Eine Familienwohnung in Danzig. Sie haben einen Blick auf den Park.

Es ist 147 m² groß und befindet sich in attraktiver Lage mit Blick auf einen Park in Danzig. Die Architekten des Büros STUDIO FORMA haben ein ruhiges, lichtdurchflutetes und zeitloses Interieur geschaffen. Es wurde für eine Familie mit einem Jungen im Schulalter entworfen und bietet die Möglichkeit, Gäste bequem zu beherbergen – darunter auch die erwachsenen Geschwister der Eigentümer, für die zusätzliche Schlafzimmer vorgesehen sind. Schon bei den ersten Gesprächen wurde deutlich, dass die zukünftigen Bewohner Qualität, Authentizität und Harmonie erwarteten, und ihre Offenheit gegenüber den Gestaltungsvorschlägen ermöglichte es, einen bis ins kleinste Detail durchdachten Raum zu schaffen.

Der vom Bauträger vorgeschlagene Grundriss nutzte das Potenzial der Wohnung nicht aus – den zentralen Teil nahm ein weitläufiger Flur mit Bad ein, der den Wohnbereich unnötig dominierte. Gleichzeitig fehlte ein zusätzliches Schlafzimmer, das für die Eigentümer von entscheidender Bedeutung war. Das Projekt erforderte daher eine vollständige Neugestaltung der Räume. Die Architekten gestalteten den Grundriss so um, dass ein vollwertiges Gästezimmer geschaffen, der Wohnbereich geöffnet und jeder Quadratmeter optimal für die Bewohner genutzt werden konnte.

Eine neue Logik der Raumnutzung

Die funktionalen Änderungen waren mit aufwendigen technischen Arbeiten verbunden, darunter die Neugestaltung der Fußbodenheizung über einen großen Teil der Wohnfläche hinweg. Dadurch wurden die technischen Lösungen der architektonischen Vision untergeordnet und nicht umgekehrt. Das Endergebnis bestätigt die Richtigkeit dieser Entscheidungen – der Innenraum hat eine neue Logik gewonnen und ist gleichzeitig leicht, harmonisch und geräumig geblieben.

Der vorherrschende Stil des Entwurfs ist „Modern Organic“, dessen Stärke in Ruhe, Natürlichkeit und ausgewogener Eleganz liegt. Der Innenraum braucht keinen Überfluss, um zu beeindrucken – sein Luxus ergibt sich aus der Qualität der Materialien und der Präzision der Ausführung. Großformatige Sinterplatten an Wänden und Arbeitsplatten, rahmenloses Glas, Secret-Door-Türen, minimalistische Möbel nach Maß, bündig eingelassene Steckdosen, schmale Beleuchtungsprofile sowie der Verzicht auf zufällige Dekorationen schaffen eine durchdachte und bewusste Komposition.

Eine der wichtigsten Erwartungen der Bauherren war die Schaffung eines hellen, von natürlichem Licht durchfluteten Interieurs. Die Farbpalette basiert daher auf Nuancen von gebrochenem Weiß, sandigem Beige, zartem Grau und Naturholz. Die Architekten setzten hier auf ein subtiles Zusammenspiel der Farben, das einen Eindruck von Weichheit und Einheitlichkeit vermittelt. Die organische Maserung des Steins verleiht dem Raum Tiefe, während schwarze Details wie Profile, Griffe oder Beschläge sehr zurückhaltend eingesetzt wurden, um die Proportionen und die Struktur der Materialien hervorzuheben.

Die Farbe spielt hier keine dominierende Rolle – das Licht steht im Vordergrund. Es bringt die Maserung des Steins, die Textur des Holzes und die Weichheit der Stoffe zur Geltung und sorgt dafür, dass der Innenraum trotz der zurückhaltenden Farbpalette hell und lebendig wirkt.

Funktionsbereiche

Das charakteristischste Merkmal der Wohnung ist die klare Aufteilung in Zonen bei gleichzeitiger Wahrung des Eindrucks eines einzigen, zusammenhängenden Raums. Mittelpunkt des Wohnbereichs ist die Küche mit einer großen Kochinsel – ein Ort der Begegnung, der Gespräche und des gemeinsamen Kochens. Direkt daneben befindet sich das Esszimmer mit einem runden Tisch für acht Personen, der eine ungezwungene Kommunikation fördert und es allen Anwesenden ermöglicht, in direktem Kontakt zu bleiben.

Der Wohnbereich bildet eine natürliche Erweiterung des Esszimmers. Weiche, bequeme Möbel schaffen einen Raum zum Entspannen, Filme schauen und Musik hören. Eine gemütliche kleine Bibliothek unterstreicht, dass das Projekt mit Blick auf die alltäglichen Rituale der Bewohner entstanden ist – auf ihr Bedürfnis nach Ruhe, Erholung und Kontakt mit der Literatur.

Der private Bereich der Hausherren wurde deutlich abgegrenzt: das Hauptschlafzimmer, der Ankleideraum und das verglaste Badezimmer. Die Transparenz des Glases verleiht diesem Bereich Leichtigkeit und lässt das Licht ungehindert zwischen den Räumen hindurchströmen, während gleichzeitig eine klare funktionale Aufteilung gewahrt bleibt. Das zweite Badezimmer, das für die übrigen Hausbewohner vorgesehen ist, wurde um einen separaten Waschraum ergänzt, wodurch die technischen Funktionen diskret verborgen bleiben.

Ein Hoch auf das Holz!

Eines der charakteristischsten Elemente des Entwurfs sind die individuell gestalteten Wandpaneele aus natürlicher Eiche. Sie wurden als Kassetten auf Bestellung angefertigt, deren Proportionen an die Architektur der Wohnung angepasst wurden. In ihrer Struktur sind Türen versteckt, die zu den nächsten Räumen führen – das „Secret Door“-System sorgt dafür, dass die Türflügel nahezu unsichtbar bleiben und eine einheitliche, monolithische Fläche bilden.

In der gesamten Wohnung wurde die Anzahl der sichtbaren technischen Details auf ein Minimum reduziert. Einbauten, Beleuchtung und Ausstattung unterliegen einem einzigen Grundsatz: Die Architektur soll einen ruhigen Hintergrund für das Leben der Bewohner bilden. Es ist ein Interieur, das begleitet. Es ist elegant, lichtdurchflutet und zeitlos.

Entwurf: STUDIO FORMA

Fotos: INKADR Natalia Kaczmarek

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