Die Insel Ekerö liegt etwa 30 Minuten vom Zentrum Stockholms entfernt. In dieser wunderschönen Naturlandschaft wurde in den 1960er Jahren ein kleines Haus gebaut. Nach mehreren Modernisierungen wurde das Gebäude zur Villa Asknäs umgebaut. Das Projekt des Architekturbüros Reppen Vilson basierte auf der Weiterentwicklung des bestehenden Gebäudes und der Beibehaltung seiner starken visuellen Verbindung zur wilden Umgebung.
Die Anfänge des Hauses und das Projekt von Reppen Vilson
Die erste Version des Hauses entstand Anfang der 1960er Jahre als kleines Einfamilienhaus. Anschließend wurde es schrittweise erweitert, was zu einer uneinheitlichen Form und wenig funktionalen Innenräumen führte. Noch vor Beginn der Planung des gesamten Projekts führten die Architekten eine Analyse durch, um zu klären, ob eine weitere Nutzung und Modernisierung des Gebäudes überhaupt sinnvoll ist. Gemeinsam mit den Eigentümern erkannten sie jedoch das Potenzial des bestehenden Hauses, das sich in seiner Größe, seiner Lage an einem Hang und seinen interessanten Anpassungsmöglichkeiten zeigte. Das schwedische Architekturbüro Reppen Vilson ist vor allem für Projekte bekannt, die sich durch eine genaue Analyse des Kontexts und die Arbeit mit der bestehenden Substanz auszeichnen. In Asknäs konzentrierten sich die Architekten darauf, einen klaren, ruhigen Hauskörper zu schaffen, der die früheren Schichten ordnet. Die neuen Elemente der Konstruktion konkurrieren nicht mit dem ursprünglichen Gebäude, sondern sorgen für eine klare visuelle und funktionale Kohärenz.

Die Villa Asknäs und ihre Form
Die Villa besteht aus fünf klar erkennbaren Teilen. Die drei kleineren, aus früheren Bauphasen stammenden Teile wurden zwischen zwei neue, höhere Baukörper eingefügt. Der westliche Teil beherbergt ein zweistöckiges, zum Garten hin offenes Wohnzimmer und im hinteren Bereich intimere Räume, die sich auf zwei Ebenen verteilen. Die Kommunikation erfolgt hier entlang einer Galerie, die über dem Wohnbereich schwebt. Die Küche nimmt einen zentralen Platz im alten Teil ein. Auf der Gartenseite reihen sich die Innenräume zu einer Folge von miteinander verbundenen Räumen mit großen Fensterfronten aneinander. Der Gang beginnt im hohen Wohnzimmer, führt durch den älteren Teil des Hauses mit seinen intimeren Räumen und endet im Ostflügel, in einem Arbeitszimmer, das mit dem Esszimmer verbunden ist und sich zum Wald hin öffnet. Der gesamte Entwurf der Architekten wird durch Details aus gefärbtem, astfreiem Kiefernholz unterstrichen, das für die Einrahmung von Öffnungen, Durchgängen und Schwellen verwendet wurde. Das gleiche Material findet sich an den Wänden und Decken des Wohnzimmers wieder, wo es in Kombination mit dem Betonboden und dem doppelseitigen Kamin für Wärme sorgt.
Grünes Asknäs
Alle fünf Gebäude wurden mit grün gestrichenen Fichtenbrettern verkleidet. Die unterschiedliche Breite der Paneele differenziert subtil die einzelnen Teile des Gebäudes, ohne jedoch den Gesamteindruck zu stören. Vor dem Haus wurde ein Terrassensystem entworfen, das die Innenräume der Villa subtil mit dem Garten verbindet und die Höhenunterschiede des Geländes ausgleicht.
Entwurf: Reppen Vilson
Fotos: Johan Dehlin
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