Galleria ist ein Projekt des Architekturbüros OMA in Gwanggyo bei Seoul. Das Gebäude füllt das Grundstück an der Grenze zwischen der Stadtbebauung und dem Gwanggyo Lake Park aus, was die Architekten dazu inspirierte, eine Struktur zu entwerfen, die an eine natürliche Felsformation erinnert, die aus dem Boden ragt. Seine einzigartige Form definiert die Ästhetik moderner Kaufhäuser neu. Hanwha Galleria ist ein Pionier im Luxushandel in Südkorea. Die Marke ist seit den 1970er Jahren tätig, und das Gebäude in Gwanggyo ist ihre sechste Niederlassung.
Galleria – geologischer Ausdruck
Das außergewöhnlichste Element des Gebäudes ist seine Fassade, die durch ihre reichhaltigen Mosaike ins Auge fällt. Ihre Form erinnert direkt an Sedimentschichten und die natürliche Textur von Stein. Durch diese Lösung hebt sich das massive Gebäude deutlich von den benachbarten, farblosen Hochhäusern ab und bildet einen starken Blickfang. Die vielfältigen Farbtöne und Rauheiten des Materials erzeugen den Eindruck einer Tiefe der Fassade, die sich je nach Lichteinfall verändert. Anstelle einer typischen glatten Wand schlugen die Architekten eine skulpturale Fassadengestaltung vor. Dadurch scheint der schwere Monolith Leben auszustrahlen.

Die einzigartige Form des Kaufhauses
Bemerkenswert ist auch die vielwandige Glasformation, die das Gebäude vom Eingang bis zum Dachgarten umgibt. Dieser transparente Verbindungsgang ermöglicht es Passanten, das Leben im Inneren zu beobachten, und bietet den Besuchern gleichzeitig einen Blick auf die umliegende Stadt. Im Gegensatz zu klassischen Einkaufszentren lädt dieser Raum zum freien Spazierengehen und Entdecken der verschiedenen Ebenen ohne klare Trennungen ein. Der deutliche Kontrast zwischen undurchsichtigem Stein und facettenreichem Glas verleiht dem Gebäude Dynamik und beseitigt seine Monotonie.
Galleria in Gwanggyo
Das Innere des Kaufhauses ist ein weiteres Abenteuer. Hier verbindet sich traditioneller Handel mit Kultur und Freizeit, was den Ansatz der Marke Hanwha Galleria widerspiegelt. Kaskadierende Terrassen und offene Räume entlang des gläsernen Weges dienen der Organisation von Ausstellungen und Kunstveranstaltungen. Das zieht Menschen an, die mehr als nur Produkte suchen. Die Designer setzten auf die Integration des öffentlichen und privaten Bereichs und schufen einen Treffpunkt, der unabhängig von den Öffnungszeiten der Boutiquen voller Leben ist.
Entwurf: OMA
Fotos: Hong Sung Jun für OMA
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