Im Zentrum von Zdunska Wola, auf dem Kreisverkehr neben dem Rathaus, stand eine monumentale Form von Beata Szczepaniak, einer Bildhauerin und Designerin aus der Stadt. Das Werk trägt den Titel „Splot“ und wurde anlässlich des 200-jährigen Bestehens von Zduńska Wola geschaffen. Dies ist ein einzigartiges künstlerisches Ereignis, denn es ist die erste abstrakte städtische Skulptur in Zdunska Wola und eine der wenigen Realisierungen dieser Art in kleineren polnischen Städten.
Eine abstrakte Form mit einer starken Botschaft
Die sieben Meter hohe Skulptur wurde aus verwittertem Stahl gefertigt, einem Material mit einer charakteristischen rostbraunen Patina, die mit der Zeit noch mehr Tiefe und Noblesse erhält. Geflecht. Die neue Skulptur führt eine moderne Formensprache in den Stadtraum ein und knüpft gleichzeitig an die Geschichte und Identität von Zdunska Wola an.
Die Skulptur besteht aus drei vertikalen Formen, die ineinander verwoben sind und in verschiedene Richtungen weisen. Sie symbolisieren die drei Kulturen – die polnische, die deutsche und die jüdische -, die die Geschichte der Stadt seit zwei Jahrhunderten mitgestaltet haben. Ihre Verflechtung ist eine Metapher für die Begegnung, den Dialog und ein gemeinsames Erbe, das trotz des Laufs der Zeit fortbesteht.

Splot – eine Hommage an die Geschichte und Identität von Zdunska Wola
Die Künstlerin betont, dass die Idee für die Skulptur aus dem Bedürfnis heraus entstanden ist, ihre Heimatstadt und ihre multikulturellen Wurzeln zu würdigen.
„Ich wollte, dass die Skulptur eine Form der Hommage an meine Stadt wird – ihre Geschichte und Traditionen in einem Symbol festhalten. splot‘ ist ein Geflecht aus Fäden, Straßen und Kulturen – ein metaphorischer Wegweiser und eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart.“ – Beata Szczepaniak
Die Skulptur ist symbolisch – sie verbindet ein Element der Erinnerung mit einem modernen Ansatz für den öffentlichen Raum. Sie ist eine künstlerische „Begegnung“ zwischen Geschichte und Gegenwart, die die Aufmerksamkeit der Bewohner und Besucher von Zduńska Wola auf sich zieht.
Weave ist auch ein direkterer Bezug. Mit der Verwendung des Gewebes verweist die Künstlerin auch auf das symbolische Geflecht von Fäden, die in den örtlichen Fabriken zwei Jahrhunderte lang verwoben wurden. Beata Szczepaniak fügt hinzu: „Zduńska Wola ist eine jüngere und kleinere Schwester von Łódź.
Kortenstahl – Langlebigkeit und Ausdruck
Das Material, aus dem die Skulptur besteht, wurde nicht zufällig ausgewählt. Mit seiner einzigartigen Textur und Farbe fügt sich der verwitternde Stahl perfekt in die städtische Umgebung ein. Seine Oberfläche verändert sich je nach Licht und Wetter und lässt das Werk im Rhythmus der Stadt leben.
Einerseits bildet sie einen deutlichen Kontrast zur klassischen Architektur der umliegenden Gebäude, andererseits fügt sie sich harmonisch in den modernen Körper des Rathauses ein. Damit ist die Skulptur zu einem neuen Wahrzeichen und visuellen Symbol von Zduńska Wola geworden.
Klecks. Neue Skulptur als Dialog mit dem Raum
Jeder, der an der Skulptur vorbeikommt, kann sehen, dass sich das Geflecht je nach Perspektive verändert. Von jeder Seite sieht sie anders aus – das Spiel von Licht und Schatten verleiht der Form eine dynamische und tiefgreifende Wirkung. Es ist ein Werk, das zum Nachdenken einlädt und gleichzeitig ganz selbstverständlich Teil des Stadtbildes wird.
Projektdaten
Autor: Beata Szczepaniak
Titel: Splot
Standort: Kreisverkehr beim Rathaus, Zduńska Wola
Material: verwitternder Stahl
Höhe: 750 cm
Jahr der Entstehung: 2025
Lesen Sie auch: Architektur in Polen | Polnische Designer | whiteMAD auf Instagram | Stadt | Orte, Plätze, Parks | Kunst
















