Benh LIEU SONG, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Maria Skłodowska-Curie auf dem Eiffelturm. Eine Idee der Pariser Stadtverwaltung.

Der Eiffelturm könnte bald um neue Namen in seiner Geschichte bereichert werden. Die Pariser Behörden haben vorgeschlagen, auf dem Denkmal herausragende Forscherinnen zu würdigen, deren Leistungen viele Jahre lang außerhalb des offiziellen Kanons der Wissenschaftler standen. Zu den ausgewählten Frauen gehören Maria Skłodowska-Curie und ihre Tochter Irène Joliot-Curie.

Der Eiffelturm als Galerie der Wissenschaft

Als Ende des 19. Jahrhunderts der von Gustave Eiffel entworfene Eiffelturm entstand, plante sein Schöpfer bereits damals, dass er als eine Art Galerie der wissenschaftlichen Errungenschaften der Epoche dienen sollte. Auf der ersten Ebene der Konstruktion wurden die Namen von 72 Wissenschaftlern, Ingenieuren und Industriellen angebracht. Ihre Zusammenstellung spiegelte die damaligen Vorstellungen von der Welt der Wissenschaft wider, in der Frauen trotz ihrer tatsächlichen Erfolge selten offizielle Anerkennung fanden.

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Maria Skłodowska-Curie auf dem Eiffelturm

Der von der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo angekündigte Vorschlag sieht vor, die historische, männliche Liste um 72 Frauen zu ergänzen, die einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung von Wissenschaft und Technologie geleistet haben. Auf diese Weise will die Stadt ihre langjährige Vernachlässigung korrigieren und die Erzählung, die auf einem der berühmtesten Denkmäler Frankreichs verewigt ist, symbolisch erweitern. Das Projekt wird nun von der Akademie der Wissenschaften, der Akademie der Technologien und der Akademie der Medizin geprüft. Erst nach ihrer Zustimmung können die Arbeiten beginnen. Die neuen Inschriften sollen in identischer Schriftart, auf gleicher Höhe und vergoldet angebracht werden, um die Einheitlichkeit mit den bestehenden Inschriften zu wahren.

Maria Skłodowska-Curie und ihr Lebenswerk

Unter den vorgeschlagenen Namen befindet sich unter anderem Maria Skłodowska-Curie. Die aus Warschau stammende Wissenschaftlerin spielte eine Schlüsselrolle in der Entwicklung der Radioaktivitätsforschung, indem sie die Elemente Polonium und Radium entdeckte. Ihre Leistungen brachten ihr zwei Nobelpreise in zwei verschiedenen Wissenschaftsbereichen, Physik und Chemie, ein, was ein beispielloses Ereignis war. Auf der Liste steht auch ihre Tochter Irène Joliot-Curie, Nobelpreisträgerin für Chemie. Die Ehrung ihrer Namen auf dem Eiffelturm ist eine symbolische Geste, die an den Einfluss der Familie Curie auf die Entwicklung der Weltwissenschaft erinnert.

Quelle: tvpworld.com

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