Die 120 m² große Wohnung im Warschauer Stadtteil Powiśle wurde von den Architekten des Büros RES Design entworfen. Ausgangspunkt bildeten eine helle, ruhige Grundgestaltung, warme Weißtöne und natürliche Materialien, die ein modernes Interieur mit einem subtilen Hauch von Minimalismus schaffen. Das Gesamtbild ist stimmig, funktional und bis ins Detail durchdacht – von der weichen Geometrie der Einbauten bis hin zu sorgfältig ausgewählten Design-Ikonen wie dem Tulip-Tisch von Eero Saarinen oder Elementen der Marken Vitra und Gubi.
Die abgerundeten Ecken an Wänden, Einbauten und Leuchten verleihen dem Raum einen sanften, freundlichen Charakter. Dies ist ein bewusster Gestaltungsschritt, der die moderne Ästhetik ausgleicht und einen Eindruck von Fließendheit vermittelt. Dadurch wirkt der Innenraum nicht nur elegant, sondern auch beruhigend und komfortabel im täglichen Gebrauch.
Sanfte Geometrie
Das Herzstück der Wohnung ist das geräumige Wohnzimmer mit einer über fünf Meter langen Einbauwand. Ihr besonderes Merkmal ist eine furnierte Nische, die sich an die Seitenwand schmiegt, den Raum strukturiert und die Eckcouch nach einem Entwurf von Krystian Kowalski umrahmt. Daneben stehen der Sessel „Pacha“ von Gubi und der Couchtisch „Vitra Noguchi“ mit Glasplatte – die Kombination aus Designklassikern und maßgefertigten Möbeln schafft eine Atmosphäre von Eleganz und Ungezwungenheit.
Wohnzimmer mit Design-Ikonen
Gegenüber dem Sofa steht der „Tulip“-Tisch, dahinter befindet sich die Filmecke mit einer Akustikwand in Form eines Filz-Triptychons. In der Decke ist eine Kassette mit einer über drei Meter breiten Leinwand versteckt, wodurch das Wohnzimmer tagsüber als heller Aufenthaltsraum dient und sich abends in ein gemütliches Heimkino verwandelt.

Die Küche wurde als separater Raum abgetrennt, ist aber sowohl vom Wohnzimmer als auch vom Eingangsbereich aus bequem erreichbar. Weiße Fronten, ein großes Fenster und eine helle Farbgebung vermitteln einen Eindruck von Leichtigkeit, während die Holzarbeitsplatte den Raum wärmer wirken lässt und einen natürlichen Akzent in die moderne Einrichtung bringt.
Der Flur mit versteckter Funktion
Der Flur wurde als heller, minimalistischer Raum gestaltet, mit einer Nische aus Holz, die eine Sitzgelegenheit, einen Schrank und die Tür zur Garderobe mit Waschküche vereint. Hinter den furnierten Türen befinden sich ein praktischer Stauraum sowie eine Säule mit Waschmaschine und Trockner, eine Wasseraufbereitungsanlage und ein aus der Decke herabgelassener Metallwäscheständer – Lösungen, die die Funktionalität der Wohnung erhöhen, ohne ihre Ästhetik zu beeinträchtigen.

Schlafzimmer mit Ankleidezimmer
Im Elternschlafzimmer haben die Architekten einen Durchgangs-Kleiderschrank entworfen, der sich im Flur befindet, der zum Schlafbereich führt. Die Wände rund um das Bett wurden mit einer Tapete mit weicher Struktur verkleidet, und über dem gepolsterten Kopfteil befindet sich eine Holznische mit Linienbeleuchtung. Dieser horizontale Akzent strukturiert den Raum und knüpft an die im Wohnzimmer verwendeten Lösungen an.
Badezimmer und Schlafzimmer
Beide Badezimmer verbinden das Motiv der Steinwaschbecken sowie ein Oberlicht, dessen Form sich an der Decke widerspiegelt. Hellgraue Fliesen bilden einen neutralen Hintergrund für die Ausstattung und die furnierten Möbel. Das Kinderzimmer wurde im einheitlichen Stil der gesamten Wohnung gestaltet, und das Arbeitszimmer im Eingangsbereich dient als praktische Ergänzung der Wohnung.
Die Elektroinstallation wurde durch das Plejd-Steuerungssystem und eine DALI-Beleuchtung ergänzt, die es ermöglichen, Lichtszenen und Zeitpläne für den Rollladenbetrieb zu programmieren. Diese Lösungen fördern den natürlichen Tagesrhythmus des Menschen und erhöhen gleichzeitig den Wohnkomfort.
Entwurf: RES Design
Fotos: Mateusz Kowalik
Styling: Ewa Alicja Jezierska
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