle mehrerer Ordnungen: Kunst und Funktion, Geometrie und organische Gestik. Es ist ein Dialog zwischen Ikonen des weltweiten Designs und Objekten polnischer Künstler und Marken. Im Erdgeschoss eines modernen Gebäudes gelegen und mit Zugang zur Terrasse, versucht sie nicht, sich als neutrales Stadtapartment zu tarnen. Im Gegenteil – schon auf den ersten Blick offenbart sie ihren szenografischen, fast galerieartigen Charakter. Verantwortlich für das Projekt ist Gosia Kotyczka, Gründerin des Ateliers OBIEKTY STUDIO.
Eigentümer der Wohnung ist Kamil Zieliński, Gründer der Marken Górna Półka, Upper Half und Zieliński Interior (über die Eröffnung des Showrooms der Marken Górna Półka und Upper Half haben wir kürzlich HIER berichtet). Bereits zu Beginn des Entwurfsprozesses stand die Idee im Vordergrund, gemeinsam ein Interieur voller polnischem Design und eigenständiger Objekte zu schaffen. Die Wohnung sollte nicht nur ein privater Lebensraum für den Bauherrn werden, sondern auch eine Art künstlerischer Punkt auf der Landkarte Warschaus – ein Ort, an dem polnische Marken und Werke zeitgenössischer Künstler in einen Dialog mit den Klassikern des weltweiten Designs treten.
Im Projekt finden sich unter anderem Objekte der Marken Górna Półka, Zieta Studio, Nobonobo, Puff Buff, Embassy Interiors, Ciarko, Trufle Mozaiki, Omnires, Kalmar, TUDI, Ceramics 36. Gemeinsam fügen sie sich in eine stimmige Komposition ein, in der Möbel, Bilder, Furnier, Stoffe und Licht als gleichwertige Elemente eines räumlichen Puzzles wirken. Die Wohnung lässt sich wie ein Spielbrett lesen, auf dem grelle, kontrastreiche Möbel und geometrische Formen nicht nur die funktionale Anordnung ordnen, sondern den Raum auch in einzelne Szenen unterteilen. Es handelt sich jedoch nicht um eine zufällige Collage. Das Projekt basiert auf einer präzise kontrollierten Inszenierung, in der jedes Objekt seinen Platz, sein Gewicht und seine Wirkungsrichtung hat.

Eingang
Schon im Eingangsbereich wird deutlich, dass der Raum nicht auf offensichtliche Weise geführt wird. Spiegel, ein doppelseitiger Schrank und geometrische Volumen teilen die Wohnung in Zonen auf, schließen sie jedoch nicht eindeutig ab. Was ein enger Flur sein könnte, wird zu einer Abfolge von Spiegelungen, Durchblicken und Verschiebungen. Die einzelnen Formen wirken wie Elemente einer Inszenierung: Sie rahmen Ausblicke ein und leiten den Blick weiter in Richtung Wohnzimmer.

An der Eingangswand und an den Türen finden sich Wandbilder von Karol Gawroński – einem polnischen Maler und Grafiker. Karols intensive Pinselführung durchbricht die Glätte der Oberflächen und verleiht der gesamten Wohnung einen persönlichen, fast performativen Charakter. Die Zeichnung ist hier kein aufgehängtes Bild, sondern eine Intervention, die direkt in die Innenarchitektur eingebettet ist.

Der beigefarbene Mikrozement des Fußbodens bildet eine ruhige, einheitliche Basis, auf der Möbel und Objekte stärker zur Geltung kommen. Seine glatte, fast mineralische Oberfläche ordnet das Ganze und lässt gleichzeitig die ausdrucksstärkeren Elemente hervortreten. In diesem Bereich spielt die Konsole „Hedera“ von Embassy Interiors eine besondere Rolle – aus Aluminium, asymmetrisch, mit unregelmäßigen Linien, die zwischen der Funktion eines Möbelstücks und einem skulpturalen Objekt balanciert. Ihr kühler Glanz harmoniert gut mit den Spiegeln und der auf Putz verlegten Elektroinstallation, die, anstatt versteckt zu werden, zu einer grafischen Metalllinie wird, die an der Decke entlangführt.
Schlafzimmer
Das Schlafzimmer wurde abgetrennt, ist aber nicht vom Rest der Wohnung abgeschnitten. Seine Grenzen sind weich und nicht eindeutig: Sie werden durch einen vom Zimmer und vom Flur aus zugänglichen beidseitigen Schrank sowie eine geometrische Trennwand mit Blick auf das Wohnzimmer gebildet. Dadurch bewahrt der kleine Raum seine Intimität, verliert aber nicht den Kontakt zum Licht und zum Rhythmus der gesamten Wohnung.
Über dem Bett befindet sich ein Wandbild von Karol Gawroński – ein ausdrucksstarker, skizzenhafter Kopf, der die Dimension des kleinen Schlafzimmers sofort verändert. Es wirkt wie ein starkes grafisches Zeichen – ein monumentales Porträt, das auf die Wand eines privaten Raums übertragen wurde. In Kombination mit der rauen Betondecke und der weichen, burgunderroten Bettwäsche erzeugt das Wandbild eine Spannung zwischen der Ruhe und der Ausdruckskraft einer großen malerischen Geste.

Für die Einrichtung des Schlafzimmers ist die Marke Górna Półka verantwortlich. Das Bett Aria mit seinem markanten Kopfteil wurde nach einem Entwurf von Ettore Sottsass mit ALPI-Furnier veredelt. Seine kontrastreiche Maserung bringt eine lebendige, fast malerische Oberfläche in den Raum, die mit dem Wandbild korrespondiert, aber dekorativer und zweckmäßiger bleibt. Farblich ergänzt wird es durch die Beistellmöbel von Górna Półka: den Tisch Londo und den Nachttisch aus der neuesten Kollektion Aska.

Das Interieur des Schlafzimmers wird durch eine handgewebte Wolldecke erwärmt, deren rhythmisches, farbenfrohes Muster Assoziationen an geometrische Abstraktion weckt. Die weiche, flauschige Textur kontrastiert mit dem kühlen Edelstahl des Schranks und der Strenge der Decke. Daneben steht der Keramikheizkörper Kalmar Tubes Milano, dessen Form über die technische Funktion hinausgeht und zu einem skulpturalen Element der Einrichtung wird. Seine Präsenz unterstreicht den Charakter des Schlafzimmers als Raum, in dem sich Funktion und Objektivität ständig durchdringen.
Wohnzimmer
Das Wohnzimmer ist der offenste Teil der Wohnung, aber auch der Ort mit der größten Dichte an Formen. Hier zeigt sich am deutlichsten die Idee des Interieurs als Bühne für Objekte. Die einzelnen Möbelstücke bilden kein braves Ensemble, sondern eine Anordnung unabhängiger Persönlichkeiten.
Die Fensterfront wurde mit Dekoma-Vorhängen in drei Farbtönen verkleidet, die einen subtilen Ombré-Effekt erzeugen. Die Stoffe mildern die Betonstruktur der Wohnung, filtern das Licht und verleihen dem Raum Fluidität. Ihre Zartheit steht im Kontrast zur markanten Struktur der Trennwand, die mit dem einzigartigen Furnier ALPI Maritime Pine nach einem Entwurf von Kengo Kuma verkleidet ist. Das von der Struktur der Rinde der Küstenkiefer inspirierte Dekor hat einen organischen, aber sehr grafischen Charakter. Seine unregelmäßige, rissige Maserung verleiht dem Wohnzimmer Tiefe und eine fast waldartige, „dschungelartige“ Intensität.

Dieselbe Trennwand trennt nicht nur den Wohnbereich vom Schlafzimmer, sondern hält auch einen visuellen Dialog zwischen beiden Bereichen aufrecht. Ein verglaster Ausschnitt in ihrer Form rahmt den Blick auf das Wandbild im Schlafzimmer ein und lässt das Licht ungehindert zwischen den Räumen fließen. Dadurch nimmt die Raumaufteilung der Wohnung nicht den Atem. Es ist eher ein Filter als eine Wand – ein Element, das gleichzeitig trennt und zur Schau stellt.
Im Wohnzimmer findet sich auch ein restauriertes Maralunga-Sofa, dessen Stoff sanft mit der warmen, braunen Komposition aus Furnier und Vorhängen harmoniert. Diese eher stimmungsvolle Anordnung wird durch die Stehlampe LOZY aufgelockert. Die Wiederholung dieses Modells im Schlafzimmer wirkt wie ein subtiler Rhythmus, der beide Bereiche miteinander verbindet.

Auf dem handgewebten Wollteppich stehen aus Massivholz gedrechselte Beistelltische der Marke Górna Półka. Ihre lockere Anordnung belebt den Sitzbereich und verstärkt den Eindruck, dass das Wohnzimmer weniger eine klassische Möbelgruppe als vielmehr eine lebendige Komposition ist. Neben einander stehen eine Ikone des weltweiten Designs und zeitgenössisches polnisches Design: der Pollock Armchair, entworfen von Charles Pollock im Jahr 1960 für Vitra, und der Sessel Parfait der Marke Nobonobo. Der erste bringt grafische Disziplin, präzise Linienführung und die Eleganz eines modernistischen Objekts in den Raum. Der zweite, massiver und weicher, gleicht dies durch die Körperlichkeit seiner Form aus. Zusammen schaffen sie einen Dialog zwischen Konstruktion und Komfort, zwischen Klassik und zeitgenössischer Interpretation von Entspannung.

Eines der zentralen Motive in der gesamten Wohnung ist die horizontale Einbaukonstruktion, die sich vom Wohnzimmer bis in die Küche erstreckt. Es handelt sich um ein multifunktionales Möbelstück, einen Stauraum, einen Hintergrund für Kunst und das kompositorische Rückgrat des Raumes. Für die Anfertigung der maßgefertigten Möbel ist Zieliński Interior verantwortlich, wodurch die Einbauelemente präzise an den Grundriss der Wohnung und ihren szenografischen Charakter angepasst wurden. Die Fronten wurden mit Drucken versehen, die Fragmente von Werken Karol Gawrońskis zeigen, sowie mit dekorativen ALPI-Furnieren. Im Wohnbereich beherbergt die Einbauwand ein Modul mit einem versteckten Fernseher, das auf dem PEKA Hawa-Schiebetürsystem basiert. Nach dem Schließen verschwindet das Gerät, und die Front mit einem Druck, der vom Gemälde „I am the best“ inspiriert ist, wird Teil einer großen, malerischen Fläche.
In diesem Teil des Interieurs kehrt auch ein dezenter, tierischer Akzent zurück: Ein Panther aus einem Werk von Karol Gawroński, die organische Maserung des Furniers, skulpturale Objekte und weiche, pelzige Texturen vermitteln den Eindruck eines urbanen Dschungels. Dabei handelt es sich jedoch nicht um wörtliche Dekoration, sondern eher um eine unterschwellige Energie, die die geometrische Disziplin des Entwurfs durchbricht.

Der mittlere Stauraum, verborgen hinter Fronten mit einem vom Gemälde „Pantera“ inspirierten Aufdruck, geht fließend in den funktionalen Küchenbereich mit verstecktem Kühlschrank und Haushaltsgeräten über. Die darüber angebrachte Leuchtreklame mit der schlichten Botschaft „kitchen open late_“ rundet diese Sequenz humorvoll und leicht ab und unterstreicht, dass die Küche in dieser Wohnung kein Hinterzimmer ist, sondern ein integraler Bestandteil des Wohnbereichs, der den Bewohnern zu jeder Tageszeit zur Verfügung steht.
Küche
Die Küche wurde als Arbeitsraum konzipiert, jedoch nicht als technischer Raum. Ihre schlichte Form aus Edelstahl reflektiert das Licht und die umgebenden Farben, wodurch sie trotz ihrer Strenge optisch leicht wirkt. Die Stahlfronten dominieren den Raum nicht, sondern wirken wie eine ruhige, glänzende Fläche, in der Teile der Möbel schimmern.
Durch den Einsatz eines Induktionskochfelds mit integrierter Dunstabzugshaube der Marke Ciarko konnte auf schwere Oberschränke verzichtet werden. Dadurch wurde die Wand über der Arbeitsplatte freigelegt, und anstelle massiver Schränke erscheint ein zartes, grafisches Regal. Den Hintergrund bildet ein neutraler, beiger Mikrozement, der auch auf dem Boden verwendet wurde. Sein warmer Farbton harmoniert gut mit der Travertinverkleidung von Kamieniarz Warszawski, die in die Küche und den Eingangsbereich einen natürlichen, mineralischen Kontrapunkt setzt. Vor dem Hintergrund dieser zurückhaltenden Basis kommt die rote La Marzocco-Espressomaschine von Coffeedesk besonders gut zur Geltung. Sie wirkt wie ein kleines, intensives Objekt auf einer stählernen Bühne – zweckmäßig, aber fast schon wie ein Sammlerstück. Sie bringt die Energie der Farbe in die Küche, unterstreicht deren alltägliche, rituelle Dimension und korrespondiert mit der minimalistischen Armatur SWITCH von Omnires.

Der Mittelpunkt des Wohnbereichs ist jedoch der gelbe Tisch, der von der Designerin speziell für diesen Raum entworfen wurde. Seine Form mit der charakteristischen Öffnung entzieht sich der klassischen Definition eines Tisches. Er ist nicht nur eine Arbeits- oder Esstischplatte, sondern ein Objekt, das Bewegung und Beziehungen organisiert. Die Öffnung in der Mitte kann als Pause in der Komposition gelesen werden – eine Leere, die der Form Leichtigkeit verleiht und den Raum um sie herum belebt. Der Tisch wird zu einer Art modernem Mittelpunkt des Hauses, jedoch ohne wörtliche Bedeutung.
Um ihn herum stehen Stühle aus verschiedenen Designrichtungen: von der Ikone des dänischen Designs – dem Modell 3107 von Arne Jacobsen für Fritz Hansen – über die Metallobjekte von Zieta Studio, die in der innovativen FIDU-Technologie gefertigt wurden, bis hin zu lokalen Produkten der Marke Górna Półka, den Stühlen LUV, entworfen von Zuzanna Muszalska. Sie bilden kein Ensemble, sondern einen Dialog – über die Geschichte des Designs, technologische Experimente und persönliche Entscheidungen.
Der gelbe Tisch baut eine starke, monochrome Beziehung zu anderen Objekten von Zieta Studio auf: dem Hocker Plopp und der Lampe Blade in derselben Farbe. In der Wohnung finden sich auch weitere Objekte dieser Marke. Ihre gewölbten, reflektierenden Oberflächen fangen das Licht und Teile des Interieurs ein und erzeugen kleine optische Störungen.

Über dem Tisch hängt eine Leuchte der Marke Puff Buff, deren transparente, blasenartige Form Leichtigkeit und eine gewisse Portion Humor in den Raum bringt. In Kombination mit der Betondecke und den auf Putz verlegten Elektroinstallationen wirkt sie wie eine weiche Wolke, die in einer industriellen Konstruktion festgehalten wird.
Die Küche wird durch Gebrauchsgegenstände polnischer Marken ergänzt: Gusseisengeschirr von TUDI, handgefertigte Keramik der Warschauer Künstlerin Aleksandra Sikorska, die die Marke czarnejestdobre führt, Tassen von Ceramics36 sowie hölzerne Mühlen von Mill Mood Studio. Es sind Alltagsgegenstände, die jedoch als Teil der Komposition betrachtet werden und dem Raum Farbe, Struktur und handwerkliche Details verleihen.
Der Rhythmus der auf Putz verlegten Elektroinstallation wird durch die vom Art-déco-Stil inspirierten Glaslampen der Marke Embassy Interiors ergänzt. Ihre zarte Geometrie mildert den industriellen Charakter der auf Putz verlegten Rohre und sorgt für ein subtiles, leuchtendes Ornament.
Badezimmer
Das Badezimmer wurde hinter einer Spiegelwand verborgen, weshalb sein Eingang im Raum fast verschwindet. Dieser Kunstgriff vergrößert nicht nur optisch die Wohnung, sondern öffnet auch die Wahrnehmung des Innenraums: Er reflektiert das Wohnzimmer, das Schlafzimmer, Teile der Möbel und der Beleuchtung, wodurch es schwerfällt, eindeutig zu bestimmen, wo der reale Raum endet und wo sein gespiegeltes Bild beginnt. Wenn man diese unsichtbare Grenze überschreitet, gelangt man in einen Raum mit einer ganz anderen Atmosphäre: intimer und theatralischer, der jedoch nach dem gleichen Prinzip der Spiegelreflexe funktioniert.
Das markanteste Element des Badezimmers ist ein Glasmosaik der Marke Trufle Mozaiki, das auf einem Ausschnitt aus Karol Gawrońskis Werk „Arena“ basiert. Die Komposition wurde nur zur Hälfte nachgebildet. Die zweite Hälfte erscheint erst im Spiegel, wodurch sich das Bild durch die Reflexion vervollständigt. Der Ring wird erst dann zu einem Ganzen, wenn der Raum durch den Blick in Bewegung gesetzt wird. Diese Geste lässt sich symbolisch lesen: als Bild der Konfrontation mit sich selbst, des täglichen Kampfes, den jeder in seinem eigenen Rhythmus führt. Die Stärke dieses Badezimmers liegt darin, dass der funktionale Raum in eine Mikroinstallation verwandelt wird, in der sich das Mosaik, die Reflexionen der skizzenhaften Wandbilder und der Nutzer selbst zu einer intensiven Szene zusammenfügen.

An einer der Wände befindet sich ein Einbauelement mit Toilettenschüssel, das mit kalifornischem Nussbaumfurnier verkleidet ist. Seine dunkle, dekorative Maserung verleiht dem Raum Tiefe und Wärme. Der freistehende Sockel für das Waschbecken wurde nach einem Entwurf von Patricia Urquiola mit geometrischem Furnier verkleidet, was ihm den Charakter eines eigenständigen Objekts und nicht eines typischen Badezimmerschranks verleiht. Keramik und Armaturen aus den Kollektionen OVO und Y der Marke Omnires, die sich in einer zurückhaltenderen Formensprache halten, ordnen das Ganze und lassen die Materialien zur Geltung kommen. Das Badezimmer trennt, ebenso wie die gesamte Wohnung, die Welt nicht in einen funktionalen und einen künstlerischen Bereich. Jede Funktion hat hier ihre eigene Form und Textur.
Auf 48 Quadratmetern ist ein mutiger und vielschichtiger Raum entstanden. Von Kunst durchdrungen, aber tief im Alltag verwurzelt. Objekte, Materialien und Formen bilden eine gemeinsame, intensive Komposition, in der die geringe Fläche nur scheinbar eine Einschränkung darstellt. Das Projekt zeigt, dass eine kleine Fläche nicht zwangsläufig Kompromisse und Zurückhaltung bedeuten muss. Sie kann zu einem Ort ausdrucksstarker Gestaltung und bewusst aufgebauter Identität werden.
Die Kunst von Karol Gawroński fungiert in diesem Projekt nicht als Dekoration, die nach Abschluss des Projekts hinzugefügt wurde. Sie ist in Türen, Einbauten, Mosaiken und Wänden integriert. Ebenso sind Möbel und Objekte polnischer Marken kein Zusatz, sondern eines der wichtigsten Mittel zur Schaffung der Identität des Innenraums. In diesem Sinne ist das Projekt ein Manifest der lokalen Designszene: Es zeigt, dass polnisches Design ohne Komplexe einen Dialog mit den Ikonen des weltweiten Designs führen kann.
Weitere Informationen:gornapolka.com
Text: Gosia Kotyczka
Entwurf: Gosia Kotyczka, OBIEKTY STUDIO
Fotos: Mood Authors
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