Mit japanischem Flair. So hat sie eine Wohnung in Gdansk gestaltet

Das Design dieser Einrichtung wurde vom Studio By_IDESIGN entworfen. Die Wohnung befindet sich in einem neuen Gebäude in Gdańsk. Der Designer entschied sich für ein gedämpftes Farbschema, das die Sinne beruhigt und auf japanische Traditionen anspielt.

Die Lage in der Nähe der großen Hafenkräne inspirierte den Designer von Anfang an zur japanischen Shibui-Philosophie – einer Ästhetik, die Schlichtheit, gedeckte Farben und Tiefe der Textur schätzt. Der junge Investor war auf der Suche nach einem Raum mit klaren Linien, wünschte sich aber gleichzeitig markante Akzente und einen monochromen Charakter der Einrichtung.

Von Anfang an hatte ich die Vision eines Interieurs, das von der japanischen Ästhetik inspiriert war – mit einem Schwerpunkt auf Texturen, Materialien und einem einheitlichen Farbschema. Ich wandte das Prinzip „Farbe durch Material“ an und setzte auf natürliche Farbtöne von Holz, Stein und Stoff.Kunst, Keramik und Accessoires erscheinen hier nur als subtile Ergänzungen zur Stimmung und nicht als dominante Akzente „, sagt Alena Zhavarankava.

Texturen und Farben

Das Prinzip „Farbe durch Material“ zieht sich durch jedes Detail – natürliche Holztöne werden mit roh strukturiertem Stein und Stoffen in Leinenschattierungen kombiniert. Wo ursprünglich eine einheitliche Decke, Wände und Böden geplant waren, entschied man sich, ausgewählte Elemente hervorzuheben. Zarte, dekorative Fliesen in der Küche, im Wohn- und im Schlafbereich laden zum Berühren ein und schaffen gleichzeitig subtile Brüche in der monochromen Palette.

Alle Möbel wurden von einem Kunsthandwerkerehepaar nach Maß entworfen und hergestellt. Im Schlafzimmer wurde anstelle von Rattan eine Kombination aus Holz und natürlichem Leinen verwendet, während Griffe aus gealtertem Metall einen industriellen Akzent setzen. Jede Schrankfront, jeder Aufsatz und jedes Regal entspricht den funktionalen Anforderungen des Bauherrn und hält sich gleichzeitig an die Shibui-Philosophie der diskreten Schönheit.

Alena Zhavarankava

Multifunktionaler Raum

Das Arbeitszimmer wurde als zusätzliches Gästezimmer geplant. Seine Arbeitszone umfasst ein geräumiges Bücherregal, abschließbare Schränke und durchdachte Aufbewahrungssysteme, die durch ein separates Ankleidezimmer fortgesetzt werden. Diese Aufteilung sorgt für Ordnung und bietet gleichzeitig einen Ort der Entspannung für Besucher. Die Übergänge zwischen den Funktionen sind fließend, aber gleichzeitig durch die wechselnden Texturen der Wände und Böden klar abgegrenzt.

Die Küche als Herzstück der Wohnung

Das Küchendesign ergab sich aus der Herausforderung, den begrenzten Raum zu optimieren. Die Kücheninsel vereint die Funktionen von zusätzlicher Arbeitsfläche, Essplatz und verstecktem Stauraum und wird so zum Mittelpunkt des täglichen Lebens. Die Fronten der Oberschränke sind zwar metallisch, harmonieren aber mit der Wärme des Holzes und des Fliesenmusters und vermeiden die Kühle industrieller Innenräume. Das Ergebnis ist ein kohärenter und ausgeglichener Raum, in dem jedes Detail, von der Beleuchtung bis zu den Griffen, für Komfort und Ästhetik sorgt.

Das Endergebnis ist eine Wohnung, in der die Subtilität der japanischen Shibui-Philosophie und der raue Charakter der Gebäude am Meer aufeinandertreffen. Es ist ein Raum, in dem Minimalismus nicht gleichbedeutend ist mit Langeweile, und in dem durchdachte Details eine Atmosphäre der Harmonie schaffen.

entwurf: By_IDESIGN

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