Innenräume, die aus dem Bedürfnis des Herzens heraus geschaffen werden, haben eine besondere Energie. Das ist die Berliner Wohnung von Aga Kuczynski. Im Herzen des Bezirks Mitte gelegen, sind die Räumlichkeiten ein Schaufenster für die Ästhetik des Architekten. Es ist das Ergebnis langjähriger beruflicher Erfahrung und gleichzeitig ein privates Refugium, in dem Agi mit ihrem Mann und ihrer Tochter lebt.
Schon beim Betreten der Wohnung fällt der Blick auf die Küche, die Kuczyńska mit viel Gespür und Liebe zum Detail gestaltet hat. Edelstahl kombiniert mit Corian bildet eine moderne Basis, die durch die Wärme eines beleuchteten Regals aus Naturkork unterbrochen wird. Dieser Raum ist das Zentrum des täglichen Lebens der Familie. Das Esszimmer wurde mit Blick auf Leichtigkeit und subtile Eleganz gestaltet. Das dominierende Element ist ein geschwungener Glastisch im Vintage-Stil, der mit den ikonischen Bruno Rey-Stühlen, die für die Marke Dietiker entworfen wurden, kombiniert wurde. Vervollständigt wird das Arrangement durch eine Schale der lokalen Künstlerin Latika Nehra, die symbolisch die Tradition des Handwerks mit einer zeitgenössischen Formsprache verbindet.

Das Wohnzimmer ist eine Synthese aus klassischen und zeitgenössischen Akzenten. Die ikonische Chaiselongue von Le Corbusier wird hier mit einem prototypischen Couchtisch aus gebranntem Kork kontrastiert. In der Einrichtung finden sich auch Entwürfe und Lampen von Sophie Lou Jacobsen, die eine vielschichtige Raumatmosphäre schaffen. Ein Couchtisch aus Marmor, eine maßgefertigte Alabasterlampe und die klassische PH5-Leuchte von Louis Poulsen aus Aluminium in limitierter Auflage vermitteln eine Aura zeitloser Eleganz. Das Esszimmer in Aga Kuczyńskas Haus dient auch als ihr persönliches Atelier. Hier befindet sich eine preisgekrönte Fotografie von Jacek Kołodziejski, die eine der Schmuckkreationen der Architektin dokumentiert.
Der Korridor ist eine persönliche Galerie der Erinnerungen und Inspirationen. Ein in die Garderobe integrierter Spiegel spielt auf die Ästhetik des Films Suspiria von Luca Guadagnino an, während ein Vintage-Stuhl der deutschen Marke KFF und eine Vase aus den 1980er Jahren der Einrichtung einen besonderen Charakter verleihen. Auf der anderen Seite hängt ein weiteres Werk von Jacek Kołodziejski, dieses Mal ein Porträt der Besitzerin selbst. Im Schlafzimmer ist Platz für einen Arbeitsbereich mit einem von Charles und Ray Eames entworfenen Schreibtisch und einem Vitra-Stuhl. Dazu gibt es einen maßgefertigten Kleiderschrank und einen Prototyp eines Bücherregals. Die Beleuchtung wird durch eine minimalistische Frama-Schreibtischlampe ergänzt. Das Badezimmer erfuhr durch die Verwendung von marokkanischem Tadelakt und stimmungsvoller Beleuchtung eine Metamorphose. Das Nebeneinander von modernen Formen und Vintage-Elementen schafft eine gemütliche Atmosphäre der Entspannung.
Pflanzen spielen in der gesamten Wohnung eine wichtige Rolle, sie sind sowohl Dekoration als auch Zeugnis der großen Leidenschaft des Eigentümers für die Gartenarbeit.

Agi Kuczyńska – Designerin
Die Architektin stammt aus Warschau und ist Absolventin der Fakultät für Architektur an der Technischen Universität Warschau. Sie studierte auch in Mailand und Stockholm und entwickelte sich im Bereich Industriedesign. In beiden Städten sammelte sie Erfahrungen in renommierten Büros. Sie ist auch für ihre eigene Silberschmuckmarke Takk Jewels bekannt, die auf den Prinzipien des Minimalismus und der zeitlosen Ästhetik basiert. Derzeit betreibt sie ein Designstudio in Berlin, wo sie ihre originellen Visionen verwirklicht. Ihr Stil ist eine gekonnte Kombination von Gegensätzen. Inspirationen aus skandinavischer Schlichtheit und italienischer Extravaganz treffen in ihrer Arbeit auf mitteleuropäische Sensibilität und bilden ein kohärentes, aber nicht offensichtliches Ganzes.
Projekt: Agi Kuczyńska – TAKK Studio
Standort: Berlin, Deutschland
Fläche: 105 Quadratmeter.
Fotografie: Nate Cook
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