Bis Ende 2029 soll in Koszalin das „Ekofuturium“ entstehen. Es wird sich um ein Zentrum für nachhaltige Entwicklung handeln, dessen Kosten auf etwa 150 Millionen Zloty geschätzt werden. Das Projekt, das von der Woiwodschaft Westpommern in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Koszalin und der Stadtverwaltung durchgeführt wird, soll das wissenschaftliche und pädagogische Angebot der Region bereichern. Das Gebäude wird Ausstellungsräume, Labore, Bildungsräume sowie Bereiche beherbergen, die den Themen Ökologie, Energiewende und Zukunftstechnologien gewidmet sind.
Ekofuturium in Koszalin
Die Idee für das Ekofuturium entstand während der Arbeiten an der neuen EU-Perspektive sowie im Zuge der Fertigstellung des Meereswissenschaftszentrums in Stettin. Die Behörden der Woiwodschaft kamen zu dem Schluss, dass ein ähnlicher Entwicklungsimpuls auch Koszalin erreichen sollte, eine Stadt mit einer starken akademischen Basis. Wie der Marschall der Woiwodschaft Westpommern, Olgierd Geblewicz, betont, war die Besonderheit der Region, die seit Jahren mit Natur und einem hohen ökologischen Bewusstsein der Einwohner assoziiert wird, die Inspiration für das Projekt. Das „Ekofuturium“ soll das Wissen über den Klimawandel, die Kreislaufwirtschaft, erneuerbare Energiequellen und den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen verbreiten.
Die Nachbarschaft des Campus der Technischen Universität Koszalin
Das neue Zentrum entsteht am Campus der Technischen Universität Koszalin. In der Nähe befinden sich das im Bau befindliche Cognitarium, eine Veranstaltungs- und Sporthalle sowie ein Wasserpark. Das bedeutet, dass die Umgebung bald zu einem städtischen Zentrum für Bildung, Forschung und Freizeit werden wird. Ein weiteres Highlight dieser Umgebung ist die Skulptur „Ogniste Ptaki“ (Feuervögel) von Władysław Hasior, eines der Wahrzeichen von Koszalin. Das Gebäude des Ekofuturium selbst wird eine Nutzfläche von rund 5991 m² haben und als Labor- und Ausstellungszentrum dienen, das sich den Themen der Zukunft der Umwelt und der Beziehung des Menschen zur Natur widmet.

Das Siegerprojekt von Atelier Tektura
Das Projekt „Ekofuturium“ ging aus einem zweistufigen Wettbewerb hervor, der 2024 ausgeschrieben wurde. Bei den Organisatoren gingen insgesamt 56 Teilnahmeanträge ein, und nach der Überprüfung erhielten 50 Teams eine Einladung. In der ersten Phase wurden 30 Konzepte erarbeitet, aus denen die Jury die sechs besten auswählte. Den Sieg errang schließlich das Warschauer Büro Atelier Tektura unter der Leitung der Architektin Barbara Kozielewska. Das Büro ist derzeit für die Erstellung der Projektdokumentation sowie die Bauaufsicht verantwortlich. Für die Wettbewerbspreise wurden über 390.000 PLN bereitgestellt, davon 150.000 PLN für den ersten Platz.
Ekofuturium – Architektur für viele Jahre
Das Siegerkonzept von Atelier Tektura präsentiert ein Gebäude mit einer zeitgemäßen Form, frei von auffälligen, schnell veraltenden Elementen. Die Autoren setzten auf Einfachheit, hochwertige Materialien und eine Architektur, die über viele Jahre hinweg aktuell bleiben soll. Im Inneren werden interaktive Ausstellungen, Labore, Unterrichtsräume, Konferenzräume sowie Experimentierbereiche für Kinder und Jugendliche untergebracht sein. Die Besucher können VR- und AR-Technologien, immersive Installationen sowie Ausstellungen zu den Themen Biodiversität, erneuerbare Energien, Umwelttechnologien und die Zukunft der Städte nutzen. Wenn der Zeitplan eingehalten wird, kann Koszalin Ende 2029 ein neues Wissenschaftszentrum vorweisen, das zu den interessantesten europäischen Bildungszentren für Ökologie und die Zukunft der Umwelt gehören wird.
Entwurf: Atelier Tektura
Quelle: Marschallamt der Woiwodschaft Westpommern
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