Eine Wohnung, die mit ihren Eigentümern gereift ist. Minimalismus, natürliche Materialien und Licht in der Hauptrolle

In der Siedlung Wilda Park in Poznań wurde ein Innenraum geschaffen, der im Laufe von fünf Jahren allmählich an Charakter gewann. Es handelt sich um die Privatwohnung der Autorin des Projekts Marta Wiewiór vom NAM Studio – ein Raum, der nicht „sofort“ fertig war, sondern zusammen mit den Haushaltsmitgliedern reifte. Das Ergebnis? Ein authentisches, minimalistisches Haus, in dem die wichtigsten Elemente Licht, natürliche Materialien und Schlichtheit sind, die sich nicht dem Lauf der Zeit beugen.

Ein Haus, das mit Licht lebt

Eine der wichtigsten Überlegungen war die südwestliche Ausrichtung. Nachdem er jahrelang in einer dunkleren Wohnung gelebt hatte, entschied sich der Eigentümer für eine Inneneinrichtung, die auf das wechselnde Licht im Laufe des Tages reagiert.

Es ist das Licht, das hier die tägliche Szenerie bildet – es hebt die Texturen des Holzes hervor, verändert den Ton der beigen Textilien, reflektiert den Marmor. Das Ergebnis ist ein dynamischer, aber gleichzeitig auch sehr ruhiger Raum.

Minimalismus ohne Kälte: helles Holz, Beize und grauer Marmor

Das Haus in Wilda ist ein Beispiel dafür, wie natürliche Materialien ein zeitloses Interieur schaffen können. Das Design basiert auf wenigen, konsequent eingesetzten Elementen:

  • helles Holz, das den Raum erwärmt,
  • gebeiztes Holz, das für Kontrast sorgt,
  • grauer Marmor, der für Eleganz und einen Hauch von Stein sorgt,
  • beigefarbene Stoffe als Hintergrund für farbige Akzente.

Die Materialien wurden so gewählt, dass sie mit der Zeit nur an Wert gewinnen würden – und das taten sie auch. Die Einrichtung wird nicht alt, sondern gewinnt an Eleganz.

Funktionalität und Ordnung als Grundlage des Designs

Die Eigentümerin und ihr Partner legen Wert auf Ordnung, daher waren Stauraumlösungen ein wichtiger Schwerpunkt des Projekts. Die Schränke wurden so konzipiert, dass sie den Raum nicht dominieren, sondern mit ihm verschmelzen.
So bleibt die Wohnung minimalistisch und leicht, aber dennoch im Alltag voll funktionsfähig.

Ein Interieur, das nicht überladen sein muss

Fünf Jahre nach dem Entwurf und drei Jahre nach dem Einzug gibt die Eigentümerin zu, dass sie den Raum heute anders gestalten würde – mutiger, mit einem größeren Bewusstsein für die gewonnenen Erkenntnisse.

Gleichzeitig war es diese Wohnung, die sie gelehrt hat, dass ein gut gestaltetes Haus kein Übermaß braucht.
Alles, was es braucht, sind ein paar echte Materialien, eine klug geplante Funktion und Licht, das dem Alltag Rhythmus verleiht.

Ein Poznaner Interieur voller Ruhe

Die Wohnung in der Wilda ist ein Beispiel für ein Projekt, das nicht von oben aufgezwungen wurde, sondern seinen Bewohnern erlaubte, mit ihm aufzuwachsen und sich zu verändern. Es ist ein Zuhause, in dem man durchatmen, sich entspannen und einfach „zu Hause“ sein kann.

Entwurf: NAM Studio / Marta Wiewiór

Fotos: Ressource Studio

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