Das futuristische Lucas Museum of Narrative Art in Los Angeles ist nun fertiggestellt! Im September wird es seine Pforten für die Öffentlichkeit öffnen und über 1.300 ausgewählte Werke aus der riesigen Sammlung von George Lucas und Mellody Hobson präsentieren, darunter Gemälde, Illustrationen, Comics, Fotografien und Erinnerungsstücke aus „Star Wars“. Für den Entwurf dieses außergewöhnlichen Gebäudes ist Ma Yansong von MAD Architects verantwortlich.
Das Lucas Museum of Narrative Art gleicht einer Wolke
Die Bauarbeiten begannen im März 2018 im Exposition Park in Los Angeles. Die futuristische Konstruktion hat eine Fläche von rund 28.000 Quadratmetern und wurde so entworfen, dass sie an eine organische Form erinnert, die über dem Park schwebt. Als Inspiration für die Gestaltung dieses Bauwerks dienten dem Architekten Ma Yansong unter anderem Baumkronen. Diese außergewöhnliche Form ermöglichte es, unter dem Gebäude einen großzügigen öffentlichen Raum zu schaffen. In dessen zentralem Teil befindet sich ein riesiger Bogen mit einer Spannweite von etwa 56 Metern, und durch eine große Öffnung in der Konstruktion kann man den Himmel sehen.
Über 1.200 Paneele an der Fassade
Das auffälligste Merkmal des gesamten Gebäudes ist, abgesehen von seiner Form, seine weiße Fassade. Sie besteht aus über 1.270 individuell geformten Paneelen aus glasfaserverstärktem Polymer (FRP). Dieses Material ermöglichte es, fließende Rundungen des gesamten Baukörpers zu erzielen und gleichzeitig dessen Gewicht zu reduzieren. Bei der Konstruktion kamen außerdem Stahl, Beton, Glas sowie GFRC, also glasfaserverstärkter Beton, zum Einsatz. An der Umsetzung arbeitete ein Team aus über 150 Architekten, Ingenieuren und Designern. Das gesamte Bauvorhaben kostete insgesamt die schwindelerregende Summe von 1 Milliarde Dollar.

Über 30 Galerien im Lucas Museum of Narrative Art
Auf einer Ausstellungsfläche von über 9.200 Quadratmetern befinden sich mehr als 30 Galerien. Das Museum verfügt zudem über zwei Kinosäle, eine Bibliothek, Bildungsräume, ein Café, einen Museumsshop sowie das Restaurant „Skywalker Grill“. Der gesamte Komplex erstreckt sich über eine beeindruckende Fläche von insgesamt 5,3 Hektar. An der Stelle des ehemaligen Parkplatzes entstand ein Park mit über 200 Bäumen, Gärten, Ruheplätzen und Bereichen für verschiedene Veranstaltungen. Die Grünflächen sind ein äußerst wichtiger Bestandteil des Konzepts – die Grenze zwischen dem Museum und dem umliegenden Exposition Park ist sehr fließend.
Die Sammlung umfasst über 40.000 Objekte
Das Lucas Museum wird kein „Star Wars“-Museum sein. George Lucas und seine Frau Mellody Hobson haben eine Institution geschaffen, die sich einem viel breiteren Themenbereich widmet, der sich auf die narrative Kunst konzentriert, also Werke umfasst, die Geschichten erzählen. Die gesamte Sammlung umfasst insgesamt über 40.000 Objekte: von Malerei und Fotografie bis hin zu Comics, Illustrationen, Plakaten, Wandgemälden und Filmrequisiten. Zu den Künstlern zählen unter anderem Frida Kahlo, Diego Rivera, Pablo Picasso, Andy Warhol, Norman Rockwell, Jack Kirby und Banksy. Auch Materialien im Zusammenhang mit Lucas’ Schaffen werden nicht fehlen. Requisiten und Entwürfe aus „Star Wars“ werden etwa 7 % der Ausstellungsfläche einnehmen.

17 Jahre Wartezeit auf das Lucas Museum of Narrative Art
Die Geschichte des Projekts begann vor mehr als einem Jahrzehnt. Ursprünglich wollte Lucas das Museum in Chicago errichten, später zog er San Francisco in Betracht. Schließlich entschied er sich für Los Angeles, und 2018 begannen die Bauarbeiten. Der ursprüngliche Eröffnungstermin lag deutlich früher, doch das Projekt verzögerte sich unter anderem durch die Pandemie und Probleme in der Lieferkette. Nach mehr als acht Jahren Bauzeit ist das futuristische Gebäude nun endlich fertiggestellt. Am 22. September 2026 wird das Lucas Museum of Narrative Art seine Pforten für die Öffentlichkeit öffnen und über 1.300 einzigartige Kunstwerke präsentieren. Es sieht so aus, als hätte Los Angeles ein neues Aushängeschild gewonnen!
Entwurf:Ma Yansong – MAD
Quelle:Lucas Museum of Narrative Art
Fotos: Iwan Baan und Hufton Crow
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