Die Sanierung einer 141 m² großen Wohnung in Prag, Tschechien, ist ein Projekt, das den Respekt vor der historischen Bausubstanz mit einem eindeutig zeitgemäßen Ansatz in Sachen Funktionalität verbindet. Die Architekten des Büros BekArch haben das Gesamtkonzept so gestaltet, dass die Atmosphäre des Hauses mit Blick auf die Moldau und das Panorama der Prager Burg erhalten bleibt und gleichzeitig den aktuellen Bedürfnissen der Bewohner gerecht wird.
Entscheidend war es, die Änderungen am bestehenden Grundriss so vorzunehmen, dass der Charakter des Ortes nicht beeinträchtigt wird. Das Ergebnis ist ein harmonischer, durchdachter und stimmiger Raum, in dem jedes Element sorgfältig geplant wurde.
Die repräsentative Achse des Entwurfs
Den Mittelpunkt der Wohnung bildet die imposante Eingangshalle. Dieser Raum empfängt nicht nur Gäste, sondern bildet auch den Rahmen für die private Kunstsammlung des Eigentümers. Ihre Größe wird durch hängende Leuchten unterstrichen, die einen markanten Lichtakzent setzen. Die Eingangshalle erfüllt sowohl repräsentative als auch praktische Funktionen und bildet eine natürliche Verbindung zwischen den einzelnen Bereichen der Wohnung.
Mit Blick auf die Moldau
Das geräumige, zum Ufer hin ausgerichtete Wohnzimmer wurde so gestaltet, dass die Vorzüge der Lage optimal genutzt werden. Das zentrale Element ist eine ungewöhnliche Kücheninsel aus dunkel gebeizten Eichenbrettern, die nahtlos in den Esstisch übergeht. Ergänzt wird der Innenraum durch ein Arkadenfenster, das einen gemütlichen Rückzugsort schafft und die Verbindung zur Umgebung unterstreicht.

Das Materialkonzept basiert auf dem Kontrast zwischen dem dunklen Eichenparkett und weißen Tischlerarbeiten, ergänzt durch dezente Metallakzente. Der historische Charakter des Gebäudes wurde durch restaurierte Zierleisten und Rosetten bewahrt, die dem Raum Eleganz verleihen.
Privater Bereich
Das Schlafzimmer, das auf den ruhigen Innenhof ausgerichtet ist, bietet Ruhe und Privatsphäre. Ein fester Bestandteil davon sind der begehbare Kleiderschrank und das Badezimmer, in dem die Architekten auf Naturstein, minimalistische Formen und Licht gesetzt haben. Beleuchtete Nischen erzeugen ein subtiles Lichtspiel, und Glasbausteine sorgen dafür, dass das Licht weich und diffus wird, während gleichzeitig ein Gefühl von Intimität gewährleistet ist.
In der gesamten Wohnung spielt das bereits erwähnte Licht eine Schlüsselrolle. Sowohl im Wohn- als auch im Privatbereich nutzten die Architekten es als Mittel zur Raumgestaltung – von markanten Leuchten im Flur bis hin zu dezenter Beleuchtung im Badezimmer. Dadurch gewinnt der Innenraum an Vielschichtigkeit und verändert sich je nach Tageszeit und Nutzungsart.
Entwurf: Jan Bek, Linda Polomová – BekArch
Fotos: Ondřej Holub
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