Stella, ein neues 14-stöckiges Bürogebäude in Nagpur, Indien, entworfen vom Architekturbüro Sanjay Puri Architects, zeichnet sich durch eine Fassade aus, die als Antwort auf die extreme Hitze einer der heißesten Städte des Landes entwickelt wurde. Eine mehrschichtige Hülle aus Terrassen, Pflanzen und Aluminiumjalousien verwandelt das kompakte Gebäude in ein Musterbeispiel für Architektur, die realen Schutz vor Temperaturen von bis zu 48 Grad Celsius bietet und gleichzeitig komfortable Arbeitsbedingungen gewährleistet.
Das neue 14-stöckige Bürogebäude Stella in Nagpur ist ein Beispiel für Architektur, die nicht nur den Anforderungen des Marktes, sondern vor allem den klimatischen Gegebenheiten einer der heißesten Städte Indiens gerecht wird. Es wurde von Sanjay Puri Architects entworfen und steht auf einem 836 m² großen Grundstück. Trotz seiner kompakten Abmessungen bietet es 5.575 m² Bürofläche. Die Anforderungen an den Freiraum um das Gebäude herum erforderten eine vertikale Komposition, sodass auf jeder der 14 Etagen vier unabhängige Büros untergebracht sind, die auf natürliche Weise beleuchtet und belüftet werden.
Die Fassade als Schutzschild gegen die Hitze
In der Stadt Nagpur werden regelmäßig Temperaturen von bis zu 48 Grad Celsius gemessen, was das lokale Klima zu einem entscheidenden Faktor für die Planung macht. Die Architekten betrachteten die Fassade daher nicht nur als Dekoration, sondern auch als funktionalen, mehrschichtigen Schutz. Entlang des gesamten Gebäudekreises wurden halbkreisförmige offene Terrassen und Pflanzkübel angeordnet, die durch Aluminiumjalousien geschützt sind. Sie bilden eine rhythmische, abwechselnde Struktur, die die direkte Erwärmung der Wände begrenzt und gleichzeitig Vegetation auf jede Etage bringt.
Die grünen Puffer schaffen rund um das Gebäude kühlere Mikroklimata, was zu einer stabileren Temperatur im Inneren führt. Dadurch profitieren die Büros von diffusem Tageslicht und nicht von grellem, aufheizendem Sonnenlicht. Diese Lösung ist eine bewusste Abkehr von vollständig verglasten Fassaden, die unter tropischen Bedingungen einen enormen Energieverbrauch verursachen.

Funktionale Anordnung
Der Kommunikations- und Technikbereich wurde auf der Ostseite angeordnet, um die Nord-, West- und Südfassade für die Büroräume zu öffnen. Die größten Module wurden an der Vorder- und Rückseite des Gebäudes angeordnet, wo der Zugang zu Tageslicht und natürlicher Belüftung am günstigsten ist. Dadurch profitieren die Mitarbeiter von komfortablen Arbeitsbedingungen, und die Innenräume bleiben hell, ohne dass eine intensive Beleuchtung erforderlich ist.
Architektur, die in ihrem Standort verwurzelt ist
Stella ist ein Manifest für Design, das sich aus den lokalen Gegebenheiten ergibt. Anstatt globale Vorbilder zu kopieren, schufen Sanjay Puri Architects ein Gebäude, das auf extreme Temperaturen, begrenzte Grundstücksfläche und die Notwendigkeit der Minimierung des Energieverbrauchs reagiert. Die mehrschichtige Fassade, die Einführung von Grünflächen und passive Kühlstrategien machen das Gebäude widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse und bieten gleichzeitig eine moderne, komfortable Arbeitsumgebung.
Das neue Bürogebäude ist ein Beispiel für Architektur, die auf durchdachte Weise auf die Herausforderungen des lokalen Klimas reagiert und zeigt, dass nachhaltiges Design gleichzeitig ausdrucksstark, rational und tief in der Realität des Ortes verankert sein kann.
Entwurf: Sanjay PuriArchitects
Fotos: Vinay Panjwani
Quelle: v2com
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