Bei Renovierungsarbeiten in einem historischen Mietshaus in der Hoża-Straße 41 in Warschau wurden Spuren früherer handwerklicher und gewerblicher Tätigkeiten gefunden. Unter den Putzschichten wurden Inschriften aus der Vorkriegszeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts in polnischer und kyrillischer Schrift freigelegt. Jahrhunderts in polnischer und kyrillischer Schrift entdeckt. Es handelte sich um Reste von Schildern, die über eine Drechslerwerkstatt und Geschäfte für Schuhe und Schreibwaren informierten. Der Restaurator beschloss, sie zu erhalten und auszustellen.
Geschichte und Architektur von Hoża 41
Das Mietshaus in der Hoża-Straße 41 wurde in den Jahren 1912-1913 nach einem Entwurf von Władysław Czerwiński und Wacław Heppen gebaut. Es handelt sich um ein sechsstöckiges Eckgebäude mit einer reich verzierten Fassade. Die Fassaden zeichnen sich durch Jugendstilornamente, florale Motive und runde Erker aus. Im Inneren sind viele Originalmerkmale erhalten, darunter die Marmortreppe, die Keramikböden und die schmiedeeiserne Balustrade der Haupttreppe.

Umfang der Renovierungsarbeiten in Hoża 41
Die derzeitige Renovierung betrifft hauptsächlich die Fassade auf der Seite der Poznanska-Straße und das Haupttreppenhaus. Die Arbeiten werden mit finanzieller Unterstützung der Stadt Warschau durchgeführt. In der ersten Phase werden Wandoberflächen und architektonische Details renoviert und das Mobiliar des Treppenhauses konserviert. Bei den Vorbereitungen wurde festgestellt, dass sich die Balkonplatten in einem sehr schlechten technischen Zustand befinden und ihre Reparatur wahrscheinlich auf das nächste Jahr verschoben werden muss.
Inschriften aus der Vorkriegszeit und ihr Schutz
Die letzte umfassende Renovierung des Gebäudes fand in den 1990er Jahren statt. Damals wurde ein Großteil des alten Putzes entfernt und durch neuen ersetzt. Nach 25 Jahren musste die Fassade aufgrund zahlreicher Risse und Abplatzungen erneut saniert werden. Ziel der jetzigen Arbeiten ist es, das ursprüngliche Aussehen und die Farben des Gebäudes wiederherzustellen und die gegossenen Details zu schützen. Auch die freiliegenden Inschriften werden restauriert. Dies ist wirklich einzigartig in der Hauptstadt. Weitere Denkmäler dieser Art befinden sich u. a. im Hof des Mietshauses in der Widok-Straße 16 (wir haben HIER darüber berichtet) und an der Seitenwand der Hoża-Straße 9/11.

Konservierung der Innenräume des Mietshauses
Auch das Haupttreppenhaus wird einer umfassenden Konservierung unterzogen. Es ist geplant, die Marmortreppe zu reinigen und zu ergänzen, die Balustrade und den Stuck zu erneuern und die Keramikfliesen zu erhalten. Die Wände sollen in einem hellen Ockerton gestrichen werden, dessen ursprüngliche Verwendung durch stratigrafische Untersuchungen bestätigt wurde.
Zuschüsse für die Renovierung des Stadthauses
Für die Durchführung der Arbeiten hat die Stadt Warschau einen Zuschuss in Höhe von 232.340 PLN für die Renovierung der Fassade gewährt, was etwa 30 % der Kosten ausmacht, sowie 208.061 PLN für die Renovierung des Treppenhauses, was etwa 50 % der Gesamtkosten ausmacht.
Quelle: UM Warszawa
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