Gliwice bereitet eine Investition vor, die den Bedürfnissen von Menschen gerecht werden soll, die ihr Haustier in Würde bestatten möchten. Zu diesem Zweck ist hinter dem Zentralfriedhof an der Okulickiego-Straße der Bau eines speziellen Gedenkgartens geplant. Für dessen Entwurf ist der Architekt Rafał Schurma vom Büro Visio Architects and Consultants verantwortlich. Der parkähnliche Tierfriedhof wird deutlich auf Grünflächen ausgerichtet sein und nur über ein Minimum an Infrastruktur verfügen.
Tierfriedhof in Gliwice
Die Tierfriedhof wird eine Fläche von 7507 m² einnehmen und befindet sich in unmittelbarer Nähe des Zentralfriedhofs. Die Nekropole wird aus 4886 Grabstätten bestehen, darunter 4576 verstreut angeordnete Erdgräber und 310 Nischen in Kolumbarien, die entlang der Hauptfußwege stehen. Die Anordnung des Friedhofsgeländes soll eine klare Ordnung aufweisen, die auf zwei sich kreuzenden Kompositionsachsen basiert. Diese werden die Kommunikation und die Anordnung der einzelnen Bereiche organisieren.
Der Raum des Gedenkgartens
Von der Okulickiego-Straße aus sind zwei separate Eingänge geplant. Der Haupteingang führt zu einem kleinen Verwaltungsbereich mit einem Bürocontainer, einer Informationstafel und einer Wasserentnahmestelle. Der zweite Eingang dient technischen Zwecken und versorgt die Wirtschafts- und Reinigungsräume. An der Straße sollen 16 Parkplätze und 21 Fahrradständer entstehen. Die inneren Fußwege wurden unregelmäßig angelegt, ohne die klassische Aufteilung in ein Raster von Parzellen. All dies, um den parkähnlichen und sanften Charakter dieses Ortes der Erinnerung an die geliebten Haustiere zu unterstreichen.

Der Tierfriedhof in Gliwice ist voller Grün
Das Landschaftsdesign basiert auf der Erhaltung der vorhandenen, gesunden Bäume und der Einführung einheimischer Pflanzenarten. Entlang des Zauns auf der Straßenseite wird eine Ergänzung in Form einer Reihe von Warzenbirken entstehen, die in einer freien Linie gepflanzt werden, die an den bestehenden Baumbestand angepasst ist. Der zentrale Teil des Gartens wird mit einzelnen Stieleichen und Ahornbäumen bepflanzt. Zwischen den Grabstätten werden Wiesen mit honigtragenden Stauden wie Königskerze, Schafgarbe oder Schlangenwurz blühen. An den Mauern werden Obststräucher und für Vögel wichtige Sträucher wie Wildrosen und Weißdorn gepflanzt. Das Projekt sieht auch die Beseitigung invasiver Pflanzen aus diesem Gebiet vor, darunter Knöterich und Kanadische Goldrute.
Realisierung des Projekts in der Okulickiego-Straße
Die befestigten Flächen werden etwa 14 Prozent der Gesamtfläche des Friedhofs ausmachen und in einer durchlässigen Technologie ausgeführt, die die Regenwasserrückhaltung begünstigt. Zur Ausstattung gehören Bänke, Holzstege, Podeste, Abfallkörbe, Tränken für Tiere und eine dezente, in die Fußwege integrierte Beleuchtung. Für die Vorbereitung des Projekts ist die Stadtverwaltung für Kommunalwirtschaft in Gliwice verantwortlich, die bereits mit den Aufräumarbeiten begonnen hat. Visio Architects and Consultants inventarisiert hingegen die auf dem Grundstück wachsenden Bäume und untersucht den dortigen Grundwasserspiegel. Nach Abschluss der Planungsphase und Erhalt der erforderlichen Genehmigungen wird eine Ausschreibung veröffentlicht. Ein Teil der Arbeiten soll noch in diesem Jahr beginnen, die Fertigstellung der Investition ist für 2027 geplant.
Entwurf: Visio Architects andConsultants
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