Colosseo-Fori Imperiali

Eine U-Bahn-Station wie ein Museum. In Rom wurde die Station Colosseo-Fori Imperiali eröffnet.

Im Dezember 2025 wurde in Rom die U-Bahn-Station Colosseo-Fori Imperiali eröffnet. Nach mehr als zehn Jahren Bauzeit wurde das U-Bahn-Netz um eine Haltestelle unter der Via dei Fori Imperiali, direkt am Kolosseum, erweitert. Die Station wird von vielen als eine der schönsten der Welt angesehen. Dies ist der Kombination aus moderner Architektur und archäologischen Exponaten zu verdanken.

Die neue Station Colosseo-Fori Imperiali

Die Station wurde zwischen dem Kolosseum und dem Forum Romanum auf der Achse zwischen den wertvollsten Denkmälern des antiken Roms errichtet. Der neue Abschnitt der Linie C ist etwa 3 km lang und führt diese Linie zum ersten Mal in das historische Stadtzentrum. Das wichtigste Element der gesamten Infrastruktur ist die unterirdische Verbindung zur Station Colosseo der Linie B, die das Umsteigen erleichtert und den Passagierverkehr in einem der verkehrsreichsten Bereiche Roms flüssiger macht.

Technische Parameter Colosseo-Fori Imperiali

Die Realisierung von Colosseo-Fori Imperiali dauerte etwa 13 Jahre, was auf die außergewöhnlich anspruchsvollen archäologischen Bedingungen zurückzuführen war. Die Station erstreckt sich über vier unterirdische Ebenen, ist etwa 150 Meter lang und bis zu 34 Meter breit, wobei sich ihre untersten Teile mehr als 30 Meter unter der Straßenoberfläche befinden. Die Arbeiten erforderten präzise ingenieurtechnische Methoden, um Vibrationen zu begrenzen und die historischen Gebäude über den Ausgrabungen zu schützen.

Colosseo-Fori Imperiali

Eine U-Bahn-Station wie ein Museum

Während der Arbeiten wurden unter anderem 28 antike Brunnen, Überreste von Häusern, Teile von Wasserinstallationen und Alltagsgegenstände aus dem 5. bis 1. Jahrhundert v. Chr. sowie Fundstücke aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. entdeckt. Einige davon wurden in das Innere der Station gebracht und den Fahrgästen als Exponate zugänglich gemacht. In den U-Bahn-Räumen wurden fünf Ausstellungsbereiche eingerichtet, die die Besucher durch die verschiedenen Epochen der Stadtgeschichte führen, von den republikanischen Wasserfassungen bis hin zu Fragmenten privater Bäder aus der Zeit der Kaiser.

Die Rolle im Verkehrssystem Roms

Colosseo-Fori Imperiali wurde zu einem der Hauptknotenpunkte der Linie C, die von vollautomatischen Zügen bedient wird. Nach der Eröffnung des neuen Abschnitts ist die Linie etwa 21 bis 22 Kilometer lang und umfasst 24 Stationen. Eine weitere Verlängerung auf etwa 29 Kilometer und 31 Haltestellen ist geplant. Die neue Infrastruktur hat die Qualität des öffentlichen Nahverkehrs im Zentrum Roms verbessert und den Zugang zu den Randgebieten erleichtert. Ein weiterer, ebenso wichtiger Aspekt ist die Möglichkeit, täglich mit authentischen historischen Denkmälern in Kontakt zu kommen, die in unterirdischen Vitrinen ausgestellt sind.

Quelle: comune.roma.it

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