Die grüne Neugestaltung der Zgoda-Straße in Warschau nähert sich ihrem Ende. Der ehemals von Autos und Asphalt dominierte Raum hat sich in einen fußgängerfreundlichen „Woonerf“ verwandelt, der voller Bäume und Beete mit Blumen, Stauden und Sträuchern ist. Dies ist ein wichtiger Teil des Programms „Nowe Centrum Warszawy“ (Neues Zentrum von Warschau), das die Innenstadt der Hauptstadt schrittweise umgestaltet.
Die grüne Zgoda-Straße ist farbenfroh geworden
Die Umgestaltung der Zgoda-Straße begann im Sommer 2024. Der Vertrag mit dem Unternehmen Skanska wurde am 16. Juli unterzeichnet, und die Arbeiten begannen im August. Für das städtebauliche und landschaftsarchitektonische Konzept ist das Warschauer Büro RS Architektura Krajobrazu unter der Leitung von Dorota Rudawa verantwortlich. Das Projekt umfasst das gesamte Viertel zwischen den Straßen Zgoda, Złota, Jasna, Sienkiewicza sowie einen Abschnitt der Marszałkowska. Die Arbeiten werden auf einer Fläche von etwa 2,5 ha durchgeführt und sind größtenteils kurz vor dem Abschluss. Die Fertigstellung ist für die zweite Hälfte des Jahres 2026 vorgesehen.
Hunderte von Bäumen und Regenwasserrückhaltung
Die auffälligste Veränderung ist die enorme Menge an neuem Grün. Im gesamten Block werden letztendlich 167 große Bäume stehen, von denen viele bereits etwa 9 m hoch sind. Direkt an der Zgoda-Straße wurden unter anderem 11 stattliche Ulmen gepflanzt. Ergänzt werden diese durch Sträucher, Stauden, Rasenflächen und Blumenwiesen, wobei die Grünflächen eine Fläche von fast 3.000 m² erreichen werden. Unter der Złota-Straße wurden Rückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von 432.000 Litern angelegt, die Regenwasser für die automatische Bewässerung der Pflanzen sammeln. Ergänzt wird dieses System durch Regengärten, Versickerungsbehälter und wasserdurchlässige Beläge. Dadurch verbleibt das Regenwasser vor Ort und versorgt die Pflanzen auch während der sommerlichen Hitzeperioden mit Wasser.

Ein „Woonerf“ statt einer Autostraße
Noch vor kurzem war die Zgoda-Straße von Asphalt, breiten Fahrbahnen, schmalen Gehwegen und Parkplätzen geprägt. Die gesamte Begrünung der Straße bestand hingegen aus … einem einzigen Baum. Nach dem Umbau ist es nun ein freundlicher „Woonerf“, also eine verkehrsberuhigte Straße, in der Fußgänger Vorrang haben. Das gesamte Gebiet befindet sich nun in einer Anwohnerzone und einer Tempo-30-Zone. Ein Teil der Parkplätze steht den Anwohnern weiterhin zur Verfügung, während die übrigen Autos auf den nahegelegenen Parkplatz am Plac Powstańców Warszawy umgeleitet werden. In der Nähe der Zgoda-Straße 12 entsteht ein Platz mit einem Spielplatz, einem Outdoor-Fitnessbereich, Tischen und Sitzgelegenheiten. Vor der Nationalphilharmonie entsteht der „Ogród Muzyki“ (Musikgarten), und am „Dom pod Orłami“ entsteht ein neuer städtischer Platz.
„Zielona Zgoda“ nähert sich dem Abschluss
Die neue Zgoda-Straße kann bereits mit einem Steinbelag, hochwertigen Gehwegplatten und breiten Grünstreifen aufwarten. Zudem werden Bänke, Fahrradständer, Abfallkörbe, eine neue Beleuchtung und Videoüberwachung installiert. Der Großteil der Arbeiten ist bereits abgeschlossen, derzeit werden kleinere Pflanzen gesetzt. Nach Abschluss des gesamten Projekts im Rahmen des „Neuen Zentrums von Warschau“ erhalten die Anwohner einen kühleren und freundlicheren Raum, der das Phänomen der städtischen Wärmeinsel mindert und die Fortbewegung zu Fuß zwischen der Chmielna-Straße, dem sogenannten Pięciu-Rogów-Platz, dem Zentralplatz und dem Powstańców-Warszawy-Platz.
Quelle:Stadtverwaltung Warschau
Fotos: Mateusz Markowski/whiteMAD
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Zgoda früher und heute. Foto: Google Maps und Mateusz Markowski/whiteMAD



