Hier nimmt Marcin Myszka seine Podcasts auf. Wir werfen einen Blick ins Studio von „Kryminatorium“!

Das neue Kryminatorium-Podcast-Studio, entworfen vom Architekturbüro mode:lina™, umfasst 42 m² präzise gestalteter Fläche, in der die Architektur zur Atmosphäre beiträgt. Marcin Myszka – Schöpfer eines der beliebtesten polnischen True-Crime-Podcasts – hat einen Ort erhalten, der nicht nur den Aufnahmeprozess unterstützt, sondern auch die für seine Geschichten über Verbrechen, Vermisstenfälle und ungeklärte Fälle charakteristische Atmosphäre schafft.

Die Ästhetik eines Detektivbüros

Ausgangspunkt für die Architekten war die Vision eines filmischen Ermittlungsbüros. Es ist ein Raum, in dem sich Fakten zu einem Netz von Zusammenhängen fügen und jedes Element der Innenausstattung die Spannung verstärkt. Die Farbpalette aus Schwarz und tiefem Rot schafft eine intensive, düstere Atmosphäre, ohne jedoch zu erdrücken – sie bildet vielmehr den Hintergrund für Geschichten, die im Studio zusätzliche Tiefe gewinnen.

Das Studio wurde als variable Kulisse für Audio- und Videoaufnahmen konzipiert. Jede der Wände erfüllt eine andere Funktion und ermöglicht es dem Künstler, unterschiedliche Stimmungen zu erzeugen. Eine wurde in eine kriminaltechnische Tafel verwandelt – mit Materialien, die durch Schnüre verbunden sind und an die Rekonstruktion des Tathergangs erinnern. Dies ist eine visuelle gedankliche Abkürzung, die den Betrachter sofort in die Welt der Ermittlungen entführt.

Die zweite Wand bietet einen neutraleren, theatralischen Hintergrund. Ein schwerer Vorhang und ein LED-„Fenster“ mit Jalousien ermöglichen eine präzise Lichtsteuerung und schaffen sowohl intime als auch dynamischere Bildausschnitte. Am eindrucksvollsten ist jedoch die Wand mit Monitoren, Auszeichnungen für Millionen von Aufrufen und Vintage-Audiogeräten. Ein rotes Display mit dem Namen des Podcasts verwandelt diesen Teil des Raums in eine Installation mit ausdrucksstarkem Charakter.

Moderne Technologie

Das Studio wurde für die professionelle Audioproduktion konzipiert. Wände und Decke sind mit Akustikpaneelen verkleidet, die den Hall eliminieren und für eine klare Aufnahmequalität sorgen. Über dem Aufnahmebereich ist ein Schienensystem mit Beleuchtung und Mikrofonen angebracht, das schnelle Änderungen der Einstellungen ermöglicht. So kann der Raum innerhalb weniger Augenblicke von einem intimen Monolog zu einer aufwendigen Videokulisse umgestaltet werden.

„Wir wollten einen Raum schaffen, der als Werkzeug für die Erzählung dient, beim Aufbau von Spannung hilft und dem Künstler gleichzeitig volle Freiheit bei der Arbeit lässt“, betont Kinga Kin von mode:lina™. Jerzy Woźniak, Mitbegründer des Studios, fügt hinzu: „Jede Wand ist eine andere Bühne, und Licht und Akustik ermöglichen es, den Charakter der Aufnahme in wenigen Sekunden zu verändern.“

Marcin Myszka weist darauf hin, dass das Kryminatorium von Anfang an auf dem Erzählen von Geschichten basiert. „Mir war ein Ort wichtig, der die Atmosphäre dieser Geschichten widerspiegelt, aber gleichzeitig ein komfortables und flexibles Arbeitsinstrument bleibt. Dieses Studio bietet mir genau diesen Raum.“

Die gestalterische Herausforderung

Die Umsetzung durch das Studio mode:lina™ zeigt, dass ein modernes Aufnahmestudio kein neutraler Hintergrund sein muss. Es kann zu einem integralen Bestandteil der Geschichte werden, der Emotionen verstärkt und Spannung aufbaut, noch bevor das erste Wort gesprochen wird. Im Fall von Kryminatorium bilden Architektur und Erzählung ein stimmiges Ganzes, und die 42 m² große Fläche verwandelt sich in eine Bühne, auf der jede Geschichte zusätzliche Tiefe gewinnt.

Entwurf: mode:lina™

Fotos: Patryk Lewiński

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