Ausstellung „Mehr als nur Stein. Lasst uns über die Zugänglichkeit von Denkmälern sprechen”

„Mehr als nur Stein. Lasst uns über die Zugänglichkeit von Denkmälern sprechen” ist eine neue Ausstellung im Schloss in Cieszyn über das Recht auf Kulturerbe. Ist ein Denkmal noch immer ein „gemeinsames Gut”, wenn Millionen von Menschen es nicht nutzen können? Die Ausstellung „Mehr als Stein. Lasst uns über die Zugänglichkeit von Denkmälern sprechen”, die im Schloss in Cieszyn im Rahmen der Reihe „Design im öffentlichen Raum” präsentiert wird, greift eine der wichtigsten Herausforderungen des zeitgenössischen Denkmalschutzes auf: Wie lässt sich Konservierung mit Zugänglichkeit vereinbaren?

Die Ausstellung wurde vom Schloss in Cieszyn organisiert und von Magdalena Storożenko-Polak und Blanka Przedpełska von der PLACES Foundation kuratiert, einer Stiftung, die sich mit inklusivem Design und Barrierefreiheit befasst.

„Mehr als Stein” geht weg von der Frage „Darf man Denkmäler zugänglich machen?” hin zu der Frage „Wie macht man das sinnvoll?”. Die Ausstellung basiert auf einem sozialen Modell von Behinderung, das zeigt, dass nicht der Körper, sondern schlecht gestaltete Räume Barrieren schaffen. Rampen, Aufzüge, Tiflografik, Beschriftungen oder virtuelle Rundgänge sind hier keine Gefahr für die Geschichte – sie sind Werkzeuge, die Millionen von ausgegrenzten Menschen ihr kulturelles Erbe zurückgeben.

Die Ausstellung präsentiert Projekte aus aller Welt – unter anderem aus Pompeji, Ferrara und Madrid – sowie polnische Projekte, darunter Maßnahmen des Nationalmuseums in Krakau, des Museums von Warschau und Beispiele für digitale Rekonstruktionen. Sie zeigen, wie man fortschrittliche Konservierung mit physischer, sensorischer und kognitiver Barrierefreiheit verbinden kann.

Ein wichtiger Kontext der Ausstellung ist auch der Einfluss des Kontakts mit dem Kulturerbe auf Gesundheit und Wohlbefinden. Die in der Ausstellung zitierten Studien belegen, dass der Umgang mit authentischen Kunstwerken und Denkmälern den Stresslevel senkt, die Rehabilitation unterstützt, die Funktionsfähigkeit von Menschen mit Demenz verbessert und Menschen in psychischen und sozialen Krisen hilft. Die Zugänglichkeit von Denkmälern ist somit nicht nur eine Frage der Gleichberechtigung, sondern auch eine reale Investition in die öffentliche Gesundheit.

„Mehr als Stein” ist gleichzeitig eine Ausstellung, ein Appell und ein praktischer Leitfaden. Sie gibt Selbstvertretern eine Stimme, stellt Fragen zum Ableismus im Denkmalschutz und zeigt, wie Denkmäler so gestaltet werden können, dass sie wirklich allen gehören.

Die Ausstellung ist bis zum 1. März 2026für die Öffentlichkeit zugänglich . Weitere Informationen: www.zamekcieszyn.pl.

Titel der Ausstellung:
” (Mehr als Stein: Lasst uns über die Barrierefreiheit von Denkmälern sprechen) Mehr als Stein: Lasst uns über die Barrierefreiheitvon Denkmälern sprechen

Veranstalter:Schloss Cieszyn (
)

Kuratorinnen:Magdalena Storożenko-Polak (
), Blanka Przedpełska (PLACES Foundation)

Ausstellungsgestaltung:
Magdalena Storożenko-Polak (PLACES Foundation)

Grafikdesign:
Justyna Pianka, Katarzyna Mizera (PLACES Foundation)

Visuelle Identität und Katalogdesign:
Justyna Pianka

Die Veranstaltung ist beendet.

Datum

01 Feb. 2026 - 01 März 2026
Zakończone

Uhrzeit

Ganztags

Standort

Zamek w Cieszynie