palma na Rondzie de Gaulle’a

Hauptstadt: Rund um die berühmte Palme am Rondó de Gaulle werden Blumen blühen

Die Warschauer Palme am De-Gaulle-Kreisverkehr wird künftig von Pflanzen statt von Beton umgeben sein. Die Stadtverwaltung hat gerade eine Ausschreibung für die Entfernung eines Teils der befestigten Flächen auf der Verkehrsinsel in der Mitte der Kreuzung veröffentlicht. An ihrer Stelle werden Tausende von Blumen und Stauden wachsen, die eine von einem tropischen Archipel inspirierte Landschaft schaffen sollen.

Am De-Gaulle-Kreisverkehr werden Blumen blühen

Von der zentralen Verkehrsinsel des Kreisverkehrs werden etwa 500 m² Beton entfernt. An deren Stelle werden fast 7.000 Stauden und Zwiebelpflanzen gepflanzt. Das Projekt sieht die Schaffung kleiner Hügel vor, die mit Ostica und Verbena bepflanzt werden und an über den Ozean verstreute Inseln erinnern sollen. Der Raum dazwischen wird mit Salbei und Katzenminze gefüllt.

Es wird immer mehr Grün geben

Der Umbau des De-Gaulle-Kreisverkehrs ist Teil eines größeren Veränderungsprozesses in Warschau. Die Entbetonung von Straßen und Plätzen trägt dazu bei, die Auswirkungen der städtischen Hitze zu mildern, da Pflanzen Regenwasser speichern, Lärm dämpfen und die Luftqualität verbessern. Ähnliche Maßnahmen wurden bereits an vielen Stellen in der Innenstadt umgesetzt. Im vergangenen Jahr wurde der Plac Centralny (Zentralplatz) eröffnet, und derzeit werden die Arbeiten an den Straßen Złota und Zgoda abgeschlossen, wo neue Grünflächen eine große Rolle spielen. Am Rondo de Gaulle bleiben spezielle Haltebuchten erhalten, die das vorübergehende Halten von Fahrzeugen der städtischen Dienste und der Polizei ermöglichen.

palma na Rondzie de Gaulle’a

Die Palme am De-Gaulle-Kreisverkehr – ein Symbol Warschaus

Die von Joanna Rajkowska entworfene Palme wurde 2002 als Teil des Projekts „Grüße von den Aleje Jerozolimskie“ auf dem Kreisverkehr aufgestellt. Das Objekt wurde aus Kunststoffen und natürlichen Materialien gefertigt. Die Konstruktion ist etwa 15 Meter hoch, witterungsbeständig und auf einem Stahlgerüst befestigt, das mit Betonfertigteilen beschwert ist. Inspiration für die Künstlerin war die Geschichte der ehemaligen jüdischen Siedlung Nowa Jerozolima, nach der die Aleje Jerozolimskie benannt wurden. Im Jahr 2007 wurde Rajkowskas Installation einer gründlichen Renovierung unterzogen, bei der die Rinde des Stammes und die Blätter ausgetauscht wurden.

Der Kreisverkehr verschwindet, die Palme bleibt

Die neue Begrünung rund um die Palme ist jedoch nur eine vorübergehende Lösung. Die Zukunft dieses Ortes ist mit einer umfassenden Modernisierung der Querbahnlinie und dem Bau eines neuen Bahnhofs verbunden. Im Rahmen des Projekts soll der Kreisverkehr durch eine klassische Kreuzung ersetzt werden. Die 2017 verabschiedeten städtebaulichen Unterlagen wiesen darauf hin, dass das derzeitige Straßennetz im Verhältnis zur umgebenden Bebauung zu weitläufig ist und die Fortbewegung von Fußgängern, Radfahrern sowie des öffentlichen Nahverkehrs erschwert. Die Beseitigung des Kreisverkehrs bedeutet das Verschwinden der zentralen Verkehrsinsel, auf der heute die Palme steht. Die Stadtverwaltung betont jedoch, dass die berühmte Installation im Stadtbild von Warschau erhalten bleibt.

Quelle: zdm.waw.pl

Lesen Sie auch:Architektur in Polen|Stadtplanung|Stadt|Öffentlicher Nahverkehr|Wissenswertes|Skulptur|Warschau