fot. Błażej Pindor

Kunsthaus in Warschau. Hier ist die BD Gallery

An der Puławska-Straße 31 in Warschau befindet sich ein Raum, der zum Zuhause für die Werke talentierter Künstler geworden ist. Die BD Gallery entwickelte sich zuvor außerhalb der Hauptstadt und baute ein Netzwerk mit Partnern in Berlin, Prag, Paris und Wien auf. Die Adresse in Warschau war ein logischer Schritt in ihrer Entwicklung. Hier kann das Ausstellungs- und Verlagsprogramm in einem breiteren Kontext funktionieren und ein neues Publikum erreichen. Was sind ihre Stärken?

Altes wird zu Neuem

Der Warschauer Sitz der BD Gallery entstand in den Räumlichkeiten eines ehemaligen Büros, dessen für die frühen 2000er Jahre charakteristische Ästhetik einer gründlichen Umgestaltung bedurfte. Die von DEMIURG design & build durchgeführten Umbauarbeiten bestanden darin, die bestehende Fläche in ein funktionales Kunsthaus umzuwandeln, das den Anforderungen einer modernen Galerie gerecht wird. Der Umfang der Maßnahmen umfasste Bau- und Ausbauarbeiten, durch die die ehemaligen Büroräume für neue Ausstellungsfunktionen angepasst wurden. Dadurch erhielt der veraltete Raum eine neue Qualität und wurde vollständig für die Präsentation zeitgenössischer Kunst angepasst. All dies auf einer Fläche von 200 Quadratmetern.

Bartosz Kaczmarek, Prokurist von DEMIURG, betont, dass die Zusammenarbeit für das Unternehmen von besonderer Bedeutung war: „Solche Aktivitäten liegen uns besonders am Herzen – Kunst ist gewissermaßen Teil der DNA von DEMIURG. Deshalb engagieren wir uns immer mit großer Freude für Projekte, die sie unterstützen und fördern. In der BD Gallery stellen Künstler aus, die wir sehr schätzen, weshalb es uns umso mehr freut, an der Gestaltung dieses Raumes beteiligt zu sein. Darüber hinaus ist DEMIURG auf den Umbau von Gebäuden in Stadtzentren spezialisiert, weshalb die Galerie perfekt in unseren Kompetenzbereich passt.”

So sah der Ort vor der Metamorphose aus:


Das Ergebnis der Arbeit der Architekten ist ein flexibles Interieur, das nicht das Schema des klassischen White Cube kopiert. Jede Ausstellung erhält ihre eigene Kulisse, und der Raum wird jedes Mal entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Projekts umgestaltet. So können hier großformatige Ausstellungen, Buchpremieren oder Treffen mit Künstlern organisiert werden.

Künstlerischer Start

Die Galerie kam mit einem starken kuratorischen Portfolio nach Polen. Eines der wichtigsten Projekte war die Einzelausstellung von Sainer im Wiener Künstlerhaus Wien, die im Rahmen des Begleitprogramms zur polnischen EU-Ratspräsidentschaft vorbereitet wurde. Ihre Umsetzung fiel mit der Eröffnung der Galerie in Warschau zusammen. 

Seit der Eröffnung Ende 2024 wurden in der Puławska-Straße 31 bereits mehrere bedeutende Projekte präsentiert. Paweł Ryżko zeigte geometrische Abstraktionen, die von der polnischen Tradition des Konstruktivismus inspiriert waren, und die Veranstaltung wurde von der Premiere des Albums Plakaty begleitet, das unter anderem sein Coverdesign für Frank Zappas Album enthält. Łukasz Ławrynowicz präsentierte Malerei, die auf der Übersetzung digitaler Prozesse in die Sprache der Leinwand basiert, wobei er die Malerei als Werkzeug zur Interpretation zeitgenössischer generativer Bilder einsetzte. Bis zum 14. März 2026 läuft die Ausstellung „Tylko wspomnienia nic więcej” (Nur Erinnerungen, nichts weiter ) von Jan Dudek – die erste Einzelausstellung des jungen Malers von der Warschauer Akademie der Bildenden Künste, dessen Werke die Mechanismen des Gedächtnisses anhand intimer Szenen untersuchen, die mit Ölfarbe auf grundiertem Leinen gemalt sind. Bemerkenswert ist, dass der Künstler bereits außerhalb Polens Beachtung gefunden hat und sich einer Zusammenarbeit bei der Illustration der Louis-Vuitton-Kampagne während der Paris Fashion Week rühmen kann.

Foto: Ania Bojarska

Pläne für die Zukunft

Im Frühjahr 2026 kündigt die Galerie eine Ausstellung von Sainer an, einem Absolventen der Kunstakademie in Łódź, dessen Praxis sich an der Schnittstelle zwischen analoger und digitaler Malerei entwickelt. Auf dem Programm stehen auch international tätige Künstler, darunter Jan Kaláb und Axel Void, die an der Grenze zwischen Malerei und Aktionen im öffentlichen Raum arbeiten.

Die BD Gallery fungiert auch als Verlag und betrachtet das Buch als autonomes Instrument zur Interpretation von Kunst. Zu den bisherigen Veröffentlichungen gehören Koloor, Kolorganism und Kolorytm, die in limitierten Sammlerauflagen erscheinen. Dies ist ein integraler Bestandteil der Tätigkeit der Galerie, die ihr eigenes Arbeitsmodell entwickelt hat, das Ausstellungen, Publikationen und die Zusammenarbeit mit Künstlern auf kohärente und langfristige Weise verbindet.

Wie sieht dieses Haus der Kunst aus? Das können Sie selbst herausfinden, indem Sie die BD Gallery in der Puławska-Straße 31 in Warschaubesuchen .

Innenausstattung: DEMIURG design &build

Fotos: Błażej Pindor, Anna Bojarska

Quelle: Pressematerialien, redaktionelle Bearbeitung

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