Kosmopies. Oder: Über die Zusammenarbeit zwischen „Pan tu nie stał“ und der Zeitschrift „Przekrój“

Sinn für Humor, sanfte Absurdität, ein wohlwollender Blick auf die Welt und eine gewisse Distanz zur Realität – das sind die wichtigsten Merkmale, die „Pan tu nie stał“ und das Magazin „Przekrój“ miteinander verbunden haben und zu einer einzigartigen Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen Mode, Illustration und dem geschriebenen Wort geführt haben. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist eine Mini-Kollektion: T-Shirts, Sweatshirts, Taschen und Accessoires, auf denen die Figuren aus der Welt von „Przekrój“ zu sehen sind – zusammen mit ihrer Sichtweise auf die Realität: einer großen Portion Neugier, einem Hauch von Zärtlichkeit und einer Prise Widerspenstigkeit.

Eine natürliche Verbindung verschiedener, sich jedoch nahestehender Welten

„Przekrój“, ein seit 1945 erscheinendes Magazin, war von Anfang an eine Zeitschrift mit leichtem Ton, aufmerksamem Blick, voller Humor und Kultur. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte es sich zu einem Phänomen, das über die Presse hinausging. In seinen Seiten trafen Literatur, Kunst, Mode, Sitten, Philosophie und Absurdität aufeinander. Die Monatszeitschrift, später Quartalszeitschrift und schließlich Jahreszeitschrift begleitete die Macher der Łódźer Marke „Pan tu nie stał“ über Jahre hinweg und begeisterte durch die Leichtigkeit, mit der sie Unbeschwertheit und Tiefe, Humor und Reflexion sowie Kunst und Alltag miteinander verband.

„Pan tu nie stał“ und „Przekrój“ liegen auf derselben Wellenlänge und bewegen sich in einer Welt ähnlicher Werte, geprägt von großem Verständnis und Distanz zur umgebenden Realität. Auf Polnisch, vieldeutig und humorvoll – das sind die Säulen der Modemarke aus Łódź, die, geleitet von einer Vorliebe für die visuelle Kultur vergangener Jahrzehnte sowie für zeitgenössisches, im weitesten Sinne verstandenes gutes Design, saisonale Kollektionen von Kleidung und Accessoires entwirft. Daher erscheint die Zusammenarbeit zwischen der Marke „Pan tu nie stał“ und dem Magazin „Przekrój“ als natürliche Verbindung zweier unterschiedlicher und doch einander sehr nahestehender Welten.

Der gutmütige Professor mit der Melone

Die Kollektion „PTNS und Przekrój“ umfasst mehr als ein Dutzend Kleidungsstücke, die durch und durch polnisch sind, lokal entstanden sind und aus in Łódź und Umgebung hergestellten Strickstoffen in befreundeten Nähereien genäht wurden. Eine der Hauptrollen spielt dabei eine Figur, ohne die man sich das Lesen von „Przekrój“ kaum vorstellen kann – Professor Filutek. Wer „Przekrój“ kennt, wird diese charakteristische Figur sicherlich wiedererkennen: einen Mann, meist mit Melone und Mantel, oft mit Regenschirm und in Begleitung seines Hundes Filutek. Der von Zbigniew Lengren geschaffene Comic erschien über Jahre hinweg in den Seiten des Magazins und begeisterte die Leser mit der Heiterkeit des gutmütigen Professors und seiner unkonventionellen Herangehensweise an jedes Hindernis, das sich ihm in den Weg stellte. Heute finden sich einige ausgewählte Comics auf T-Shirts und einer geräumigen Baumwolltasche wieder.

Wie entstand der erste Außerirdische?

Auch die „Kosmici“ von Marek Raczkowski sind ein starkes Beispiel für dieses vielseitige Universum. Sie haben sich auf Sweatshirts, T-Shirts, Tragetaschen und sogar Socken niedergelassen, mal bilden sie ein komplettes Muster voller verschiedener außerirdischer Figuren, mal setzen sie einen kleinen, aber wirkungsvollen Akzent in Form einer unverwechselbaren Stickerei. Oder möchtest du vielleicht wissen, wie der erste Außerirdische entstand oder wer die Pyramiden gebaut hat? Kein Problem – dafür gibt es ein T-Shirt.

Auf den Spuren des Kosmops

Ganz gleich, ob du schon als Kind in der Zeitschrift „Przekrój“ geblättert hast, angefangen bei den auf der letzten Seite veröffentlichten „Rozmaitości“, ob du dich mit Stanisław aus Łódź identifizierst, unermüdlich nach Außerirdischen suchst, oder vielleicht verbindest du das Magazin mit dem Haus deiner Großmutter – es lohnt sich auf jeden Fall, einen Blick darauf zu werfen, was genau in der „Pantuniestałowo-Przekrój“-Sammlung zu finden ist. Wer würde nicht gerne endlich erfahren, wie ein „Kosmopies“ aussieht?

Konzept der Serie: Marta Pakowska-Siwek
Grafiken: Marek Raczkowski, Zbigniew Lengren
Fotos: Zuza Balcerzak ᴾᴴᴼᵀᴼ
Gesichter und Haare: Marta Sicińska
Auf den Fotos: Tomek Jezierski und Munira Janicka
Assistenz: Natalia Darnowska-Jędrej

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