Im Stadtteil Podolany in Poznań haben die Architekten des Büros mode:lina™ in einem Haus aus dem Jahr 2010 einen Raum geschaffen, in dem Alltag und Kunst aufeinandertreffen. Der Klotz des Gebäudes blieb intakt, aber das Innere erhielt neue Funktionalität und eine einheitliche Materialpalette. Die Eigentümer betonen, dass sie sich einen Ort wünschten, an dem die Kunst kein Zusatz ist, sondern ein natürlicher Bestandteil des Alltags. Das Haus der Sammler hat eine neue Einrichtung erhalten.
Das Programm des Hauses ist klar: Im Erdgeschoss gibt es einen Eingang mit Vorraum, ein Gästebad, ein Wohnzimmer und eine Küche mit Essbereich, die sich zum Garten hin öffnet. Im ersten Stock befinden sich das Hauptschlafzimmer mit Ankleideraum und Bad, ein kompaktes Kinderbad, ein Fitnessraum und ein Arbeitszimmer. In den Wänden sind Stauräume versteckt, was dem Raum ein geordnetes und leichtes Gefühl verleiht.
Das Erdgeschoss des Hauses zeichnet sich durch die Wärme der Eichentäfelung aus, die den Raum vom Boden bis zur Decke umhüllt. Die Schränke verbergen Türen und Stauraum, so dass der Flur nahtlos in den Wohnbereich und die Küche übergeht. Die Holzkabine, die durch das geriffelte Glas der Anrichte unterbrochen wird, verleiht dem Innenraum eine leichte und subtile Eleganz. Die Bodenbeläge definieren die Grenzen der Funktion – lackierte Eiche in den Trockenbereichen und große Fliesen in den Arbeitsbereichen und im Eingangsbereich.
Die Küche wirkt wie ein Atelier, in dem Arbeitsplatten aus Stein und Eichenfronten eine Atmosphäre der Wärme und Nachhaltigkeit schaffen. Große Fenster lassen Licht herein, das sich morgens an den geriffelten Gläsern verfängt, und abends wird die Atmosphäre durch Spots und dekorative Lampen erzeugt. Es ist ein Raum, der die Bewohner bei gemeinsamen Mahlzeiten einbindet.

Eine neutrale Farbpalette aus Weiß, Eiche und Stein lässt die Kunstsammlung der Eigentümer zur Geltung kommen. Skulpturen und Drucke interagieren mit Design-Ikonen – Eames-Stühle von Vitra, Lampen von Louis Poulsen, ein Sofa von Muuto oder Wandleuchten von Artemide. In der Lobby steht eine modulare Kommode von USM, und der gesamte Raum bleibt offen für Veränderungen in der Präsentation. Wie die Autorin des Projekts, Kinga Kin, betont, ermöglicht der neutrale Hintergrund eine freie Gestaltung ohne die Notwendigkeit einer Revolution.
Im ersten Stock befindet sich der private Bereich. Das Schlafzimmer wurde mit einem Schminkbereich und einer intimen Arbeitsecke kombiniert, die in einem durch kanneliertes Glas abgetrennten Holzschrank untergebracht ist. Dahinter wurde ein Ankleidezimmer mit schwarzem Holz und Glasfronten eingerichtet, das mit einer bequemen Bank ausgestattet ist.
Das Badezimmer des Gastgebers ist eine Manifestation der Schönheit des Steins – die Arbeitsplatte, die hohe Leiste hinter dem Waschbecken und die Duschwand kontrastieren mit matten Fliesen und Eichenschränken.
Das Haus der Sammler in Poznań ist ein Projekt, bei dem die Architekten bewusst auf Überflüssiges verzichtet haben. Eiche, Stein und Licht wurden zu einem ausreichenden Hintergrund, damit Alltag und Kunst in Harmonie koexistieren können.
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Über das Studio:
mode:lina™ ist ein Designstudio mit Sitz in Poznań, das von Paweł Garus und Jerzy Woźniak gegründet wurde und heute aus einem Team talentierter junger polnischer Architekten und Designer besteht. Ihre gemeinsame Herangehensweise an die Architektur basiert auf der ständigen Erforschung neuer Formen und Funktionen, wobei sie über die üblichen Muster hinausgehen und sich von Widersprüchen und Kontrasten inspirieren lassen. Die Projekte von mode:lina™ sind Erfahrungsräume, die einen echten Einfluss auf die Qualität des täglichen Lebens haben. Die Logik der Arbeit des Teams umfasst Proaktivität, Unabhängigkeit bei der Suche nach Lösungen und echte Freude am kreativen Prozess.
entwurf: mode:lina Architekten
entwurfsteam: Kinga Kin, Paweł Garus, Jerzy Woźniak
fotografie: Patryk Lewiński
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