Muzeum Narodowe w Poznaniu
Elewacja po renowacji. Fot. Tomasz Hejna - Lagom Photo

Fassade so gut wie neu! Das Nationalmuseum in Poznan wird gerade renoviert

Das Nationalmuseum in Poznań wird immer hübscher! Der größte Teil der Arbeiten an der Hauptfassade ist gerade abgeschlossen worden, und das Ergebnis ist wirklich beeindruckend. Oberflächen, die zuvor schmutzig und durch den Lauf der Zeit beschädigt waren, haben ihre Noblesse, die Klarheit der Details und die frühere Farbe des Steins wiedererlangt. Dies ist ein Meilenstein für die Landschaft des Freiheitsplatzes und für die Institution, deren Gebäude die repräsentative Arterie der Stadt, Aleje Marcinkowskie, seit mehr als einem Jahrhundert begleitet. Die vollständige Modernisierung wird bis 2027 dauern, wobei die diesjährige Phase, die mehr als fünf Millionen Zloty kostet, vollständig vom Ministerium für Kultur und Nationales Erbe finanziert wird.

Das Nationalmuseum in Poznań – das neue Gesicht der Fassade

Die renovierte Fassade an der Marcinkowskiego-Allee ist das erste sichtbare Ergebnis der Renovierungsarbeiten, die in diesem Sommer begonnen haben. Die gereinigte Textur des Steins offenbart Details, die zuvor unter dem Schmutz verloren gegangen waren. Die Fertigstellung dieser Etappe hat die Wahrnehmung des gesamten Gebäudes besonders stark verändert: Die Architektur hat an optischer Leichtigkeit und Eleganz gewonnen, und der Rhythmus der Gliederung ist klarer und deutlicher geworden. Die Arbeiten an der Fassade und dem Zaun auf der Seite der Ludgardy-Straße stehen ebenfalls kurz vor dem Abschluss.

Fassade nach der Renovierung. Foto von Tomasz Hejna – Lagom Photo

Arbeitsprogramm und Plan für die weitere Renovierung

In der ersten Phase werden die Ost- und Westfassade aufgefrischt und der Austausch von Teilen der Dacheindeckung vorbereitet. Die vorhandene Teerpappe wird durch Kupferblech ersetzt, wodurch die optische Integrität des historischen Gebäudes wiederhergestellt wird. Auch an der Südwestecke des Gebäudeabschlusses werden Änderungen vorgenommen, indem eine steinerne Rekonstruktion einer Betonkopie der Skulpturengruppe aufgestellt wird. Auch der historische Zaun, der während des Zweiten Weltkriegs beschädigt wurde, wurde in Angriff genommen. Durch die Restaurierung der Steinelemente und die Reparatur der gusseisernen Pfosten oder Spannweiten wird die ursprüngliche, seit langem gestörte Komposition wiederhergestellt. Am Ende der Investition wird eine völlig neue Beleuchtung des Gebäudes stehen, die den architektonischen Rhythmus der Fassaden bei Dunkelheit hervorheben wird.

Architektur von vor einem Jahrhundert: Ursprünge und Schöpfer

Das Museumsgebäude wurde zwischen 1900 und 1903 nach einem Entwurf von Karl Hinckeldeyn errichtet. Das Gebäude sollte ein Schaufenster für die Institution und ein Element des städtischen Spiels zur Beeinflussung des kulturellen Images der Stadt sein. Die für die Stuckarbeiten, Mosaike und Skulpturen verantwortlichen Künstler, darunter Hans Koberstein und Stephan Walter, waren an der Realisierung beteiligt. Reinhold Ahrens schuf die allegorischen Büsten, die noch heute die Komposition des repräsentativen Saals eröffnen. Die Gliederung in vier Flügel mit einem zentralen verglasten Innenraum schafft eine klare Eingangsachse, und die Fassaden differenzieren die Funktionen durch unterschiedliche ikonographische Motive. Der frühere Entwurf betonte die drei Sammlungsbereiche des Museums: Kunst, Naturgeschichte und Handwerk. Auf diese Weise wirkte die Architektur wie ein visuelles Manifest des damaligen Museumskonzepts.

Muzeum Narodowe w Poznaniu
Das Museumsgebäude im Jahr 1928. Quelle: Wielkopolska Digital Library

Das Nationalmuseum in Poznań nach 1918

Nach der Unabhängigkeit wurden alle deutschen Symbole entfernt und einige der Dekorationen ersetzt. Der Name der Einrichtung wurde jedoch in Großpolnisches Museum geändert. Nur Fragmente der Fassade des Gebäudes behielten ihre ursprünglichen Mosaike, die heute als Quellenmaterial für die Erforschung der Geschichte des Ortes dienen. Der Krieg führte zwar nicht zur völligen Zerstörung des Gebäudes, hinterließ aber deutliche Spuren an der Steinstruktur. Einschuss- oder Schrapnellschäden wurden mit Material aufgefüllt, das sich im Laufe der Zeit farblich vom Rest der Fassade absetzte, was heute in Form von hellen Flecken sichtbar ist. Im Jahr 1950 kam der Name des Nationalmuseums in Posen hinzu, und in den 1970er Jahren wurden Mosaiktondos mit den Namen polnischer Maler angebracht. Im Jahr 2001 wurde jedoch ein neuer Flügel der Gemälde- und Skulpturengalerie fertiggestellt, der die früheren Erweiterungskonzepte weiterentwickelt.

Die Renovierung des Museums – die erste seit Jahrzehnten

Vier Jahrzehnte ohne größere konservatorische Eingriffe haben dazu geführt, dass der Stein stark nachgedunkelt ist und die Klarheit der Details verloren gegangen ist. Die jetzigen Arbeiten stellen die frühere Qualität des Materials wieder her, erinnern aber auch an die komplexe Geschichte des Museums. Durch die Arbeiten hat die Fassade an der Marcinkowskiego-Allee ihre Lesbarkeit und visuelle Frische zurückgewonnen, und die Stadt hat einen neuen Blickpunkt auf dem repräsentativen Großpolenplatz erhalten.

Muzeum Narodowe w Poznaniu
Innenraum. Fotograf: mamik/photopolska.eu

Quelle: Nationalmuseum in Poznań

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Blick vom Wolności-Platz auf das Museumsgebäude – um 1910 und 2024 Foto: Universitätsbibliothek Poznań und das alte Poznań damals und heute

Die Fassade des Gebäudes vor und nach der Renovierung. Foto von Tomasz Hejna – LAGOMphoto