Am östlichen Ufer des Paprocański-Sees entstand ein Bauwerk, das die Gestaltung der hiesigen Promenade strukturiert und abrundet. Der Entwurf für die Marina stammt aus dem Architekturbüro RS Robert Skitek. Die Konstruktion ist eine natürliche Verlängerung der Promenade und zugleich ein moderner Ort, der den Bedürfnissen der Segler gerecht wird, die das Gewässer nutzen. Dieser Effekt konnte dank sorgfältig ausgewählter Materialien erreicht werden.
Einige Jahre zuvor wurde in der Nähe der Kanu-Anlegeplatz MOSM in Betrieb genommen. Das neue Gebäude hat die Funktionen im Zusammenhang mit dem Segelsport übernommen: Es beherbergt Bootsunterstände, Clubräume sowie Schulungsräume. Um Konflikte zwischen Fußgängern und den Nutzern der Anlegestelle zu vermeiden, entschieden sich die Architekten für eine Lösung, die das gesamte Gelände strukturiert – der Spazierweg wurde über den Baukörper geführt.
Das Dach des Gebäudes wurde Teil der Promenade. Die Konstruktion schwebt fließend über der Marina und fällt hinter ihr ab, wodurch ein sanfter Bogen entsteht, der zurück zum älteren Teil des Ufers führt. Dadurch haben Segler freien Zugang zu den Stegen, und Spaziergänger können sich ungestört bewegen, ohne den Betrieb des Yachthafens zu beeinträchtigen.
Der Baukörper wurde in die Form der Landzunge eingefügt, wodurch die Uferlinie optimal genutzt werden konnte. Die Promenade wurde aus Lärchenbrettern gefertigt, wodurch der neue Abschnitt mit dem früheren Bauwerk harmoniert. Auf der Seeseite verläuft eine lange Sitzbank, und auf der gegenüberliegenden Seite wurde ein vertiefter Grünstreifen angelegt. Die Stege werden von anlegenden Booten genutzt, und die Slipanlage ermöglicht das Zuwasserlassen von Ausrüstung.
Die Eingangsbereiche wurden mit hochwertigen Türen mit Mehrpunktverriegelungen und elektrischen Türöffnern ausgestattet, während in den Clubräumen Fenster zum Einsatz kamen, die sich bei großen Glasflächen bewährt haben. An ausgewählten Stellen finden sich Flügelfenster, die eine natürliche Belüftung erleichtern. Im Inneren des Gebäudes wurden leichte Aluminiumvitrinen eingebaut, und dort, wo es die Vorschriften erforderten, Trennwände mit erhöhter Feuerwiderstandsfähigkeit.

Dank dieser Lösungen konnten die Architekten einen zum See hin offenen Raum schaffen, der gleichzeitig widerstandsfähig gegen Beanspruchung und wechselnde Witterungsbedingungen ist. Die gewählte Fenster- und Türkonstruktion wurde hier zu einem Mittel, das es ermöglichte, die Leichtigkeit des Entwurfs zu bewahren und seinen transparenten Charakter zu unterstreichen.
Der Komplex am Paprocański-See entsteht seit 2014. Die nachfolgenden Projekte des Büros RS bilden ein stimmiges Ganzes, das zu einem der meistbesuchten Orte in Tychy geworden ist – sowohl von Einwohnern als auch von Besuchern, die hierherkommen, um den See und die umliegende Infrastruktur zu nutzen.
Entwurf:RS Robert Skitek
Mitarbeit: Jakub Zygmunt, Jarosław Zieliński, Martyna Lenart-Zygmunt, Joanna Kujda, Karolina Sznura-Mrohs, Ewelina Jałowiecka
Fotos:Tomasz Zakrzewski
Partnerartikel.
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