Die Terrasse ist wie ein Innenraum. Wie wählt man Gartenmöbel aus, die den Raum wirklich optimal nutzen?

Jahrelang wurde die Terrasse als eine Art Pufferzone betrachtet – so etwas wie ein Zwischenbereich zwischen Haus und Garten, der nur notdürftig und notgedrungen eingerichtet wurde. Ein paar Plastikstühle, vielleicht ein Tisch mit Klappbeinen und ein Sonnenschirm in einer Farbe, die nach einer Saison an eine verblasste Postkarte erinnert. Heute gehört diese Herangehensweise der Vergangenheit an, und Innenarchitekten betonen immer lauter, dass der Außenbereich dieselbe Aufmerksamkeit verdient wie das Wohnzimmer. Und sie haben Recht – vor allem, wenn Terrassenmöbel selbst einen kleinen Balkon in einen vollwertigen Wohnbereich verwandeln können.

Wo fängt man bei der Auswahl von Gartenmöbeln an?

Bevor man in die Falle tappt, „nach Augenmaß“ zu kaufen, sollte man sich eine Frage stellen: Wie soll dieser Raum genutzt werden? Eine Terrasse, die für den Morgenkaffee mit einem Buch gedacht ist, unterliegt anderen Gesetzen als eine, die bei einem Sommergrillfest ein Dutzend Gäste beherbergen soll. Diese Unterscheidung bestimmt alles – von den Abmessungen über die Materialien bis hin zu den Accessoires.

Wenn der Komfort beim langen Sitzen und bei Gesprächen im Vordergrund steht, sind ein Terrassensofa oder Terrassenstühle mit tiefen Sitzflächen eine Wahl, die sich einfach lohnt. Gut ausgewählte Kissen für Gartenstühle sind nicht nur Dekoration – die richtige Schaumstoffdicke und ein feuchtigkeitsableitender Stoff entscheiden darüber, ob man nach zwei Stunden im Freien erholt oder mit Rückenschmerzen aufsteht. Bei der Materialauswahl sollte man das wechselhafte Wetter im Blick behalten: Teflonstoffe, synthetisches Rattan oder korrosionsbeständiges Aluminium behalten über viele Saisons hinweg ihr Aussehen, ohne dass aufwendige Pflege erforderlich ist.

Man sollte auch bedenken, dass Garten- und Terrassenmöbel nicht nur aus Sitzmöbeln bestehen. Für eine vollständige Einrichtung sind Tische, Ablagen und Elemente zur Raumorganisation erforderlich – denn selbst das schönste Sofa sieht inmitten von Chaos wie ein Ausverkaufsartikel aus.

Zonen, die den Unterschied machen

Das Denken in Zonen ist ein Ansatz, der aus der Innenarchitektur stammt – und sich im Außenbereich ebenso gut bewährt. Man kann drei am häufigsten gestaltete Bereiche unterscheiden:

  • Entspannungsbereich – Terrassensofa oder Terrassen-Sesselgarnitur mit niedrigem Tisch, optional Gartenschaukeln als Mittelpunkt. Eine Gartenschaukel für Kinder kann in den hinteren Teil des Gartens integriert werden und bildet so eine natürliche Trennung zwischen dem Bereich für Erwachsene und dem Spielplatz.
  • Essbereich – Terrassenmöbel mit Tisch und Terrassenstühlen, am besten mit der Möglichkeit, die Tischplatte bei einer größeren Anzahl von Gästen auszuklappen.
  • Entspannungsbereich – Holzliegestühle, meist aus Teak- oder Akazienholz, die mit der Zeit eine Patina entwickeln, anstatt zu verfallen.

Die Aufteilung muss nicht starr sein. Eine durchdachte Gestaltung sorgt dafür, dass jeder Bereich atmen kann und die gesamte Terrasse nicht wie ein Möbelgeschäft wirkt.

Licht und Details, die alles verändern

Eine gute Gestaltung besteht nicht nur aus Möbeln – sie umfasst auch das, was nach Einbruch der Dunkelheit um sie herum geschieht. Eine Lichterkette, die zwischen den Terrassenpfosten oder entlang der Pergola aufgehängt ist, gehört zu den Accessoires, deren Einfluss auf die Atmosphäre in keinem Verhältnis zu ihrem Preis und dem Aufwand steht. Das warme, diffuse Licht von Edison-Glühbirnen verwandelt einen gewöhnlichen Abend im Freien in etwas, bei dem man gerne länger verweilen möchte.

Ein Terrassenschirm löst wiederum das Problem der Beschattung – es lohnt sich jedoch, Modelle mit einem Sockel zu wählen, der eine Neigungsverstellung ermöglicht, da die Sonne selten genau dort scheint, wo wir es gerne hätten. Bei größeren Terrassen bewähren sich Seitenschirme (auch Auslegerschirme genannt), die keine Öffnung in der Tischmitte erfordern und mehr Freiheit bei der Anordnung der Möbel bieten.

Wenn man all diese Elemente zusammenfügt – funktionsgerechte Gartenmöbel, wetterfeste Kissen, eine Lichterkette, die nach Sonnenuntergang für Atmosphäre sorgt, und einen Sonnenschirm, der vor der Hitze schützt –, ist die Terrasse nicht mehr nur ein Randbereich. Sie wird zu einem Ort, an den man gerne zurückkehrt.

SPONSORIERTER ARTIKEL