Der um 1877 erbaute Bahnhof in Gąsocin wird demnächst einer umfassenden Modernisierung unterzogen, die ihn in neuem Glanz erstrahlen lässt und moderne Standards für den Personenverkehr bietet. Die Polnischen Staatsbahnen planen, eine Ausschreibung für die Auswahl eines Auftragnehmers für die Bauarbeiten zu veröffentlichen. Die Eröffnung der fertigen Anlage ist für Ende 2027 geplant.
Das Gebäude, das nach den sich wiederholenden Mustern der ehemaligen Bahnhöfe der Weichselbahn errichtet wird, ist aus Holz, zweigeschossig mit einem einstöckigen Hauptteil und zwei einstöckigen Anbauten. Die charakteristische Ornamentik der Wände und Dachstühle sowie das steinerne Fundament erinnern an die russische Holzarchitektur auf dem Land. Der an der Strecke Warschau-Gdańsk gelegene Bahnhof ist Teil des europäischen TEN-T-Netzes und wird von Zügen der Masowischen Eisenbahn bedient, die unter anderem nach Warschau, Ciechanów, Mława und Działdów fahren. Der Bahnhof wird derzeit nicht mehr genutzt und bedarf einer Revitalisierung.
Sobald die Planungsarbeiten abgeschlossen sind und die Unterlagen akzeptiert wurden, wird der Investor – die PKP S.A. – eine Ausschreibung für einen Sanierungsauftragnehmer veröffentlichen. „Wir arbeiten ständig daran, die Qualität des Fahrgastservices in den Bahnhöfen der PKP zu verbessern, damit das Reiseerlebnis, die Kundenerfahrung, so gut wie möglich ist, unabhängig davon, ob sie die größten Bahnhöfe des Landes oder kleinere Einrichtungen wie den in Gąsocin nutzen. Wir versuchen, die Investitionen in die Bahnhöfe so weit wie möglich auf die Bedürfnisse der Fahrgäste und der lokalen Gemeinschaften abzustimmen. Daher ist die Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden so wichtig, denn so können die Bahnhöfe besser entwickelt und mit neuen Funktionen ausgestattet werden, die sie zum Zeitpunkt ihres Baus noch nicht hatten“, sagt Paweł Lisiewicz, Mitglied des Vorstands der PKP S.A.
Bauen im Jahr 2023:

Der Umfang der Arbeiten umfasst den Abriss eines Großteils des bestehenden Mauerwerks und der strukturellen Elemente, die durch neue Fundamente, Decken und Dachstühle ersetzt werden sollen. Die Fassaden werden unter Beibehaltung der ursprünglichen architektonischen Details rekonstruiert, und in der Hauptlobby wird das historische Mobiliar konserviert. Alle Arbeiten wurden mit dem Denkmalschutzbeauftragten abgestimmt, damit der Bahnhof seinen einzigartigen Charakter bewahrt.
Visualisierung des Innenraums:

Nach der Modernisierung werden im Erdgeschoss des Gebäudes ein Warteraum, öffentliche Toiletten und ein Fahrkartenschalter mit sozialen Einrichtungen untergebracht. Die zusätzliche Fläche von insgesamt rund 190 Quadratmetern wird im Rahmen einer Vereinbarung mit der PKP S.A. an die Gemeinde Sońsk übertragen und für soziale Zwecke genutzt. Dadurch wird der Bahnhof zu einem Zentrum, das Dienstleistungen für Reisende und Einwohner integriert.
Die Investition wird die Zugänglichkeit ohne architektonische Barrieren gewährleisten. Vor dem Haupteingang wird eine Rampe gebaut, während im Inneren ein Aufzug, Wege für Blinde und Sehbehinderte sowie speziell angepasste Toiletten vorhanden sein werden. Im Gebäude werden elektronische Anzeigen mit Fahrplänen installiert sowie Sicherheitssysteme und ökologische Lösungen – von moderner Überwachung und Zugangskontrolle bis hin zu Einbruch- und Überfallalarm und einem BMS-System zur Optimierung des Wasser-, Strom- und Wärmeverbrauchs.
So sah das Gebäude im Jahr 1940 aus:
Der Bahnhofsvorplatz wird neu belebt. Geplant sind Parkplätze für Autos und Fahrräder, Elemente der Kleinarchitektur – Unterstände, Bänke, Mülleimer – und eine Begrünung.
Die Modernisierung wird aus Eigenmitteln der PKP S.A. finanziert und ihr Bruttowert wird auf mehrere Millionen Zloty geschätzt. MAPLE sp. z o.o. aus Kattowitz war für die Ausarbeitung der Projektdokumentation und die Bauaufsicht verantwortlich. Die Auswahl des Generalunternehmers und die genaue Höhe des Auftragswertes werden nach Abschluss der Ausschreibung bekannt gegeben. Die genauen Termine für die Eröffnung des Bahnhofs für Reisende hängen vom Fortschritt der Arbeiten, der Inbetriebnahme der Anlagen sowie der technischen Abnahme und der Betriebserlaubnis ab.
quelle: PKP S.A.
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