Nach Sopot kehrt die Leuchtreklame „Molo” zurück, die vor vielen Jahren über dem Haupteingang zum Pier leuchtete. Die Autoren des rekonstruierten Schildes greifen auf einen Entwurf aus der Mitte des 20. Jahrhunderts zurück, und seine erneute Installation wird mit der Renovierung des historischen Tors verbunden sein. Derzeit befindet sich dort die gelbe Aufschrift „MOLO” aus den 60er Jahren.
Die Leuchtreklame „Molo” und ihre Geschichte
Die Beschriftung über dem Eingangstor zum Pier von Sopot wird nach einem erhaltenen Entwurf aus den 1950er und 1960er Jahren gestaltet. Ihre Form wurde vom Rhythmus der Meereswellen inspiriert und knüpfte an die Ästhetik einer Epoche an, in der Neonreklamen nicht nur der Werbung dienten, sondern auch als wichtiges Erkennungszeichen für einen bestimmten Ort oder ein bestimmtes Objekt fungierten. Die Rückkehr zum alten Design ist umso erfreulicher, als es gerade Leuchtschriften und Grafiken waren, die vor Jahren das Bild der polnischen Kurorte und Hafenstädte prägten.
„Renovierung des Tors und Wiederherstellung der Leuchtreklame Molo über dem historischen Eingang”
Das Projekt wurde im Rahmen des Bürgerhaushalts von Sopot für das Jahr 2026 unter dem Namen „Renovierung des Tors und Wiederherstellung der Leuchtreklame Molo über dem historischen Eingang” ausgewählt. Der Umfang des Projekts umfasst die Montage eines neuen Leuchtschildes und die Renovierung des Tores selbst, das nach dem Umbau des Eingangs zum Pier heute als Souvenir dient. Die Stimme der Einwohner gab den Ausschlag dafür, dass die Stadt statt eines erneuten Austauschs der Beschilderung eine Lösung wählte, die Sopot ein Stück seiner schönen Geschichte zurückgibt.

Das zweite Leben der modernen Aufschrift „MOLO”
Die derzeitige gelbe Aufschrift „MOLO” wird demontiert, aber nicht eingelagert. Die Behörden von Sopot sind offen für Vorschläge zu ihrer Wiederverwendung an einem anderen Ort. Trotz ihrer zukünftigen Entfernung vom Tor hat sie sich in die Geschichte des Kurorts eingeschrieben und verdient einen würdigen Platz. Zur Zusammenarbeit sind Einwohner und Künstler eingeladen, die einen neuen Kontext für die Ausstellung vorschlagen könnten.
Renovierung des Tors unter Aufsicht des Konservators
Die Arbeiten am ehemaligen Eingangstor konzentrieren sich auf die Entfernung von sekundären Putzen und Farbschichten, das Ausbessern von Fehlstellen, die Reinigung der Mauerfläche und die Anbringung eines neuen Putzes auf den Überresten des ehemaligen Kasinogebäudes. Auch der Austausch der Beleuchtung ist vorgesehen. Das gesamte Projekt wird unter der Aufsicht des Denkmalschutzbeauftragten durchgeführt.
Architektonische Ikone von Sopot
Die Seebrücke von Sopot ist seit fast 200 Jahren eines der berühmtesten Bauwerke an der Ostsee. Sie wurde 1827 als kleiner Holzsteg erbaut und in den folgenden Jahren verlängert und modernisiert. Ende der 1920er Jahre erhielt sie ihre Form, die das Bauwerk in ganz Europa berühmt machte. Mit einer Länge von über einem halben Kilometer, der sich in die Danziger Bucht hinein erstreckt, gilt sie als die längste Holzpromenade des Kontinents.
Quelle: esopot.pl, StadtverwaltungSopot
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