Die Verwandlung einer Einzimmerwohnung. Der Designer hat sie für sich selbst entworfen

In der Altstadt von Saska Kępa wurde ein ehrgeiziges und zugleich anspruchsvolles Projekt umgesetzt. Durch die Umgestaltung der 31 Quadratmeter großen Einzimmerwohnung entstand eine funktionale Wohnung mit separatem Schlafzimmer, Ankleidezimmer und Waschküche. Eigentümer der Wohnung und Urheber des Konzepts, das auf der Idee „Impossible Transformations“ basiert, ist Maciej Zawadzki vom Studio ZAWADZKI.DESIGN. Der Designer hat bewiesen, dass selbst ein scheinbar aussichtsloser Grundriss zu einem interessanten und funktionalen Wohnraum führen kann.

Die Verwandlung einer Einzimmerwohnung mit schwieriger Raumaufteilung

Wie Maciej Zawadzki sagt, wirkte die Wohnung auf den ersten Blick wenig attraktiv und fast ohne Potenzial. Eine in die Wand eingebaute Küche, ein kleiner Abstellraum mit einem Kühlschrank darin sowie „nicht versetzbare“ tragende Wände hielten ihn effektiv vom Kauf ab, weshalb die Wohnung zunächst schon bei der ersten Durchsicht der Angebote aussortiert wurde. Zu den Einschränkungen gehörte auch die Unmöglichkeit, den Innenraum einfach zu öffnen. Erst bei einem persönlichen Besuch in Saska Kępa erkannte der Designer die Möglichkeiten, die sich in den beiden kleinsten und scheinbar problematischsten Räumen verbargen.

„Es ging nicht darum, die Wohnung zu dekorieren, sondern darum, die Art und Weise, wie dieser Raum funktioniert und wahrgenommen wird, grundlegend zu verändern“, betont Maciej Zawadzki.

31 m² in eine funktionale Wohnung verwandelt

Schauen wir uns das Ergebnis an. Auf einer Fläche von nur 31 m² gelang es, ein separates Schlafzimmer, einen Kleiderschrank und einen Hauswirtschaftsraum, der als Waschküche dient, unterzubringen. Anstatt gegen die ursprüngliche Anordnung der Wände und Innenräume anzukämpfen, nutzte der Designer deren ungewöhnliche Elemente als Grundlage für eine neue Komposition. Die gemütliche Wohnung wurde um einen Komfort bereichert, den man normalerweise in deutlich größeren Wohnungen vorfindet.

„Genau das spiegelt am besten die Idee von ‚Impossible Transformations‘ wider, die die Grundlage meiner Arbeit bildet: Wo andere vor allem Einschränkungen sehen, suche ich nach ungenutztem Potenzial“, sagt der Designer.

Eine gemütliche Einzimmerwohnung in Saska Kępa

Wie sehen die Innenräume nun aus? Das Projekt sollte von Anfang an ein Blickfang sein und gleichzeitig praktisch bleiben sowie auf visuelle Überladung und Übertreibung verzichten. Für das gesamte „Ergebnis“ sind hier vor allem gut ausgewählte Einrichtungselemente verantwortlich, wie der Tisch der Marke Górna Półka, die Armaturen von Bocco oder der niedrige Kühlschrank von Smeg. Um sie herum entstand eine ruhige, behagliche Komposition, die auf Farbe, Licht, Kunst und liebevollen Details basiert. Jedes Einrichtungselement erhielt zudem eine konkrete Funktion – Ästhetik geht hier Hand in Hand mit praktischem Komfort.

Metamorfoza kawalerki

Die Verwandlung der Einzimmerwohnung ging viral

Maciej Zawadzki präsentierte die Verwandlung seiner Wohnung in den sozialen Medien. Die Resonanz auf seine Arbeit erregte schnell die Aufmerksamkeit der Internetnutzer und stieß auf sehr positive Reaktionen. Dieses beeindruckende Interesse resultiert nicht ausschließlich aus dem auffälligen Erscheinungsbild und den schönen Aufnahmen. Am meisten beeindrucken die durchdachte Nutzung der geringen Wohnfläche und der mutige Umgang mit dem scheinbar problematischen Grundriss der Wohnung. Das Ergebnis? Die ehemals unpraktische Einzimmerwohnung bietet nun deutlich mehr, als ihre Fläche vermuten lässt.

Über den Designer:

Maciej Zawadzki ist Innenarchitekt und Gründer der Marke ZAWADZKI.DESIGN. Er hat sich auf die Umgestaltung kleiner und anspruchsvoller Wohnungen spezialisiert und dabei sein eigenes Konzept „Impossible Transformations“ entwickelt. In seiner Arbeit nutzt er seine Erfahrungen in den Bereichen Innenarchitektur, Ästhetik und visuelle Kommunikation und legt den Fokus auf Funktion, Details und die Emotionen, die durch den Raum erzeugt werden. Das Ergebnis sind Projekte, die die Art und Weise, wie Innenräume genutzt werden, völlig verändern und das Potenzial von Orten ausschöpfen, die zuvor als unmöglich für eine sinnvolle Gestaltung galten.

Projekt: ZAWADZKI.DESIGN

Fotos: Mateusz Kowalik

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Die Wohnung vor und nach der Umgestaltung: