In der Dzikie-Straße in Warschau hat der Architekt Piotr Pamięta vom Büro p:am eine typische Wohnung aus den 70er Jahren renoviert und sie in einen wesentlich funktionaleren Raum verwandelt. Die Wohnung ist 65 m² groß und wurde nach der Umgestaltung um einen zusätzlichen Schlafbereich erweitert. Das Projekt entstand im Auftrag der beiden Eigentümer, die zuvor die Küche selbst renoviert hatten und eine einheitliche Ästhetik des gesamten Innenraums mit diesem Raum beibehalten wollten.
Renovierung einer Wohnung aus den 70er Jahren – neuer Grundriss
Ausgangspunkt für die gesamte Gestaltung war der für Wohnsiedlungen in „H“-Rahmentechnik typische Grundriss. Der Architekt musste sich an die vorgegebenen Raumaufteilungen der Wohnung anpassen und dem Innenraum gleichzeitig mehr Nutzungsfreiheit verleihen. Seine Arbeit konzentrierte sich auf den Flur, das Badezimmer und den Wohnbereich. Die größte Veränderung in der Wohnung war die Abtrennung eines Schlafzimmers innerhalb des Wohnzimmers. Piotr Pamięta plante dort Glasschiebetüren und Vorhänge, dank derer die Bewohner den Grad der Offenheit dieses Teils ihres Zuhauses leicht variieren können. Mal fungiert der Raum als geräumiges Wohnzimmer, mal bietet er intimere Bedingungen zum Entspannen.
Licht und Reflexionen im Innenraum
Eine große Rolle im Entwurf spielten Licht und das Spiel der Reflexionen. Verglasungen und Spiegel tragen dazu bei, das Sonnenlicht zwischen den Räumen zu verteilen, wodurch die Wohnung größer wirkt, als es die Quadratmeterzahl vermuten lässt. Am Abend sorgen hingegen diffuse Lichtpunkte für eine stimmungsvolle Atmosphäre, die die Texturen der Materialien und die farblichen Akzente der Einrichtung hervorheben. Anstelle von auffälligen Dekorationen wurde auf eine ruhige Atmosphäre und einige kräftigere Farbakzente gesetzt.

Marineblau, Burgunderrot und Dunkelgrün
Die gesamte Farbgebung der Wohnung entwickelte sich um die bereits vorhandene dunkelblaue Küche herum. Sie gab den Ton für die weiteren Entscheidungen des Designers an. So fanden Naturholz, Burgunderrot im Schlafbereich sowie Dunkelgrün im Flur und im Badezimmer Einzug in das Interieur. Auf diese Weise strahlt die Wohnung nun eine stimmungsvollere Atmosphäre aus, ohne dabei überladen zu wirken. Schlichte Formen treffen auf kräftigere Farben und bilden eine interessante Kombination.
Renovierung einer Wohnung aus den 70er Jahren von Piotr Pamięta
Auch dem Badezimmer wurde viel Aufmerksamkeit gewidmet. Die geringe Grundfläche erforderte eine genaue Analyse jedes einzelnen Bereichs dieses Raums. Glücklicherweise gelang es, Platz für eine Waschmaschine, einen Trockner und zusätzliche Stauräume zu finden, ohne dabei die Übersichtlichkeit des Raums und die Benutzerfreundlichkeit zu beeinträchtigen. Letztendlich schuf Piotr Pamięta in der Dzikia-Straße eine Wohnung, die auf die Bewohner zugeschnitten ist, deren Charakter perfekt widerspiegelt, ihren Bedürfnissen entspricht und darüber hinaus die Möglichkeiten der Großplattenbauweise voll ausschöpft.
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Über das Büro:
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p:am ist ein Architekturbüro, das von Piotr Pamięta und einem Team von Spezialisten für Architektur und Innenarchitektur gegründet wurde. Das Studio realisiert Projekte unterschiedlicher Größenordnung und legt dabei Wert auf ästhetische Kohärenz, Funktionalität und die Anpassung an den Lebensstil der Kunden. Das Team begleitet Projekte von der Konzeptphase über die Ausführungsplanung und Kostenkalkulation bis hin zur Bauaufsicht. In den Projekten von p:am dominieren einfache Formen, eine ruhige Atmosphäre und ein minimalistischer Ansatz, ganz im Sinne des Mottos „Weniger ist mehr“.
Projekt: Piotr Pamięta | p:am | www.piotrpamieta.com
Fotos: Paweł Biedrzycki | Kąty Proste | www.katyproste.pl
Styling: Ewa Alicja Jezierska | www.ewa-alicja-stylizacja-wnetrz.pl
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