„Palec do Budki 3.0“ bringt eine völlig neue Qualität in den Danziger Stadtteil Zaspa. Ein Ort, an dem kulinarische Energie auf organisches Design trifft und die Reiseinspirationen der Inhaber sich mit der ausdrucksstarken gestalterischen Vision des Studios Lussoo Design verbinden. Inmitten der modernistischen Umgebung des Stadtteils ist ein Raum entstanden, der die Blicke auf sich zieht und mit seinen Gaumenfreuden verführt.
Die neue Version des gastronomischen Konzepts entstand als Ergebnis der engen Zusammenarbeit von Emil und Patryk (den Inhabern der Marke) mit dem Designteam von Lussoo. Von den ersten Gesprächen an war klar, dass das Interieur nicht als neutraler Hintergrund dienen sollte. Es sollte zu einem vollwertigen Bestandteil des Gästeerlebnisses werden, zu einem Träger von Atmosphäre und Charakter, der ebenso stark in Erinnerung bleibt wie die servierten Gerichte.
Die Inhaber, fasziniert von Reisen und ungewöhnlichen räumlichen Lösungen, denen sie in verschiedenen Teilen der Welt begegnet sind, brachten Energie und Mut in das Projekt ein. Die Designer von Lussoo haben diese Inspirationen in die Sprache der Innenarchitektur übersetzt und einen Raum geschaffen, der den aus „Palec do Budki 2.0“ bekannten Stil weiterentwickelt, ihn jedoch um eine komplexere dekorative Ebene und ein intensiveres Spiel mit Texturen bereichert.
Organische Formen
Das Interieur verbindet Einflüsse aus Boho und Japandi, was sich in weichen Linien, natürlichen Materialien und einer ruhigen Farbpalette zeigt. Es dominieren Erdtöne: Beige, Karamell, Sand und dezente Brauntöne. Dadurch bewahrt der Raum trotz der Vielzahl an dekorativen Elementen seine Kohärenz und visuelle Harmonie.
Die Designer schaffen bewusst eine Atmosphäre durch den Kontrast zwischen der Rauheit der Materialien und ihrer weichen, handgeformten Gestalt. Es ist ein Interieur, das sich nicht durch Intensität aufdrängt, sondern dazu einlädt, in seine Strukturen einzutauchen.
Skulpturale Wände
Das charakteristischste Element des Restaurants sind die Wände mit ihrer unregelmäßigen, organischen Struktur. Sie erinnern an natürliche Felsformationen und vermitteln den Eindruck eines Raums, der von Zeit und Natur geformt wurde. Die Oberflächen wurden von Künstlern, die sich auf dekorative Wandstrukturen spezialisiert haben, von Hand gestaltet, wodurch jede einzelne von ihnen ein Unikat ist.
Eine dezente, in Nischen versteckte Beleuchtung bringt die Textur der Wände zur Geltung und schafft eine szenische Atmosphäre, die besonders am Abend deutlich zum Ausdruck kommt. Das Licht betont nicht nur die Form, sondern führt den Blick auch durch die verschiedenen Ebenen der Komposition.
Ein wichtiges Element des Entwurfs sind die Deckeninstallationen aus Fasern und Stroh. Die Beleuchtung aus natürlichen Fasern bringt eine weiche, organische Struktur ein, die das Licht sanft streut und den Raum wärmer wirken lässt. Die über einem Teil des Raumes aufgehängten Installationen aus Stroh bilden hingegen einen markanten visuellen Akzent, verleihen dem Innenraum Leichtigkeit und unterstreichen seinen von der Natur inspirierten Charakter.

Materialien und Ausstattung
Den zentralen Teil des Raums füllen leichte Holzstühle, kombiniert mit Steintischplatten und einem langen, mit karamellfarbenem Leder bezogenen Sofa. Diese Kombination natürlicher Materialien sorgt für ein Gleichgewicht zwischen Dekorativität und Funktionalität des Gastronomiebereichs. Keramikformen, Pflanzen und handgefertigte Dekorationen runden das Interieur ab. Eines der markantesten Elemente des Interieurs ist die Handskulptur – ein direkter Verweis auf den Namen und das visuelle Erscheinungsbild des Restaurants. Sie ist zum Symbol des Ortes geworden, zu einem Blickfang, der dessen Identität prägt. Ein weiterer skulpturaler Akzent ist das subtile Gesicht, das sich aus der Wand abzeichnet. Sein ruhiger Ausdruck und seine organische Linie verleihen dem Innenraum einen eher kontemplativen Charakter.
Eine wichtige Rolle bei der Gestaltung des Interieurs spielten Einrichtungselemente aus dem Showroom von Emza Decor im City Meble in Danzig. Große Keramikgefäße, skulptural geformte Leuchten und sorgfältig ausgewählte Details verleihen dem Raum eine künstlerische Dimension und unterstreichen die Liebe zum Detail.
Grundlage des Projekts
Das Projekt „Palec do Budki 3.0“ entwickelte sich im Dialog zwischen den Eigentümern und den Designern. Viele Lösungen entstanden während gemeinsamer Gespräche und der Suche nach Inspiration. Dadurch ist das Interieur nicht nur die Umsetzung eines zuvor festgelegten Plans, sondern ein Raum, der zusammen mit der Idee des Ortes und der Energie der an seiner Entstehung beteiligten Personen gereift ist. Das Ergebnis ist ein Restaurant, in dem die Innenarchitektur zu einem integralen Bestandteil des Gästeerlebnisses wird. Es ist ein Raum, der so gestaltet ist, dass er durch Licht, Materialien und Texturen auf die Sinne einwirkt und gleichzeitig eine Atmosphäre für Begegnungen am gemeinsamen Tisch schafft.
Fotos: Wojciech Kic
Lesen Sie auch: Innenräume | Restaurant | Danzig | Empfehlungen | whiteMAD auf Instagram



