Es ist wie ein Lemko-Häuschen. Ein Haus in den Niederen Beskiden

Es ist von einer idyllischen Landschaft umgeben, die eine Pause von der Hektik der Großstadt bietet. Wie ein Lemko-Häuschen fügt sich das Haus perfekt in seine Umgebung ein. Dieser Effekt wurde durch die Verwendung der richtigen Fassadenmaterialien erreicht. Das Gebäude entstand aus den Träumen der Investoren, die sich gerne in einer solchen Umgebung aufhalten. Bei den Investoren handelt es sich in diesem Fall um ein Architektenpaar, das das Haus für sich selbst entworfen hat.

Bei der Suche nach einem Ort für den Bau des Hauses haben sie mehrere Möglichkeiten in Betracht gezogen. Die Wahl fiel auf das Dorf Oderne in der Gemeinde Uście Gorlickie im Beskid Niski-Gebirge. Marcin Janusz entwarf das Äußere des Hauses und seine Partnerin Anna gestaltete die Inneneinrichtung. Fünf Jahre lang lebten sie hier zusammen mit ihrem Sohn Antek und ihrem Hund Moro. Heute leben sie im nahe gelegenen Gorlice und vermieten das Haus gelegentlich.

Bei der Gestaltung des Gebäudes hat sich der Architekt von den Lemko-Häusern inspirieren lassen. Dabei handelt es sich um traditionelle Häuser mit Schrägdächern, die mit Stroh und später mit Schindeln gedeckt wurden. Solche Gebäude wurden auf einem rechteckigen Grundriss errichtet. Sie waren bis zu 20 m lang und 6 bis 7 m breit. Bei der modernen Version entwarf der Architekt das Haus aus funktionalen Gründen auf einem U-Grundriss. Er beschloss, die Außenwände und das Dach mit Zedernschindeln zu decken, die nach einigen Monaten die gewünschte Patina annahmen. Die dunklere Farbe ließ das Haus mit der umgebenden Natur verschmelzen.

Die U-förmige Konstruktion des Hauses ermöglichte es, im Inneren eine riesige Terrasse mit einer Fläche von 80 Quadratmetern anzulegen. Dank der großen, 6 m langen Falttüren wird die Terrasse Teil des Wohnzimmers und vergrößert den Wohnbereich und öffnet ihn zur Natur. Auch die Schlafzimmer blicken auf die Terrasse, was ihre Bedeutung noch mehr unterstreicht.

Die meisten Möbel im Inneren wurden vom Architekten selbst hergestellt. Alte Bretter aus einer örtlichen Scheune wurden verwendet, um die richtige Atmosphäre zu schaffen. Die Bretter wurden z. B. für die Regale im Badezimmer verwendet. Alte gusseiserne Heizkörper, die die Eigentümer auf einem Schrottplatz gekauft haben, verleihen dem Interieur ebenfalls Charakter.

Insgesamt hat das Gebäude eine Gesamtfläche von 123 Quadratmetern und eine Nutzfläche von 104 Quadratmetern.

foto: Marcin Grabowiecki(marcingrabowiecki.pl)

entwurfsteam: Marcin Janusz – Architekt, Wolarek und Zatorowski – Konstruktionen

quelle: www.oderne.com

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